Blitzer-Apps

Die besten Radarfallen-Warner für Android, iPhone & Co.

Wir stellen die besten Blitzer-Apps für Android und iPhone vor. Damit entgehen Sie künftig sicher lästigen Radarfallen. Sie brauchen nur ein Smartphone mit GPS-Support und einen Internetzugang.

Blitzer-Apps für Android und iPhone: Wir stellen die besten Apps vor.

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Blitzer-Apps für Android und iPhone: Wir stellen die besten Apps vor.

Die besten Blitzer-Apps für Android und iPhone: Die meisten Kraftfahrer fürchten Geschwindigkeitskontrollen im Straßenverkehr. Kein Wunder, denn bereits auf kleine Verstöße folgen mitunter empfindliche Strafen. Die Versuchung ist daher groß, sich vor solchen Kontrollen rechtzeitig warnen zu lassen.

Seit der hohen Verbreitung von elektronischen PKW-Navigationsgeräten wurde das dann auch immer einfacher. Man musste lediglich die Blitzer auf dem Gerät als POI (Point of Interest) installieren und fortan wusste man, wo fest installierte Blitzer eingerichtet sind und wo sich Stellen befinden, die gerne von mobilen Blitzern besetzt sind.

Aufwand und Nutzen

Diese Methode ist allerdings - möchte man kein Geld dafür ausgeben - mit einem hohen Aufwand an Handarbeit und Zeit verbunden. So muss man sich regelmäßig die neuesten Blitzerstandorte aus dem Internet besorgen, um up-to-date zu sein.

Darüber hinaus müssen die Daten zusätzlich noch über Hilfsprogramme in das meist spezielle Format des Navigationsgerätes konvertiert werden, was je nach Gerätetyp mehr oder weniger gut bis gar nicht funktioniert. Die Alternative: ein kostenpflichtiges Abo einer zum Gerätetyp passenden Blitzerdatenbank. Die meisten Navi-Hersteller bieten das an.

Tausendsassa: das Smartphone

Besitzer eines Smartphones mit integriertem GPS sind fein raus. Denn diese Alleskönner sind in der Lage, vor Blitzern zu warnen. Voraussetzung ist, die passende App - also das passende Programm - auf dem Smartphone zu installieren. Das dauert meist nur wenige Minuten und danach ist der Blitzerwarner sofort einsatzbereit. Auch wenn das so einfach scheint, gibt es zuvor einiges zu bedenken: Sie benötigen einen mobilen Internetzugang, da die benötigten Daten immer aktuell geladen werden.

Die Datenverbindung und das aktive GPS des Smartphones verbrauchen ein spürbares Mehr an Strom, sodass der Akku des Smartphons schnell leer ist. Zudem ist die Displaybeleuchtung ständig aktiv, was den Akku noch mehr belastet. Ein Kabel, das das Smartphone vom PKW-Bordnetz mit Strom versorgt, ist demnach dringend zu empfehlen.

Auf die Gemeinschaft kommt es an

Doch woher weiß nun die Blitzer-App, wo genau sich ein Blitzer befindet? Damit das funktioniert, sind die Anbieter auf die Mitarbeit der Nutzer angewiesen. Hinter jeder App steckt prinzipiell ein Internetportal. Man ist also kontinuierlich via Smartphone mit dem Portal online verbunden. Will man alle Informationen bekommen, muss man sich beim Portal anmelden und diese Anmeldedaten dann in der Konfiguration der App angeben.

Zumeist erfragt die App diese Daten beim ersten Start. Ist das erledigt, ist man Teil einer Gemeinschaft, die sich über das Portal mit den Koordinaten der gemeldeten Blitzer versorgt. Bei einigen Anbietern kann man zusätzlich auch Gefahren wie Baustellen, Unfälle, Gegenstände auf der Fahrbahn usw. melden. Je mehr Personen die gleiche Gefahr oder den gleichen Blitzer bestätigen, desto sicherer ist die Meldung.

Genau das ist der Knackpunkt: Auch wenn es beim Anbieter Tausende registrierte Mitglieder gibt, sagt das noch nichts über die Aktualität der Meldungen aus. Wurde beispielsweise laut App kein Blitzer in der Nähe gemeldet, muss das noch lange nicht bedeuten, dass tatsächlich kein Blitzer vorhanden ist. Wir haben viele dieser Apps im Raum München ausprobiert und waren fast immer die einzigen Aktiven im näheren Umfeld.

Sicherlich mag das in anderen Regionen anders sein. Aber gerade bei den mobilen Blitzern kann man sich unserer Erfahrung nach nicht darauf verlassen, dass nicht doch irgendwo einer versteckt ist. Anders bei den fest installierten Blitzern an Ampeln oder auf Autobahnen: Deren Koordinaten sind bekannt und ändern sich nur selten. Hierfür gibt es Datenbanken, die sich die Blitzer-Apps beim Start oder bei Bedarf vom Anbieter holen. Auf diese Angaben kann man sich sehr gut verlassen.

