Virenscanner und PC Sicherheit

So schützen Sie sich mit Avira & Co vor Trojanern und schädlicher Software

Eine Infizierung durch Viren oder Trojaner haben für den Internetuser oft schwerwiegende Folgen. Der Verlust von persönlichen Daten und Dateien kann jedoch mit Virenscannern und Sicherheitsprogrammen wie Avira vermieden werden.

Virenscanner: Ist Ihr PC wirklich sicher?

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Virenscanner: Ist Ihr PC wirklich sicher?

Viren und Trojaner sind eine ständige Bedrohung für Internetnutzer. Eine Infizierung kann weitreichende Folgen haben: entwendete Passwörter, geplünderte Bankkonten oder der Verlust persönlicher Daten und Dateien können die Folge sein. Mit unseren Tipps und Schnelltests decken Sie mögliche Schwachstellen Ihres Systems schnell auf und beseitigen diese dauerhaft mit Hilfe diverser Virenscanner und Sicherheitssoftware.

Zweite Verteidigungslinie:der AVIRA DE-Cleaner

Leider bedrohen immer mehr Schadprogramme den PC. Selbst wer einen aktuellen Virenscanner verwendet, kann sich nicht sicher sein, denn kein Scanner erkennt alle Schädlinge. Deshalb ist es gut, wenn eine zweite Verteidigungslinie vorhanden ist. Einen zweiten Virenscanner zu installieren, ist dabei keine gute Idee, denn die Tools blockieren sich im schlimmsten Fall gegenseitig. Besser sind Programme wie der DE-Cleaner von Avira, der auch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfohlen wird. Er ist eine Ergänzung zum vorhandenen Antivirenprogramm, muss nicht installiert werden und lässt sich deshalb auch auf ein externes USB-Gerät (Stick / Festplatte) kopieren.

Wer Cloud-Dienste wie Dropbox nutzt, kann den DE-Cleaner auch dort ablegen und hat so von jedem seiner Rechner Zugriff auf das Sicherheits-Tool. Werden Infizierungen erkannt, kann der DE-Cleaner diese im Handumdrehen entfernen. Dabei ist zu beachten, dass sich das Tool beim Start automatisch aktualisiert, was einige Sekunden dauern kann. Anschließend ist eine "Vollständige Systemprüfung" ratsam, die eine zusätzliche Rootkits-Suche mitbringt. Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, müssen sie das Tool mit Administratorrechten starten. Sollte der Rechner so stark infiziert sein, dass eine Reparatur mit dem DE-Cleaner nicht mehr möglich ist, sollten Sie sich von botfrei.de die optionale DE-Cleaner Rettungssystem-CD herunterladen. Dort finden Sie auch eine Anleitung zu dieser bootfähigen Notfall-CD.

DE-Cleaner Rettungssystem, Online Scanner

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Ist das System schon zu stark infiziert, bietet die DE-Cleaner Rettungssystem-CD eine weitere Möglichkeit zur Säuberung.

Vorsicht vor gefälschter Marken-Software

Das ist tückisch: Immer wieder kommt es vor, dass Anwendern gefälschte Software untergejubelt wird. So erhält man beim Aufruf gewisser, meist nicht legaler Seiten zum Streaming von Filmen und TV-Serien den Hinweis, dass die DivX- oder Mediaplayer-Software veraltet sei. Man solle über einen Link eine aktuelle Version herunterladen und installieren. Die Downloads sind so trickreich ins Netz gestellt, dass der Anwender zusammen mit dem Download ein kostenpflichtiges Abo abschließt. Verdächtig ist es, wenn man für den Download einer eigentlich kostenlosen Software persönliche Daten wie die eigene E-Mail und die Adressdaten angeben soll.

Registry, Avira DE-Cleaner

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Der DE-Cleaner von AVIRA kann zusätzlich zu einem vorhandenen Virenscanner verwendet werden.

Unter Vorsicht-im-Netz können Sie sich ausführlich zum Thema Abo-Fallen informieren. Die vom Verbraucherschutz-Ministerium geförderte Seite bietet auch Hilfe, wenn man in eine Abo-Falle geraten ist. Eine weitere Gefahrenquelle ist manipulierte Software. Die Original-Software wurde von Programmierern meist so verändert, dass der ursprüngliche Kopierschutz entfernt wurde. Gleichzeitig wurden aber auch Trojaner und Viren mit eingeschleust. Solch gefälschte Software findet man gerne auf Download-Portalen, auf denen Markensoftware kostenlos angeboten wird. Die eigentlichen Downloads führen dann meist zu Filehostern wie Uploaded oder Share-Online. Wer sich so etwa eine Raubkopie einer Internet Security herunterlädt und installiert, handelt schon grob fahrlässig und darf sich nicht wundern, wenn er Opfer eines Betruges wird.

