Bildbearbeitung: Bildmontage

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Sie wollen einfach so zum Spaß Objekte an andere Orte verfrachten. Dazu müssen Sie kein High-End-Profibildbearbeiter sein. Auch mit einfachen Mitteln lässt sich auf die Schnelle einiges "zusammenzimmern".

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© Michael Gradias

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Fremdkörper

Sie wollen einfach so zum Spaß Objekte an andere Orte verfrachten. Dazu müssen Sie kein High-End-Profibildbearbeiter sein. Auch mit einfachen Mitteln lässt sich auf die Schnelle einiges "zusammenzimmern".

Falls Sie Fotos haben, bei denen Sie nicht wissen, was Sie damit anfangen sollen, probieren Sie doch einmal aus, ein neues - ganz anderes - Bild daraus zu machen. So haben wir in unserem Fall zwei ganz unbedeutende Bilder ausgesucht: eine recht langweilige Landschaft mit viel leerem Raum und eine Statue, bei der der Hintergrund sehr störend wirkt. Beide Fotos entstanden mit einer recht einfachen kompakten Digitalkamera. Damit eine halbwegs ordentliche Montage entstehen kann, müssen Sie aber beachten, dass die verwendeten Fotos in etwa zusammenpassen. Strahlte bei einem Bild die Sonne, während es beim zweiten Foto regnete, wird kein halbwegs glaubhaftes Ergebnis entstehen können. Auch der Schattenverlauf sollte ungefähr stimmen, ebenso wie die Perspektive. Bei Kontrast oder Farbstichen brauchen Sie sich dagegen keine Gedanken zu machen - die lassen sich nachträglich leicht anpassen.

Um aus den beiden Fotos eins zu machen, wollen wir Photoshop Elements 4 verwenden. Das Programm ist preisgünstig und ziemlich weit verbreitet. Es verfügt aber über alle wichtigen Werkzeuge, um auch komplexe Aufgabestellungen erledigen zu können. Laden Sie beide Fotos. Zuerst soll das Statuen- Bild bearbeitet werden. Hier müssen die Figuren vom Hintergrund getrennt werden.

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Zwei wenig ansehnliche Fotos sollen zu einem neuen Ergebnis zusammengefügt werden

Masken erstellen

Zum Freistellen der Figuren markieren Sie ein Gebiet. In der Werkzeugleiste finden Sie diverse Werkzeuge zur Auswahlerstellung. So gibt es Funktionen, um rechteckige oder runde Auswahlbereiche zu erfassen. Der Zauberstab fügt Bereiche mit ähnlichen Farbtönen zu einer Auswahl zusammen. Für unsere Aufgabenstellung ist allerdings das Polygon-Lasso am besten geeignet, da die Figuren eine unregelmäßige Form haben und der Zauberstab hier auch nicht weiterhelfen kann. Beachten Sie, dass in der Optionsleiste die Glätten-Option aktiviert ist, damit bei Schrägen kein unschöner Treppeneffekt entstehen kann.

Stellen Sie den Darstellungsmodus auf 100 Prozent ein. So sind auch Details gut erkennbar. Sie stellen die neue Darstellungsgröße am schnellsten ein, wenn Sie doppelt auf die Schaltfläche mit dem Lupensymbol in der Werkzeugleiste klicken. Alternativ dazu lässt sich der gewünschte Zoomwert auch im Eingabefeld links unter der Arbeitsfläche eintippen.

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Einer geeignete Darstellungsgröße ist wichtig, damit auch Details gut zu erkennen sind

Es lässt sich nicht vermeiden, dass nun ein wenig Arbeit auf Sie zukommt. Sie müssen die Konturen der Figuren Stück für Stück mit der Maus abfahren, um die Auswahl zu definieren. Da das Polygonlasso nur gerade Linien erzeugt, müssen Sie die Punkte entsprechend eng aneinandersetzen, um runde Formen zu erhalten. Klicken Sie an allen Stellen, an denen die Form ihre Richtung ändert, einmal mit der linken Maustaste, um ein neues Verbindungsstück zu erzielen. Falls Sie sich zwischendurch vertun, drücken Sie einfach die Rückschritt-Taste, um den zuletzt gesetzten Punkt wieder zu löschen.

Je genauer Sie den Umriss abfahren, umso mehr Zeit nimmt dies in Anspruch - dafür sieht das Ergebnis anschließend aber professioneller aus. Hier müssen Sie für sich selbst einen sinnvollen Kompromiss finden. Wenn Sie an den Rand des Fensters gelangen, wird automatisch der sichtbare Teil des Bilds weitergescrollt. Beim Sockel der Figuren haben wir etwas geschummelt. Da im Vordergrund Blumen hineinragen, wurde einfach eine Reihe Steine weniger in die Auswahl aufgenommen.