Von allen Blitzer-Apps haben wir die unserer Meinung nach sechs besten ausgesucht und ausprobiert - und Sie können entscheiden, welche App für Sie die geeignetste ist.

Blitzer.de: Gibt's in zwei Versionen

Die App ist in der Light-Version kostenlos. Die kostenpflichtige Plus-Version mit erweiterten Funktionsumfang (bspw. Kartenansicht) schlägt mit 4,99 Euro zu Buche. Beide Versionen unterstützen Android, iOS, Windows Phone und das Betriebssystem Symbian ab Version 3. Im Online-Modus werden feste Blitzer im Rhythmus von sieben Tagen und mobile Blitzer alle fünf Minuten aktualisiert.

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Die Übersichtsseite in Blitzer.de zeigt, welche Blitzertypen sich in der näheren Umgebung befinden.

Fürs Melden eines Blitzers gibt es einen mit "+" bezeichneten Meldeknopf am Display. Zudem pflegt der Website-Betreiber die Datenbank regelmäßig. Die App beginnt ab 1.000 Meter vor dem Blitzer mit einer ersten akustischen und optischen Warnung. Des Weiteren erscheinen Informationen zum Blitzertyp und Standort.

iCoyote: Ich sehe was, das Du nicht siehst

Seit Dezember 2012 steht diese App für Blitzer- und Verkehrsinformationen auch in Deutschland zur Verfügung. Nachdem man sich bei www.meincoyote.de registriert hat, ist man ein Coyote Scout und kann Statusmeldungen zu 13 Blitzern und Störungen im Straßenverkehr (Baustellen, Staus, Unfälle usw.) mitteilen und empfangen. Zusätzlich erscheinen am Display Informationen zur Anzahl der Scouts, die sich im selben Verkehrsbereich befinden und zur Anzahl der Scouts, die in den letzten 30 Minuten dieselbe Straße befahren haben.

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Auffällige Symbole in der App iCoyote erleichtern das Melden der entdeckten Gefahrenstelle.

Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Aktualität und Qualität der empfangenen Meldungen ziehen. Wir haben diese App in der ersten Februarwoche jeweils morgens und abends im Berufsverkehr im Raum München getestet. Leider waren zu diesem Zeitpunkt nie mehr als fünf Scouts zugleich aktiv - meistens waren wir sogar nur der einzige aktive Scout.

piPOIAlert: Es geht auch offline

Nach dem Start der App erscheint am Display ein Kompass, dessen Richtungspfeil in Fahrtrichtung zeigt. Der Alarmbereich (Radius) lässt sich in den Einstellungen festlegen. piPOIAlert bezieht seine Daten weder online noch in Echtzeit. Daher muss die POI-Datenbank erst per Hand aufs Smartphone installiert werden, bevor die App vor einem Blitzer warnen kann. Das geschieht in drei Schritten:

  • Kostenloser Download der Blitzer von der Seite www.navifriends.com (Registrierung).
  • Konvertieren in ein für piPOIAlert verständliches Format. Das erledigen Sie blitzschnell online auf der Seite tinyurl.com/amb27qt. Hier gibt es zudem eine detaillierte Beschreibung.
  • Kopieren der Datei auf das Smartphone. Die Blitzerdaten sind zwar nicht brandaktuell, dafür braucht man aber auch nicht ständig online zu sein. Für die mobilen Blitzer gilt, dass es sich dabei um solche Stellen handelt, an denen häufig mobile Blitzer stehen.

RadAlert: Warnt auch per E-Mail

Der Service von RadAlert ist kostenlos. Eine Registrierung auf der Webseite www.radalert.de ist daher nur dann notwendig, wenn man selbst Blitzer melden möchte. Die Darstellung der Blitzer erfolgt in einer Liste oder auf einer Karte.

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Die App RadAlert bietet neben der Kartendarstellung eine übersichtliche Listenfunktion der Blitzer.

In den Einstellungen der App lässt sich festlegen, ab wie viel Metern vor einem Blitzer die Warnung erfolgen soll. Ein besonderer Service ist die Warnung via E-Mail. Das lässt sich auf der Webseite nach erfolgter Registrierung bequem einrichten.

Radardroid Lite: Nicht nur für Deutschland geeignet.

Die App gibt es wie das "Lite" im Namen vermuten lässt auch als Pro-Version für 8,99 Euro. Dann erfolgt beispielsweise das Update der Datenbank automatisch. Bei der Lite-Version dagegen muss man die Aktualisierung selbst laden. Radardroid ist mehrsprachig und unterstützt sehr viele Länder darunter auch Deutschland. Nachdem das gewünschte Land für die Blitzerdatenbank angegeben wurde, lädt das Programm diese direkt ins Smartphone. Leider erfolgt keine automatische Aktualisierung. So muss man daran denken, in gewissen Zeitabständen die Datenbank zu aktualisieren.

