Heimkino-Installation

B&O-Luxusvilla: Leben im Entertainment-Haus

Ein Riesen-TV, ein nobles Heimkino und alles top vernetzt: Ivo Petrov hat sich seinen Traum eines Entertainment-Hauses verwirklicht. Wir haben die Luxusvilla besucht und waren beeindruckt, wie smart es sich heute schon wohnen lässt.

Smartes Wohnen

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Smartes Wohnen

Seen in Oberbayern entsprechen oft genau dem Bild, das Touristen vom Freistaat im Süden haben: die Alpen entfernt im Hintergrund und daneben ein Ort, an dem die Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Liebevoll gepflegte traditionelle Häuser mit verzierten Giebeln, Holzfenstern und zuweilen eine verschnörkelte Aufschrift wie "Urlaubspension Hildegard".

Dazwischen steht man vor dem Haus von Ivo Petrov und denkt an vieles, aber nicht an bayerische Traditionen: eine schwarze Außenfassade, eine riesige Fensterfront, ein Balkon mit Glasgeländer und ein massives Metalltor, das Besucher in die riesige Einfahrt und den mit Steinen dekorierten Garten führt. Stattdessen kommt einem in den Sinn: Welches High-Tech-Heim mag sich hinter der Fassade wohl verstecken?

Ivo Petrov öffnet die Tür, sagt "Hallo, ich bin Ivo", bittet uns herein, und wir stehen auf einem Hochglanz- Steinboden. Über uns: lange nichts. Vor uns ein Aufzug, der hoch in den Wohnbereich führt. An einer Seite des Lifts sprießen Pflanzen. Komplett grün ist die Wand noch nicht, denn Ivo Petrov ist erst vor etwas mehr als vier Monaten eingezogen.

Modernes Entertainment-Haus

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Luxusvilla: Durch die riesige Glasfront kann die Sonne das Haus mit Licht durchfluten. Per Gira-Haussteuerung herrscht aber auch im Nu Dunkelheit.

Kino im Wohnzimmer

Ein Stockwerk höher: ein riesiger Raum, der Wohnzimmer, Küche und Esszimmer in einem ist. Hier hat alles mehr als ausreichend Platz: die Küche mit der frei stehenden Arbeitsfläche, eine lange Holztafel, an der auch große Familien genügend Platz finden, und ein Luxus-Plasma-Fernseher von Bang & Olufsen mit einer 2,15-Meter-Diagonale (85 Zoll), auf dem selbst der zwei Meter große Basketball-Star Michael Jordan ausgestreckt liegen könnte.

Heimkino: Planung und der richtige Raum

Der Gedanke, dass der TV etwas überdimensioniert ist, kommt in diesem Raum nicht auf. Dennoch: Läuft der BeoVision 4, erzeugt er echtes Kino-Feeling. Das liegt nicht nur an seinem gewaltigen und brillanten Bild. Andreas Klöser vom Bang & Olufsen Store in der Maximilianstraße in München hat hier ein komplettes Surround-Lautsprechersystem installiert. Vorne sind es ein Soundbar unter dem Fernseher sowie zwei Beo-Lab 5. Diese schwarzen Skulpturen erinnern mehr an einen Science-Fiction-Film als an einen Lautsprecher, erscheint ihr oberes Ende doch durch UFO-ähnliche Scheiben geteilt.

Bang & Olufsen Fernseher und Surroundsystem

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Der Bang & Olufsen-TV BeoVision 4 mit einer Bildschirmdiagonale von über zwei Metern und die Lautsprecher BeoLab 5 links und rechts davon sorgen für Bild und Ton in Perfektion.

Diese futuristische Form hat auch eine Funktion: Die runden Scheiben führen den Schall und breiten ihn in nahezu alle Richtungen aus. Das sorgt für ausgewogenen Sound an fast jeder Stelle und für einhüllenden Raumklang. Im Rückraum sitzen zusätzlich zwei Satelliten an der Wand. Auch diese strahlen in verschiedene Richtungen ab. Das Ergebnis ist ein voller Raumklang, der ein authentisches Mittendrin-Gefühl erzeugt - genauso wie man es sich wünscht, aber leider zu selten erlebt.

Ipad als Fernbedienung

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Zentrale Anlaufstelle zur Steuerung des Hauses. Eingerahmt ist das iPad von einem Launch Port, womit es sich an der Wand befestigen und laden lässt.

Für den Musikfan wartet auf dem TV-Rack ein BeoSound 5: der High-End-Streamer von Bang&Olufsen. Über ein Drehrad kann Ivo Petrov durch die Musiksammlung auf seinem Netzwerk-Speicher stöbern. Eleganter geht's kaum. Das funktioniert auch per iPad. In der Wohnung sind viele verteilt - an der Wand befestigt, wo sie geladen werden, aber von wo sie sich auch jederzeit mitnehmen lassen.

Heimkino: Akustische Optimierung

Diese iPads steuern nicht nur Bild und Ton, sondern das gesamte Haus. Jalousien runter, Licht aus oder etwas wärmer: ein Fingertipp genügt. Denn diese Villa ist mit Komponenten des Hausautomations-Spezialisten Gira vernetzt. Wenn Besucher sich an die iPad-Bedienung nicht richtig gewöhnen wollen: kein Problem, Schalter an den Wänden gibt es zusätzlich.

