Reisebericht

Aus alt mach neu - Tonerkassetten-Recycling

In Krupina im Herzen der Slowakei betreibt der Druckerhersteller Brother ein Werk für das Recycling von Tonerkassetten. Business&IT war eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen.

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© OKI

Originalkartuschen von OKI

Tue Gutes und rede darüber, dachte sich Brother und lud im Herbst Journalisten aus ganz Europa zur Werksbesichtigung und Pressekonferenz nach Krupina in der Slowakei ein. Für das Recyclingwerk wurde mit viel Aufwand eine alte Molkereifabrik umgebaut. Etwa sechs Millionen Euro hat Brother in den Aufbau des Werks investiert.

Täglich werden hier leere Tonerkartuschen angeliefert, die entweder aus eigenen Rücknahmeprogrammen stammen, oder über Broker eingekauft werden. Die Kartuschen werden sortiert und anschließend zerlegt. Direkt wiederverwertbare Teile werden gereinigt, beschädigte oder nicht wiederverwertbare Teile werden sortiert und möglichst umweltschonend entsorgt. Der abgesaugte Resttoner wird zum Beispiel in einer benachbarten Zementfabrik verheizt, aus geschreddertem Kunststoff werden neue Kartuschen produziert.

In einem Reinraum werden die Teile nochmals gesäubert. Dann werden aus alten und neuen Teilen die Kartuschen für den Wiederverkauf assembliert. Bevor diese verpackt werden, steht noch ein aufwendiger Funktionstest an. So wird eine hohe Qualität garantiert, die der einer fabrikneuen Kartusche in nichts nachsteht.

Der logistische Aufwand für das Wiederbefüllen ist sehr hoch. Nach Angaben von Brother werden jährlich circa drei Millionen Kartuschen in den Werken in der Slowakei, England, USA, Brasilien und Japan recyclet, allein in Krupina sind es 1,2 Millionen Stück. Gesammelt werden diese übrigens nicht in Krupina, sondern im 1500 Kilometer entfernten Rotterdam. Wir fragen Craig McCubbin, Managing Director der Brother-Tonerwerke in England und der Slowakei, nach der Rentabilität des Recyclings. Im Moment sei es kein sehr rentables Geschäft, mittelfristig würde man mit Gewinnen rechnen. Außerdem können durch die Recyclingwerke Spitzen bei der Tonernachfrage abgefangen werden.

Ebenfalls ein guter Grund für ein solches Recyclingwerk ist natürlich die Nachhaltigkeit, die sich viele Firmen auf die Fahne schreiben, die aber hier bei Brother in Krupina Realität ist.

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