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Störende Linien werden einfach nicht mit in die Auswahl aufgenommen

Arbeiten Sie sich so weiter voran, bis der Punkt der Figuren erreicht ist, wo Sie mit dem Punktesetzen begonnen haben. Ein kleiner Kreis zeigt an, wo die Auswahl geschlossen wird. Alternativwird die Auswahl auch mit einem Doppelklick geschlossen. Dabei verbindet Elements automatisch den zuletzt gesetzten Punkt mit dem Startpunkt.

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Die Figuren sind einmal rundherum abgefahren

Auswahl korrigieren

Nun sind noch einige Bereiche aus der Auswahl zu entfernen, die nicht in die Auswahl gehören. Zum Beispiel scheint zwischen den Beinen des Mannes noch der Hintergrund durch. Um Teile der Auswahl aufzuheben, muss in der Optionsleiste die Schaltfläche Von Auswahl abziehen aktiviert werden. Suchen Sie dann im Bild nach den Stellen, wo Teile in der Auswahl vorhanden sind, die dort nicht hingehören. Die wenigen verbleibenden Stellen, wo an der Unterkante des Auswahlbereichs nur Blumen in die Auswahl ragen, werden mit dem Kopierstempel korrigiert. Stellen Sie dafür eine geeignete Werkzeugspitzengröße ein. In unserem Fall sind 20 Pixel eine gute Wahl. Damit die Retusche nicht auffällt, sollten Sie eine Werkzeugspitze mit weich auslaufendem Rand verwenden.

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Innerhalb des Auswahlbereichs werden ein paar Stellen mit dem Kopierstempel ausgebessert

Zusammenmontieren der Bilder

Nun soll aus zwei Bildern eins werden. Klicken Sie dazu in der Werkzeugleiste doppelt auf die Schaltfläche mit dem Handsymbol, um die Ansichtsgröße des Bilds so zu ändern, dass das Foto vollständig im Arbeitsfenster zu sehen ist. Ordnen Sie anschließend beide Ausgangsfotos nebeneinander oder untereinander im Arbeitsbereich an. Dies erreichen Sie am schnellsten mit der Schaltfläche Fenster automatisch anordnen, die Sie in der Kopfzeile des Arbeitsfensters finden. Rufen Sie wieder ein Auswahlwerkzeug auf. Klicken Sie in die Auswahl. Wenn Sie danach die [Strg]- und die [Alt]-Taste drücken, lässt sich der Auswahlbereich samt Bildinhalt per Drag & Drop in das andere Bild ziehen. Sie sehen dann ein Pluszeichen neben dem Mauszeiger. Nach dem Loslassen der linken Maustaste wird der Inhalt in das andere Bild kopiert. Passen Sie die Darstellungsgröße des Montagebilds so an, dass es vollständig im Fenster zu sehen ist.

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Der ausgewählte Bereich wird per Drag & Drop in das andere Bild gezogen

Anpassungen der Bilder

Um Größe und Position der eingefügten Figuren anzupassen, rufen Sie die Tastenkombination [Strg-T] auf. Klicken Sie innerhalb des Markierungsrahmens und ziehen Sie die Ebene der Figuren auf die gewünschte neue Position. Durch Versetzen der Eckmarkierungspunkte skalieren Sie die Ebene - das ist bei unserem Beispiel zufälligerweise nicht notwendig.

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Zum Anpassen der beiden Bilder wird der Tonwertumfang gesenkt

Zum Abschluss reduzieren Sie den Kontrast der Figuren noch ein wenig, damit sie zum Gesamtbild passen. Damit die Hintergrundebene davon nicht betroffen ist, klicken Sie im Ebenen-Palettenfenster die Figurenebene mit gedrückter [Strg]-Taste an.

So erzeugen Sie am leichtesten eine Ebenenmaske. Rufen Sie aus der Kopfleiste des Ebenen- Palettenfensters die Einstellungsebenenoption Tonwertkorrektur auf. Geben Sie für den Tonwertumfang beispielsweise die neuen Werte 30 und 225 ein. So wird der Kontrast im Bild gesenkt.

Mit diesen wenigen Arbeitsschritten ist die einfache Montage fertig gestellt. Die Skulptur steht auf der grünen Wiese.

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