Bessere Fotos auf DVD

Auto-Rotieren & Co.

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Fotos am DVD-Recorder: Die guten Recorder von Pioneer und Sony speichern Bilder auf der Festplatte, zeigen sie jedoch nur in PALAuflösung. Dafür können sie normgerechte DVD-Fotoshows brennen, Namen über die USB-Tastatur vergeben und einen Pict-Bridge-Drucker ansprechen.

Was beim täglichen Fotoeinsatz der meisten Player nervt, ist das Verhalten bei Portraitbildern, also hochkant aufgenommenen Fotos. Gute Kameras besitzen einen Sensor, der die Ausrichtung erkennt, und diese Info ist in der JPG-Datei mit gespeichert. Sie stellen in ihrer Vorschau Portraitbilder richtigherum dar. Schade nur, dass fast alle DVD-Player und -Recorder diese Daten ignorieren und die Bilder im Querformat zeigen.

Fotos lassen sich zwar stets im Player drehen, doch dies wird nicht gespeichert, und das ist bei Diashows äußerst dumm. Man kann nur die Bilder vorher am PC bearbeiten, denn dann werden beispielsweise aus 1920 x 1080 Pixeln Ursprungsformat mit Portraitflag 1080 x 1920 Pixel ohne Potraitflag, und jeder Player zeigt die Fotos richtigherum an.

Weiterhin unterscheiden sich die Player stark in Qualität und Geschwindigkeit der Umrechnung von Fotos. Hier muss meist skaliert werden, doch gute Verfahren sind aufwändig. Entweder es gibt eine schnelle, zackige Zeilendopplung oder schöne Interpolationen nach geraumer Ladezeit (etwa eine Sekunde pro Megapixel). Hier kann man dem Player jedoch gehörig auf die Sprünge helfen.

Aufbereitung am PC

Der wirkliche Fotofreund archiviert seine Fotos im möglichst originalen Quellformat am Computer und stellt die schönsten Schnappschüsse nachbearbeitet für Diashows am TV zur Verfügung. Diese kann er als JPG-Dateien auf DVD brennen oder auf einen Fotos am DVD-Player. Im Gegensatz zu DVD-Recordern bieten viele DVD-Player "HD-JPG", also Fotos in 1920 x 1080 Pixeln Auflösung über den HDMI-Ausgang.

Wie hier beim Modell DV-980 H von Oppo fehlt meist das automatische Rotieren von Portraitaufnahmen. Alle Player akzeptieren das beliebte JPG-Format, auch mit optimierter Kompression, jedoch nur selten progressiv.

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Fotos am DVDPlayer. Im Gegensatz zu DVDRecordern bieten viele DVD-Player "HD-JPG", also Fotos in 1920 x 1080 Pixeln Auflösung über den HDMI-Ausgang. Wie hier beim Modell DV-980 H von Oppo fehlt meist das automatische Rotieren von Portraitaufnahmen.

Wichtig: Die Auflösung sollte auf die Zeilenzahl umgerechnet werden, die der Player zum TV-Gerät überträgt. Also für analoge Ausgänge 576 Zeilen wählen und für HDMI 1080 oder 720. Je nachdem, ob man 4:3-, 3:2-, oder 16:9-Bilder schießt, ist die Bildbreite anders zu berechnen, also etwa 1024 x 576 Pixel für ein 16:9-Foto in PAL. Dann muss der Player kaum noch etwas ändern und kann das schnell und hochwertig tun.

Es ist leider von Player zu Player unterschiedlich, wie mit Bildseitenverhältnissen umgegangen wird. So ist der klassische DVD-Player oft auf eine Ausgabebreite von 720 Pixeln begrenzt und nutzt bei der Fotowiedergabe keine anamorphe 16:9-Ausgabe. In diesem Fall sollte das erwähnte 16:9-Foto als 720 x 405 Pixel gespeichert werden. 4:3-Bilder wären hingegen mit 720 x 540 Pixeln optimal, also ohne Zeileninterpolation repräsentiert. Experimentieren hilft!

Wie oben erwähnt, müssen die Portraitfotos für fast alle Player am PC gedreht werden. Eine Korrektur des Kontrastumfangs, Farboptimierungen und das Entfernen rot geblitzter Augen sind ebenfalls als Standard-Bildbearbeitung vozunehmen, bevor die Fotos über den Player zügig und in höchstmöglicher Qualität wiedergegeben werden.

Profitipp: Bilder konvertieren Um Diashows auf DVD-Geräten zu beschleunigen müssen die Fotos vorher am Computer umgerechnet werden. Ein kostenloses Programm dazu ist XNview (www. xnview.com). Es beherrscht Bildgrößenanpassungen von ganzen Ordnern im automatischen Batchmodus.

Fazit:

Fotos über DVD-Geräte am Fernseher wiedergeben zu lassen kann sehr einfach sein, perfekte Qualität verlangt jedoch das richtige Gerät und kostet Vorarbeit.

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