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Backup im Web: Richtig sichern

Zusätzliche Speicher im Internet sind eine clevere Lösung für Daten-Backups, zum Sharing von Dokumenten oder als digitales Zwischenlager. Wie Sie den Extraspeicher nutzen, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

  1. Backup im Web: Richtig sichern
  2. Teil 2: Backup im Web: Richtig sichern
Speicherplatz im Web

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Der Anwender speichert Daten über das Internet auf eine Festplatte. Über Verzeichnisfreigaben greifen andere Personen auf die Daten zu.

Der Verlust von Daten ist heute das Problem Nr. 1 im Computerbereich. Fotos, Dokumente und Rechnungen werden von vielen Anwendern digital gespeichert und bei Bedarf von einer Festplatte oder einem Wechselmedium wie DVD auf den Bildschirm gezaubert. Um dem Datenverlust vorzubeugen, sind Backups unbedingt notwendig. Dank günstiger Preise für externe Festplatten oder NAS-Laufwerke, sind Datensicherungen heute eine einfache und bequeme Angelegenheit. Mithilfe von Backup-Software ist die Sicherung der Daten schnell automatisiert. Damit ist man bei einem Hardware-Problem vor einem Datenverlust abgesichert.Was aber tun, wenn Rechner und Backups bei einem Brand oder einem Unwetter beschädigt werden? In diesem Fall sind die Daten futsch. Hier wäre es von Vorteil, noch eine Kopie dezentral gespeichert zu haben. Online-Festplatten sind an dieser Stelle eine kostengünstige Lösung. Dazu meldet sich der Anwender bei einem Online-Dienst an und speichert seine Daten zusätzlich per Internet auf einem Server. Sollten Rechner, das Backup auf einer externen Festplatte oder ein Laptop beschädigt werden, steht eine zusätzliche Kopie im Netz zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil: Der Zugriff auf die Backups ist online von jedem Rechner möglich. Man kann Arbeitsdaten im Büro auf den Server kopieren und in einer Zweigstelle oder zu Hause da-rauf zugreifen.

Unterschiedliche Ansätze

Die Angebote für Online-Speicher verfolgen grundsätzlich zwei verschiedene Ansätze: Auf der einen Seite gibt es Services, die sich nur um das Backup kümmern und die betreffenden Daten speichern. Dabei schreibt ein Client die Daten im Hintergrund auf die Festplatte im Web. Der Anwender muss sich dabei um nichts kümmern und hat immer ein aktuelles Backup im Netz. Nach der Installation, wird die Platte bzw. werden die Verzeichnisse für das Backup definiert und der Transfervorgang wird gestartet. Als Zusatzfunktionen bieten die Clients auch die automatische Suche nach bestimmten Dateitypen (z.B. Word), die das Tool dann in das Backup einbezieht. Der Capstore-Client speichert auf Wunsch automatisch Outlook-Nachrichten im Postfach des Anwenders.Die zweite Variante des Online-Speichers sind Festplattenspeicher im Internet. Da-rauf kann der Anwender nach eigener Wahl Daten ablegen oder Backups speichern. Das funktioniert in der Regel mithilfe eines Desktop-Clients. Nach der Installation steht die Online-Festplatte als Laufwerksbuchstabe oder Verzeichnis im Windows-System zur Verfügung. Per Windows-Explorer oder auch aus einer Anwendung heraus lassen sich Daten auf der Online-Festplatte speichern oder davon laden. Einige Clients transferieren die Daten direkt über eine Online-Verbindung auf die Festplatte im Netz. Andere Systeme (z.B. DropBox) nutzen ein lokales Verzeichnis und gleichen nur im Hintergrund die Daten ab. Negativ: Bei dieser Methode gibt es praktisch keinen zusätzlichen Festplattenplatz. Das in den Einstellungen definierte Verzeichnis auf dem lokalen Laufwerk wird mit der Festplatte im Netz synchronisiert. Positiv: Die automatische Synchronisation mit mehreren Rechnern ist sehr einfach.

Speicherplatz im Web

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Daten transferiert man bei Backblaze auf einen Server im Netz - dort werden die Backups verwaltet.

