Bildqualität

Blu-ray-Player richtig einstellen

HDMI ist der universelle Standard zur Übertragung von Bild und Ton vom Blu-ray-Player zu TV-Geräten oder AV-Receivern. Wir sagen Ihnen, wie Sie den Spieler einstellen, um beste Bildqualität zu erreichen.

Blu-ray-Player richtig einstellen

© Andreas Frank

Blu-ray-Player richtig einstellen

Blu-ray-Player sind bei der Auslieferung so konfiguriert, dass sie mit jedem Fernseher zusammenarbeiten können. Für beste Bildqualität ist es jedoch oft nötig, selbst nachzujustieren.

Zunächst müssen Sie beachten, welche Auflösung Sie vom Player zum TV oder AV-Receiver schicken. In der Einstellung Auto gibt der Player meist unabhängig davon, ob eine DVD oder Blu-ray im Disc-Fach liegt, ein Full-HD-Signal aus, wenn ein kompatibler Fernseher angeschlossen ist. Jedoch sollten Sie überprüfen, ob nicht vielleicht das angeschlossene Gerät besser skaliert. Hier hilft nur ausprobieren. In diesem Fall aktivieren Sie im Einstellungsmenü nativ oder 480p/576p bei eingelegter DVD.

Manche Player erlauben es außerdem, individuelle Einstellungen an den Farben vorzunehmen. Der Pioneer BDP-LX55 bietet etwa die Möglichkeit, die Farbausgabe an die Eigenheiten von LCD- und Plasma-TVs sowie Projektoren anzupassen. Es ist aber meist sinnvoller, diese Farbkorrekturen am Fernseher vorzunehmen, denn so müssen Sie ihn nur einmal richtig einstellen und nicht bei jeder Quelle ein Farbmanagement durchführen.

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Das Vektorskop zeigt: Alle Ecken liegen - wie gewünscht - auf den definierten Punkten. Auch die Farbverläufe (die Strecke zwischen den Punkten)…

Wichtig ist auch der Farbraum, den Sie über HDMI zum TV schicken. Grundsätzlich besteht die Wahl zwischen einem YCbCr- und einem RGB-Signal:

Das YCbCr-Farbmodell stammt aus dem Fernsehbereich, besteht aus Helligkeits-(Y) und zwei Farbdifferenzsignalen (Cb und Cr). Auf der Blu-ray werden Bildinformationen im Format YCbCr 4:2:0 gespeichert. Das sagt dem Fachmann: Auf vier Helligkeitswerte fällt ein Farbwert, die Helligkeitsauflösung ist deshalb viermal so hoch wie die Farbauflösung.

Da die HDMI-Spezifikationen vorschreiben, dass Bildinformationen mindestens mit der halben Farbauflösung (also im Format YCbYr 4:2:2) übertragen werden müssen, ist der Player dazu gezwungen, Farbinformationen intelligent zu ergänzen. Viele Player ermöglichen es zudem, das YCbCr-Signal in 4:4:4 auszugeben, also mit gleicher Helligkeits- und Farbauflösung.

Das RGB-Farbmodell (Rot, Grün, Blau) stammt aus dem Computerbereich und besitzt grundsätzlich keine Nachteile gegenüber YCbCr. Jedes YCbCr-Signal muss irgendwann in das RGB-Farbmodell gewandelt werden, da Fernseher rote, grüne und blaue Pixel zum Leuchten bringen.

Jedoch ist Vorsicht geboten: Bei der RGB-Auswahl erweitert, Vollbereich oder 0 - 255 anstatt RGB standard oder RGB 16 - 235 werden Farben falsch angezeigt. Blu-rays und DVDs nutzen nur den Wertebereich von 16 bis 235 für die Speicherung von Farbpegeln. Nutzen Sie den erweiterten RGB-Farbraum, werden Farbwerte zwischen 15 und 235 auf den Bereich von 0 bis 255 gespreizt.

Über die Auswahl der Bittiefe können Sie zusätzlich festlegen, ob und wie genau Farben interpoliert werden. Standard sind 8 Bit für die drei Farbkanäle auf der Blu-ray, also insgesamt 24 Bit. Durch die Ausgabe von 30 oder 36 Bit werden Farbzwischenwerte berechnet, um feinere Farbnuancen darzustellen. Achtung: Ihr Fernseher muss diese erweiterten Bittiefen nicht unterstützen und kann deshalb schwarz bleiben.

Viele dieser raffinierten Bildbearbeitungen beherrscht auch Ihr Fernseher oder AV-Receiver. Probieren Sie deshalb aus, welche die besten Ergebnisse liefern.

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