Trapster: Das Multitalent gibt es für viele Gerätetypen.

Für fast alle Plattformen von iOS über Android, Windows Phone, BlackBerry, Symbian, PalmOS bis hin zu den PKW-Navis von Garmin und TomTom bietet Trapster die passende Datenbank weltweit registrierter Blitzer an. Auch hier ist für das Melden von Blitzern die Registrierung auf der Webseite des Herstellers notwendig. Nach eigenen Angaben sind weltweit mehr als 18 Millionen Mitglieder bei Trapster registriert. Die veraltete Blitzerliste (siehe Screenshot) zeigt allerdings, dass diese Zahl kein Garant für Aktualität ist.

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Obwohl die Datenbank aktuell geladen wurde, zeigt Trapster leider nur veraltete Blitzerstandorte.

Die App zeigt auf der Kartenansicht einen Punkt, der der Fahrtrichtung folgt. Die Ausrichtung der Kartenansicht erfolgt wahlweise in Fahrtrichtung oder permanent in Richting Norden. Zudem erscheint die aktuelle und die maximal erlaubte Geschwindigkeit am Display. Eine Überschreitung wird optisch angezeigt. Fest installierte Blitzer kennt die App. Die Zuverlässigkeit vor tatsächlich vorhandenen mobilen Blitzern zu warnen, ist wie bei allen anderen Apps von der Mitarbeit der registrierten Mitglieder abhängig.

Ihr gutes Recht

Im Internet kann sich jeder Blitzer-Apps herunterladen, die vor Radarfallen warnen. Doch dürfen Autofahrer diese auch während der Fahrt benutzen?

  • Blitzerwarner

Nach Straßenverkehrsordnung (§ 23 StVO) ist es dem Fahrer eines Kraftfahrzeuges untersagt, ein technisches Gerät zu betreiben oder betriebsbereit mitzuführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsüberwachungen.

Dies wäre eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 49 StVO. Wer als Führer eines Kraftfahrzeuges verbotswidrig ein technisches Gerät zur Feststellung von Verkehrsüberwachungsmaßnahmen betrieben hat oder betriebsbereit mitführt erhält derzeit in Flensburg vier Punkte und muss 75 Euro Strafe zahlen.

  • Mitfahrer

Nach strenger juristischer Auffassung ist das Verbot eindeutig. Als betriebsbereit gilt ein Gerät immer dann, wenn man es jederzeit während der Fahrt ohne größere technische Vorbereitung einsetzen könnte. Das ist auch der Fall, wenn man das Gerät vor einer Kontrolle schnell ausschaltet. In der StVO § 23 wird nicht erwähnt, ob das Verbot auch für Mitfahrer gilt.

Logisch wäre das, denn der Fahrer darf nach StVO § 23 das Handy während der Fahrt nicht benutzen. Und man kann es als "Mitführen" betrachten, wenn sich ein solches Gerät im Auto befindet. Einige Juristen sind jedoch der Meinung, dass das Verbot Blitzer-Apps zu nutzen, für Beifahrer ungültig ist.

Blitzer-Apps im Ausland -Das kann teuer werden

Wer auf seinem Smartphone im Auto während der Fahrt eine Blitzer-App aktiv nutzt, muss sich also darüber im Klaren sein, dass er dafür gesetzlich belangt werden kann.

Vor der Fahrt ins Ausland sollte man sich über die Regelungen informieren. Es gibt kein einheitliches EU-Recht, sodass die Rechtslage auch in europäischen Ländern unterschiedlich ist. Beispielsweise gibt es in der Schweiz rigorose Verbote. Dort ist sowohl die Einfuhr, der Verkauf und die Weitergabe von Geräten oder Vorrichtungen verboten, die behördliche Kontrollen des Straßenverkehrs erschweren können. Die Strafe ist in diesem Falle Bußgeld. Weitere Infos erhalten Sie im Internet unter:

Experten-Meinung

In den letzten Wochen bin ich viele Kilometer in und um München mit dem PKW gefahren - immer mit Smartphone und aktiver Blitzer-App. Meine Erfahrungen sind ernüchternd. Während die Apps so gut wie alle fest installierten Blitzer kennen, sieht das bei den mobilen Blitzern - also die Blitzer, die tagesaktuell an verschiedenen Punkten aufgestellt werden - anders aus.

Hier fühlte ich mich nie so richtig informiert. Es kommt eben darauf an, wie viele für die jeweiligen Apps registrierte Anwender aktiv sind und wie gut der Betreiber des Dienstes die Daten pflegt. Ich kann daher nur empfehlen: Fuß vom Gas und an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten.

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