Heimkino-System

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Ein Kino zum Träumen: Hier findet man ausschließlich Juwelen der besten Hersteller.

Heimkino: Spielen erwünscht

Auch wenn sich Profis wie vom Bang & Olufsen Store um die Installation in seinem Haus gekümmert haben: Ivo Petrov legt gerne selbst Hand an und programmiert Befehle. Denn Technik und Hausvernetzung sind Hobbys des aufgeweckten 38-jährigen Besitzers. Ein Heimkino durfte deshalb im Haus nicht fehlen. 

Der erste Eindruck: Das gesamte Haus ist top durchdesignt. Doch hier findet man als einzige Möbel ein Hi-Fi-Rack und Sitzsäcke auf dem Boden. "Das hier ist, um Spaß zu haben", erklärt Ivo Petrov. Im Heimkino schaut er nicht nur Filme, sondern zockt auch Spiele. Außerdem würden Möbel nur stören, wenn seine Partnerin Sport zu einem Video treiben will. 

Heimkino: Der passende Beamer

Was hier für Heimkino-Feeling sorgt, ist vom Allerfeinsten: ein Surround-Set mit Lautsprechern der Schweizer Edelschmiede Piega plus ein exquisiter Subwoofer vom Spezialisten Velodyne, ein Blu-ray-Player sowie ein Verstärker vom britischen High-End-Hersteller Arcam. Dazu strahlt ein Epson-Beamer auf eine erstklassige Stewart-Leinwand. Hier kommen selbst Redakteure ins Schwärmen, die sich seit Jahren mit erstklassigen Heimkino-Produkten beschäftigen.

Die anderen Räume sind ebenso exquisit eingerichtet. Im Schlafzimmer fährt ein Bang&Olufsen-Fernseher per Knopfdruck aus der vermeintlichen Kommode. Im Bad spielen die Boxen in der Decke die Musik, die man vorher auf seinem iPad, iPhone oder iPod gewählt hat. In der Küche wartet ebenfalls ein Bang&Olufsen-Lautsprecher darauf, mit Musik versorgt zu werden. Wenn man ihn fragt, ob seine Partnerin mit all der Technik klarkommt, meint Ivo Petrov leicht schmunzelnd: "Nein, aber für was braucht sie mich denn sonst noch?"

Bad Entertainment Station

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Das iPhone nimmt im passenden Dock Platz und kann auf Wunsch Musik zu den Deckenlautsprechern schicken. Die Steuereinheit darunter kontrolliert das Dampfbad.

517 Pferdestärken

Hier hat sich ein Technikfan wahrlich seinen Traum vom vernetzten Haus erfüllt. Nicht weniger beeindruckt die Architektur: Alles wurde vor dem Bau in einem Programm täuschend echt simuliert und nach dem Vorbild umgesetzt. Alle Möbel sind dementsprechend nach Maß angefertigt.

Wenn wir schon bei Superlativen sind: 517 PS, V12-Motor, Cabrio. Bei solchen Daten geraten Sportwagen-Fans ins Schwärmen. Zu Recht, in der Garage von Ivo Petrov steht ein Aston Martin DBS - natürlich ausgestattet mit Sound von Bang&Olufsen.

Technikanlage

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Telefonanlage, Spannungsstabilisator, Netzwerk-Router und Heim-Server, alles an einem Platz

Das steckt dahinter

Ivo Petrov, Smart-Living Fan

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Besitzer Ivo Petrov ist begeistert von vernetzter Elektronik.

In einem eigenen Raum ist die Technik untergebracht. Hier befinden sich die Telefonanlage, der Spannungsstabilisator, der Netzwerk-Router und der Heim-Server von QNAP mit acht Einschüben und 24 GByte Speicherkapazität. Clever gelöst ist die Verteilung von Netzwerk-, Telefon- und Satelliten-TV-Signalen zu den einzelnen Räumen. Dafür sorgt ein System der Schweizer Firma BKS.

Wie auch in anderen Neubauten üblich, sind in den Wänden zu jedem Zimmer Ethernet-Kabel verlegt. Die Buchsen und Stecker unterscheiden sich jedoch beim BKS-System von herkömmlichen. Sie sind in vier Bereiche unterteilt, die jeweils unterschiedliche Signale führen können - also Telefon-, Sat-TV- oder Netzwerk-Daten. So lassen sich über ein Ethernet-Kabel etwa gleichzeitig Netzwerk-und TV-Signale übertragen.

Praxis: Unschöne Kabel einfach verstecken

Im Technik-Raum, wo mit Telefonanlage, Router und Sat-Verteiler die Quellen stehen, kann Ivo Petrov bestimmen, welche Signale in welchen Raum geschickt werden sollen. Diese Verkabelung ist zwar ein ganzes Stück teurer, doch sie bietet die Flexibilität, die Belegung jederzeit zu ändern oder zu einem späteren Zeitpunkt andere Quellen hinzuzufügen.

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