Den eigenen Router auf Schwachstellen testen

Anfang des Jahres schockte diese Nachricht viele Internetnutzer: Die Sicherheitsexperten von Rapid7 entdeckten eine Sicherheitslücke im Netzwerkprotokoll UPnP. Betroffen ist eine ganze Reihe von Internetroutern, die sich so von außen übernehmen lassen. Mögliche Konsequenz: Kriminelle übernehmen per Fernzugriff den Router, missbrauchen den Internetanschluss für illegale Aktionen und lenken den Verdacht auf den ahnungslosen Router-Besitzer. Diese und andere Lücken oder einfach nur eine falsche Router-Konfiguration sind eine ernste Bedrohung. Höchste Zeit, den Router einer Sicherheitsinspektion zu unterziehen. 

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Schnelltest im Web: Die Seite www.virustotal.com analysiert verdächtige Dateien und URLs mithilfe mehrerer bekannter Antiviren-Programme.

 

Mit dem kostenlosen Onlinescanner "Shields Up" können Sie überprüfen, ob ihre Router-Hardware Lücken aufweist. Gehen Sie dazu auf die Seite grc.com und klicken Sie auf die Schaltfläche "Proceed". Um die obengenannte UPnP-Lücke zu testen, klicken Sie auf "GRC's Instant UPnP Exposure Test". Rufen Sie die Seite erneut auf, um anschließend auch die Tests "File Sharing", "Common Ports" und "All Service Ports" auszuführen. Die Texte bei Shields Up sind auf Englisch, aber allein an der Farbgebung der Ergebnisse mit rot und grün sind mögliche Probleme leicht zu erkennen. Sollten Probleme erkannt werden - aber auch so - sollten Sie folgende Tipps beachten und anschließend den Test wiederholen:

  • Viele Router-Hersteller vergeben für Ihre Geräte einen Standard-Login wie "admin" als Benutzer und "1234" als Passwort. Das machen sich mögliche Angreifer gerne zunutze. Ändern Sie das Standard-Login unbedingt.
  • Manche Programme oder Spiele verlangen eine Port-Freigabe im Router. Verwenden Sie diese Funktion sparsam, und löschen Sie nicht mehr benötigte Freigaben, denn offene Ports sind Einfallstore für Angreifer. Überprüfen Sie die Port-Einstellungen des Routers.
  • Aktualisieren Sie regelmäßig die Firmware des Routers, sofern das bei Ihnen möglich ist. Meist gibt es in der Weboberfläche des Routers dazu eine Update-Funktion. Über eine aktuelle Firmware werden bekannte Sicherheitslecks meist geschlossen.
  • Prüfen Sie, wer Zugriff auf Ihr WLAN hat. In der Weboberfläche des Routers ist dazu meist eine entsprechende Übersicht zu finden. Dort kann man dann bekannte Geräte zulassen (etwa per MAC-Adressfilterung) und unbekannte automatisch aussperren. Ein Schwachpunkt des WLANs ist die Verschlüsselung, verwenden Sie möglichst den Standard WPA2, ältere Standards wie WEP oder gar ein unverschlüsseltes WLAN sollten sie vermeiden.

Sichere Passwörter verwenden und diese testen

Ohne Passwörter geht heutzutage wenig, doch wer kann sich schon zahllose unterschiedliche Zugangsdaten merken? Viele machen es sich einfach und verwenden immer das gleiche Passwort. Wissenschaftler haben jüngst eine Liste der 10.000 beliebtesten Passwörter erstellt. Diese soll 99,8 Prozent aller Zugänge knacken. Die Top drei Passwörter sind demnach "password", "123456" und "12345678". Ob auch Ihr Passwort in der Liste steht, können Sie unter xato.net nachprüfen.

Oder Sie testen gleich, wie sicher Ihre Passwörter überhaupt sind, etwa mit dem "Microsoft Password Checker" und tippen Sie das Passwort ein. Der Checker erkennt die Passwortstärke sofort. Zudem finden Sie auf der Seite Tipps zum Erstellen von sicheren Passwörtern. Wer ganz sicher gehen will, verwendet kostenlose Tools wie "KeePass Password Safe" mit dem man sichere Passwörter erzeugen und verwalten kann. Die portable Version eignet sich für den USB-Stick. Kennwörter sollte man übrigens auch nicht im Browser speichern. Besser sind Erweiterungen wie LastPass, die für eine sichere Verwaltung der Passwörter dienen und dank entsprechender Apps auch mobil auf dem Tablet oder Smartphone verwendbar sind.

Aktuelle Updates sind der beste Schutz gegen Sicherheitslücken

Eine der wichtigsten Grundregeln ist, alle Programme auf dem neuesten Stand zu halten. Falls nicht schon geschehen, aktivieren Sie das automatische Windows-Update. Viele Programme bieten ein Auto-Update. Nutzen Sie diese Möglichkeit! Programme wie Heimdal und der Secunia Personal Software Inspector nehmen Ihnen die Arbeit ab, jede Software einzeln auf Updates prüfen zu müssen. Insbesondere die bekannten Sorgenkinder Flash, Adobe Reader und Java sollten Sie dabei im Auge haben, da sie beliebte Ziele von Angriffen sind. Mögliche Schwachpunkte sind auch Browser-Plugins. Diese sollten ebenfalls auf dem neuesten Stand sein. Die Windows-Firewall bietet bereits einen guten Schutz, die Software-Firewall bekannter Internet Securitys bringt meist erweiterte Funktionen mit.

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