Erste Hilfe für den PC

RettungsCDs von BitDefender, F-Secure, AVG

Scannen mit BitDefender

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Um den Computer mit der BitDefender Live-CD zu scannen, sind zwei Befehle - wie bei allen anderen Antiviren-Programmen auch - wichtig:Signaturen updaten und den Scan starten.

Mit der BitDefender-CD können Sie den Rechner aus Sicherheitsgründen ebenfalls nach Viren durchsuchen. Genauso wie vier Augen mehr als zwei sehen, finden zwei Virenscanner mehr als einer. BitDefender gibt es aktuell nur in englischer Sprache. Der Bootvorgang ist ähnlich einfach zu Kaspersky. Auch für BitDefender benötigen Sie einen Internetzugang sowie einen DHCP-Server, wenn Sie die Virendefinitionen aktualisieren wollen.

Nach dem Booten lassen Sie zunächst die Oberfläche starten. Nach dem Start der Oberfläche sollten Sie zunächst über den Menüpunkt Update Signatures auch hier die Virendefinitionen aktualisieren lassen. Nach erfolgreicher Aktualisierung können Sie über Start Scanner den Suchvorgang starten. BitDefender erkennt leider nicht alle Festplatten, sodass Sie unter Umständen mit der CD nicht alle Computer scannen können.

F-Secure Live-CD

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Das Begrüßungsfenster der englischsprachigen F-Secure Rettungs-CDweist darauf hin, dass das Löschen von Viren Windows unter Umständen gar nicht mehr starten lässt.

Die F-Secure Live-CD laden Sie als Zip-Datei herunter. Nach dem Download müssen Sie die Datei entpacken und ebenfalls die ISO-Datei brennen. Anschließend können Sie den Computer mit der CD booten. Der Ablauf dabei ist ähnlich zu anderen Live-CDs. Die Oberfläche ist allerdings weit weniger komfortabel.

Nach dem Booten erscheint ein Begrüßungsbildschirm.

Da es bei F-Secure keine Mausunterstützung gibt, drücken Sie die Taste [N], damit der Assistent zur nächsten Seite wechselt. Hier lädt F-Secure zunächst aktuelle Definitionsdateien herunter. Daher benötigt auch diese CD eine Internetverbindung. Nach 10 bis 15 Minuten ist die Aktualisierung abgeschlossen und Sie können mit dem Scanvorgang beginnen:

Auf der nächsten Seite müssen Sie zunächst die Lizenzbedingungen akzeptieren. Dazu drücken Sie die Eingabetaste, wählen dann per Pfeiltaste I Agree und drücken dann noch mal die Eingabetaste. Auf der nächsten Seite bestätigen Sie Start Scan mit der (Eingabetaste), und der Scanner beginnt mit seiner Arbeit.

AVG-Rettungs-CD

Starten Sie den Computer mit der AVG-Rettungs-CD oder mit einem durch UNetbootin erstellten USB-Stick, müssen Sie zunächst die Aktualisierung der Defintionsdateien bestätigen. Anschließend müssen Sie im Hauptmenü die Partitionen auswählen, welche die CD durchsuchen soll. Die CD ist nicht so einfach zu bedienen wie Kaspersky, da es keine grafische Oberfläche gibt, sondern Sie sich im textbasierten Menü durchhangeln müssen.

Mit etwas Übung stellt der Scanvorgang aber weder über CD noch bootfähigen USB-Stick ein Problem dar. Nur wenn die CD die internen Datenträger nicht erkennt, sollten Sie eine andere Rettungs-CD verwenden, da die Einbindung zusätzlicher Treiber Linux-Wissen voraussetzt.

Multiboot mit USB-Stick einrichten

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Die interne Festplattennummer des USB-Sticksfinden Sie unter Windows mit den Befehlen diskpart und list disk. Achten Sie darauf, dass der USB-Stick richtig angeschlossen ist, da er gelegentlich sonst nicht erkannt wird.

Wollen Sie von einem USB-Stick mehrere Systeme starten können oder unterschiedliche Rettungs-CDs einbinden, die standardmäßig keinen Bootvorgang über USB unterstützen, wie zum Beispiel die beliebte Ultimate Boot CD, benötigen Sie auf dem Stick zunächst das FAT32-Format. Formatieren Sie den Stick dazu neu. Als nächstes richten Sie den USB-Stick mit Grub4DOS ein.

Sie finden den Download über die Seite http://gna.org/projects/Grub4DOS . Für die Einrichtung müssen Sie kein Linux-Profi sein. In unserem Downloadbereich können Sie mit dem Installer eine grafische Oberfläche für Grub4DOS herunterladen. Für die Einrichtung benötigen Sie die interne Festplattennummer des USB-Sticks auf dem Computer.

Rufen Sie dazu zunächst die Befehlszeile auf und geben Sie diskpart ein. Mit dem Befehl list disk lassen Sie alle Festplatten im System anzeigen. Den USB-Stick erkennen Sie an dessen geringer Größe. Merken Sie sich die Nummer des USB-Sticks.

Nach dem Download der grafischen Oberfläche für Grub4DOS starten Sie das Tool durch Doppelklick auf grubinst_gui.exe. Aktivieren Sie bei Device Name die Option Disk und wählen Sie die Festplattennummer aus, die Sie per Diskpart ausgelesen haben. Auch hier sehen Sie nochmal die Größe des USB-Sticks. Weitere Einstellungen müssen Sie nicht vornehmen. Klicken Sie anschließend auf Install.

Im Anschluss kopieren Sie alle Dateien von Grub4DOS in das Stammverzeichnis des USB-Sticks. Damit sind nicht die Dateien der grafischen Oberfläche gemeint, sondern die Systemdateien des eigentlichen Bootloaders, den Sie heruntergeladen haben.

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