Pleiten, Pech & Patches

Aufräumen nach dem Service Pack 2

Haben Sie Ihren PC mit dem Service Pack 2 aktualisiert? Nicht? Gut! Dann können Sie in diesem Beitrag nachlesen, welche Programme mit dem Update nicht funktionieren und wie Sie diese trotzdem zum Laufen bekommen.

Aufräumen nach dem Service Pack 2

© Jan Kaden

Aufräumen nach dem Service Pack 2

Haben Sie Ihren PC schon mit dem Service Pack 2 aktualisiert? Nicht? Gut! Dann können Sie in diesem Beitrag nachlesen, welche Programme mit dem Update nicht funktionieren und wie Sie diese trotzdem zum Laufen bekommen.

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Service Pack 2 ist installiert und der Ärger geht los. So geht es vielen, vor allem den Anwendern, die ältere Software auf ihrem PC laufen haben. Drei Funktionen des Service Pack 2 bereiten immer wieder Probleme:

Die Firewall: Die Windows-Firewall ist seit Service Pack 2 standardmäßig eingeschaltet. Außerdem blockiert Sie Verbindungen, die von außen, das heißt von einem Netzwerk aus, aufgebaut werden. Diese Einstellung behindert viele Programme mit Netzwerk-Anbindung. Abhilfe schafft entweder ein Programm-Update oder eine Ausnahmeregel in der Firewall. Klicken Sie im System-Tray das Sicherheitscenter- Icon rechts an und wählen Sie Sicherheitscenter öffnen. Klicken Sie dann auf Windows- Firewall, und wechseln Sie im Firewall-Menü auf den Reiter Ausnahmen. Drücken Sie den Schalter Programm und tragen Sie hier die jeweilige Software ein.

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Extrawurst: Hier geben Sie an, welche Programme und Dienste auf eine Verbindung von außen lauschen dürfen.

Die Datenausführungsverhinderung: Mit dieser Funktion verhindert das Betriebssystem, dass Programme in fremde Speicherbereiche schreiben können. Diese Technik wird von vielen Würmern und Trojanern angewandt. Leider sind davon auch - meist ältere - nützliche Programme betroffen.

Beispiele sind Norton SystemWorks 2004 und 2003. Allerdings nur, wenn sie auf einem 64-Bit-System laufen. Auf den meisten PCs tritt dieser Effekt also nicht in Erscheinung. Programmfehler gibt es auf 64- Bit-Systemen auch mit Norton CleanSweep, wenn es bei jedem Systemstart aufgerufen wird. Mehr Informationen bekommen Sie vom Hersteller unter www.symantec.de.

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Verhinderte Verhinderung: Mit einem Schalter in der Datei boot.ini können Sie die Datenausführungsverhinderung abschalten.

Schalten Sie die Datenausführungsverhinderung in diesem Fall aus. Klicken Sie Start/Arbeitsplatz rechts an und wählen Sie Eigenschaften. Gehen Sie auf den Reiter Erweitert und drücken Sie unter der Rubrik Systemleistung Einstellungen. Hier wechseln Sie auf den Reiter Datenausführungsverhinderung. Klicken Sie die Option Datenausführungsverhinderung für alle Programme und Dienste mit Ausnahme ... an und definieren Sie das jeweilige Programm als Ausnahme.

Falls das nicht hilft, schalten Sie die Funktion komplett aus. Kontrollieren Sie dazu im Windows Explorer, dass unter Extras/Ordneroptionen/ Ansicht die Option Geschützte Systemdateien ausblenden deaktiviert ist. Obendrein sollte Alle Dateien und Ordner anzeigen aktiviert sein.

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Ausgeschaltet: Ersetzen Sie NoExecute=OptIn in der Datei boot.ini durch den rot unterstrichenen Befehl, und Sie schalten die Datenausführungsverhinderung aus.

Nun können Sie ins Verzeichnis C: wechseln. Klicken Sie hier die Datei boot.ini rechts an, und rufen Sie das Eigenschaften-Menü auf. Entfernen Sie hier den Schreibschutz. Jetzt können Sie die Datei durch einen Doppelklick öffnen. Unter der Rubrik operating system finden Sie eine Befehlszeile, die Ihr Betriebssystem aufruft. Ersetzen Sie hier den Befehl /No- Execute=OptIn durch /execute.

Das Verbindungslimit: Microsoft hat die Zahl der gleichzeitigen Verbindungsanfragen im Service Pack 2 auf 10 begrenzt. Die Maßnahme diente dazu, Würmern die Verbreitung über das Netz zu erschweren. Viele Filesharing- Programme haben jedoch mit dieser Funktion Probleme. Am leichtesten ändern Sie das Verbindungslimit mit dem Tool XP-Anti- Spy aus dem SP2-Booster-Pack. Starten Sie das Programm und wählen Sie den Menüpunkt Spezial/Verbindungslimit. Nach einer Warnmeldung gelangen Sie zum eigentlichen Menüpunkt. Stellen Sie hier die gewünschte Zahl der Verbindungen ein, wobei Sie aus Sicherheitsgründen einen möglichst geringen Wert wählen sollten. Anschließend klicken Sie auf Patch. Falls Sie die Einstellung nachträglich ändern wollen, klicken Sie auf Zurücksetzen.

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Ohne Limits: Mit der neuesten Version von XPAnti- Spy erhöhen Sie die Zahl der gleichzeitig erlaubten Verbindungsanfragen.

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