Foto-Toolkit

Bildbearbeitung: Tools für Fotografen

Die richtigen Foto-Tools für Bildanpassung, Aufnahmeoptimierung und Weiterverarbeitung sparen Zeit und schonen die Nerven. Wir haben Top-Tools zusammen getragen - die meisten davon sind gratis.

Bildbearbeitung: Tools für Fotografen

© Susanne Rupp

Bildbearbeitung: Tools für Fotografen

Wer sich mit Bildbearbeitung beschäftigt, denkt in erster Linie an die großen und teuren Retuscheprogramme wie Adobe Photoshop, Ulead Photo Impact oder Corel Paint Shop Pro. Doch nur um auf die Schnelle die neuesten Digitalaufnahmen zu begutachten, eine Handvoll Fotos zu drehen oder ein paar Bilder als Diashow zu präsentieren, sind die Programme viel zu überladen. Allein der Programmstart dauert eine Ewigkeit. Greifen Sie deshalb besser zu weniger überladenen Tools, die überschaubar und kompakt nur die wirklich benötigten Funktionen bereitstellen.

Bildbetracher als Pflichtprogramm

Ein Tool, das Sie in jedem Fall benötigen, ist ein vernünftiger Bildbetrachter wie XnView 1.90.3. Das für Privatnutzer kostenlose Programm hat sich vor allem als Schnellbetrachter mit Multiformatfähigkeit einen guten Namen gemacht. Die mehrsprachige Freeware liest Bilder in über 400 Formaten und stellt Ihnen beim Speichern mehr als 40 Dateitypen zur Wahl. Mit dem Programm lassen sich Verzeichnisse mit Grafikdateien durchblättern, Fotos anzeigen, als Diashow am Monitor vorführen, konvertieren und mehrere Bilddateien in einem Rutsch umbenennen. Mit der Funktion 'Webseite erstellen' fasst XnView Bilder auf einer HTML-Seite zusammen.

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© Susanne Rupp

Als universeller Bildbetrachter ist XnView erstklassig, denn das Tool öffnet praktisch jede Fotodatei

Die Oberfläche ist in mehrere Bereiche unterteilt. In der oberen Hälfte des Programmfensters wählen Sie Laufwerk und Ordner aus, XnView zeigt daraufhin die im jeweiligen Verzeichnis abgelegten Grafiken als Vorschaubilder an. Ein Klick auf ein Bild öffnet die Originalgrafik in der unteren Fensterhälfte. Informationen zum Aufnahmedatum, der Bildgröße und den Kameraeinstellungen lassen sich beim Umbenennen und bei der Albumerstellung aus den EXIF-Daten der Kamera einfügen. Professionelle Nutzer wissen die Unterstützung von ITPC-Beschreibungsfeldern aus Bilddatenbanken zu schätzen.

Gute Alternativen zu XnView sind der Oldie IrfanView und das in der aktuellen Version stark verbesserte FastStone Image Viewer 3.0. Mit Hotkeys arbeiten Sie in allen drei Utilities ohne umständliche Mausaktionen besonders schnell. Ratsam ist es, etwas Zeit in die individuelle Konfiguration der Tools zu investieren. Bildbetrachter der aktuellen Generation bieten nämlich umfassende Möglichkeiten, die Arbeitsumgebung an die persönlichen Erfordernisse anzupassen.

Bilder auf dem Leuchttisch

Fotoarchivierer helfen Ihnen, Bilder zu sichten, zu sortieren und umzubenennen - und zwar noch bevor es an die Bildbearbeitung geht. Wer später gezielt nach einem Bild sucht, wird diese Vorzüge schnell schätzen. Mit der von Google kostenlos angebotenen Album-Software Picasa 2.6 bringen Sie ohne großen Aufwand Ordnung in Ihre digitalen Bildersammlungen und können Motive sogar überarbeiten. Das spart in vielen Fällen den Start der Bildbearbeitungs-Software ganz.

Die Oberfläche ist in ansprechendem Grau gehalten, elegant und übersichtlich. Für die Auswahl der Motive bedient sich Picasa einer Kombination aus Leuchtpult und einer Art Zeitleiste, auf der alle Fotos angeordnet sind und über die Sie schnell auf bestimmte Bilder zugreifen. Der Import von Bilddateien erfolgt direkt von der Digitalkamera oder von Festplatte. Sie können die Fotos mit einfachen Bearbeitungsfunktionen - zum Beispiel Rote Augen entfernen, Farbkorrektur und Kontrastanpassung - überarbeiten und außerdem drucken, per Mail versenden, als Diashow ausgeben oder in Fotoalben speichern. Das Gratis-Tool geht auch bei großen Bildverzeichnissen nicht in die Knie und findet Motive etwa mittels Schlüsselwörtern. Auf Wunsch scannt die Software Festplattenverzeichnisse und zeigt die Miniaturen der Bilddateien.

Digitalaufnahmen bearbeiten

Gleich eine ganze Reihe empfehlenswerter Tools unterstützen Sie bei der Bearbeitung und Optimierung von Fotos. Das vollwertige Bildbearbeitungsprogramm PhotoFiltre 6.2.7 integriert über 100 Effektfilter und beherrscht neben den verbreiteten Bildformaten JPG, BMP, PNG und TIF auch die Dateiformate von Photoshop und Paint Shop Pro. Im Menü Werkzeuge aktivieren Sie den Foto-Bowser, der anschließend im unteren Fensterbereich erscheint und alle Bilder eines ausgewählten Ordners als kleine Vorschaugrafiken gezeigt. Mit einem Doppelklick übernehmen Sie ein Bild in den Arbeitsbereich, wobei Sie auch mehrere Bilder gleichzeitig bearbeiten können. Die Fenster lassen sich zur besseren Übersicht horizontal oder vertikal nebeneinander anordnen. Die Palette der Zeichenwerkzeuge ist für die meisten Einsatzgebiete ausreichend. Mit zusätzlichen Plug-ins lässt sich der Funktionsumfang erweitern, etwa um ein Screenshot-Modul.

Fotos im Web ausstellen

Platz, um online Bilder abzulegen und auszustellen gibt es jede Menge: Am einfachsten ist es, Fotoaufnahmen auf einer eigenen Homepage zu präsentieren. Für den Web-Export reicht oft sogar ein kostenloser Bildbetrachter aus, denn populäre Programme wie XnView und IrfanView verfügen über eine Funktion zum Anfertigen von Internet-Fotoalben. Weitergehende Möglichkeiten zur Gestaltung ansprechender Web-Albumseiten bietet das kostenlose JAlbum 7.1. Eine Besonderheit versteckt sich hinter dem Punkt Diavorführung starten, den Sie bei der Albumerstellung aktivieren können. Ist er eingeschaltet, kann sich der Betrachter eine Präsentation aller Motive wie bei einer Diashow in einem Fotoprogramm vorführen lassen. Neben allen wichtigen Grafikdateiformaten unterstützt JAlbum auch die gebräuchlichsten Videoformate AVI, MPG und WMV.

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© Susanne Rupp

Das kostenlose JAlbum 7.1 demonstriert, wie vielseitig und dennoch einfach die Erstellung von Web-Alben sein kann

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