Capstore Carbonite Backblaze Mozy
Web-Adresse: www. capstor.com carbonite-backup.de backblaze.com mozy.com
Anbieter Capstore Carbonite Backblaze Decho Corp.
Standort Deutschland Deutschland USA USA
Preis ab 9,95 Euro pro Monat 49,95 pro Jahr 5 US-Dollar pro Monat/50 US-Dollar pro Jahr Homeversion kostenlos, 3,95 US-Dollar pro Monat plus 0,50 US-Dollar pro GByte
Speicher minimal 3 GByte unbegrenzt unbegrenzt 2 GByte
Speicher maximal 500 GByte unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
Desktop-Client Windows/Linux/MacOSX ja/nein/nein ja/nein/nein ja/nein/nein (1) ja/nein/ja
Zugriff per Webbrowser nein nein ja ja
Sichere Übertragung Ja (SSL) Ja (SSL) Ja (SSL) Ja (SSL)
Verschlüsselung 128 Bit AES Blowfish/DES ja 256 Bit AES/448 Bit Blowfish
Versionierung ja (max. 99) k.a. ja ja

(1) in EntwicklungStand: 21.1.2009

Bezahlte Vorteile

Den freien Angeboten bei Festplattenspeicher im Netz, stehen kostenpflichtige Services entgegen. Die Frage steht im Raum: Warum bezahlen, wenn man Speicher kostenlos haben kann? Die Bezahlangebote bieten Zusatzfunktionen, die man bei den kostenlosen Online-Festplatten nicht nutzen kann. Ein wichtiger Grund ist die Ausfallsicherheit der Festplatten des Anbieters. Die Anbieter setzen dabei spezielle Systeme ein, die mehrfach die Daten der Online-Festplatten im System spiegeln. Dies soll sicherstellen, dass der Anwender immer garantierten Zugriff auf seine Daten hat. Für den Spiegelvorgang benutzen die Anbieter verschiedene Standorte, um die Sicherheit noch zu erhöhen.

Ein weiterer Punkt ist der Schutz vor Datendiebstahl. Dazu haben die Anbieter für Online-Backups eine Verschlüsselung integriert. Die Daten werden vor der Übertragung mit einem sicheren Algorithmus verschlüsselt und dann vom Client auf die Online-Festplatte geschrieben. Dabei gibt der Anwender das Passwort bzw. den Key selbst vor. Bei Datendiebstahl sind die Daten so stark verschlüsselt, dass die Diebe damit nichts anfangen können. Der Versuch den Code zu brechen, dauert in der Praxis einfach zu lang.Eine nützliche Funktion ist die Versionierung. Das Backup-System merkt sich die Änderungen im System und sichert Backups in Versionen. Das funktioniert ähnlich wie bei der Systemwiederherstellung von Windows. Der User kann das Backup von einem speziellen Tag und einer bestimmten Version wiederherstellen. Speziell beim Test von Programmen ist das von Vorteil - funktioniert das Programm nicht, wechselt man auf die letzte Installation zurück.Viren-Scanner besitzen die Online-Backups nicht. Das hat einen praktischen Grund: Die Daten für das Backup werden auf dem Client-Rechner schon verschlüsselt. Damit ist das Scannen der Daten auf dem Server nicht mehr möglich. Die ursprünglichen Daten sind durch den lokalen Virenschutz des Anwender sicher.Beim Rückspielen eines Backups haben die Anbieter unterschiedliche Methoden. Es gibt immer die Möglichkeit, mit dem mitgelieferten Client die Daten auf den Rechner zurückzuschreiben. Der Zugriff per Webbrowser ist bei Backblaze und Mozy integriert. So kann der Anwender jederzeit ohne den Client mit einem Webbrowser auf die Daten zugreifen. Alternativ verschickt Backblaze auf Wunsch die Daten auf einer DVD.

Datensicherung im Web

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Neben Datenspeicher und Sharing mit anderen Anwendern, verbindet Wuala seine Online-Festplatte mit einem Social Network, über das man bequem Daten…

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