Glasfaser in jedes Haus

Breitbandstrategie

Zwischenziel bei Breitband verfehlt

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Ähnlich wie bei DSL-Anschlüssen bieten die Glasfaser-Provider ebenfalls einen Verfügbarkeitscheck.

Die Bundesregierung hat schon ihr erstes Ziel der Breitbandstrategie, bis Ende 2010 alle Haushalte in Deutschland mit Breitband-Internet zu versorgen, deutlich verfehlt. Im zweiten Schritt sollen 2014 drei Viertel aller Haushalte einen Anschluss mit mindestens 50 MBit/s buchen können.

Wie diese Vorgaben hierzulande zu schaffen sein sollen, ist derzeit unklar. Laut der aktuellen Forsa-Studie Branchenkompass 2011 Telekommunikation stuft eine deutliche Vier-Fünftel-Mehrheit der Befragten in den Telekommunikationsunternehmen dieses Ziel als unrealistisch ein.

Von Seiten der Politik gebe es keinerlei Aufbruchsstimmung zum Breitbandausbau, klagen zahlreiche Firmen auf dem Land. Darüber hinaus fehle vor Ort häufig das Bewusstsein, wie wichtig die Breitbandversorgung für den lokalen Wirtschaftsstandort sei.

Die Befürworter von Glasfaser fordern deshalb eine "intelligente" Förderung und meinen damit eine Förderung der gesamten Infrastruktur: Wird also eine Straße neu gebaut oder ein Kanal neu verlegt, solle gleichzeitig eine Glasfaserleitung verlegt werden. Doch bereits solche einfachen Maßnahmen scheitern an Kompetenzgerangel, Zuständigkeit und der Frage, wer die vergleichsweise geringen Zusatzinvestitionen tragen soll.

Ohne gezielte politische Förderungsvorgaben wie bei LTE investieren die Provider und Netzausrüster wieder erst einmal dort, wo es sich für sie lohnt oder wo sie aufgrund des Wettbewerbs dazu gezwungen sind: also in den Städten. Außerhalb der Ballungszentren dagegen passiert praktisch nichts.

Den Kunden ist die Technik egal

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Vodafone hat angekündigt, bis zum Jahresende alle Gebiete ohne DSL mit der LTE-Funktechnik zu versorgen.

Für Privathaushalte stellen sich die unterschiedlichen Techniken für schnelle Internet-Zugänge derzeit "weitgehend identisch" dar. Die Geschwindigkeit liegt - das gilt für VDSL, Kabel und FTTH - zwischen 50 und 100 MBit/s.

Gering sind zudem die Unterschiede bei den Upload-Raten sowie die Preise: Die monatlichen Kosten für die Doppelflat aus Internet und Telefon betragen zwischen 40 und 50 Euro - schon beim Standard-DSL 16 000 sind die Unterschiede zwischen den Anbietern deutlich größer. Nur LTE ist in der Praxis deutlich langsamer und kostet trotz Volumenbeschränkung etwas mehr, weil hier konkurrenzfähige Alternativen fehlen.

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