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Auf Wolke Sieben Clouddienste und CDNs - Überblick

Clouddienste und Content Delivery Networks (CDNs) bringen viele Vorteile: elastischen Speicher, erschwingliche Rechenleistung oder minimale Latenz.

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Clouddienste und CDNs erfüllen ein wichtiges Bedürfnis: Sie erlauben es dem Betreiber einer Webpräsenz, die Leistung zu verbessern und gleichzeitig die IT-Kosten zu senken. Clouddienste und CDNs können Bedarfsspitzen flexibel abfangen, Leistungsengpässe verhindern und die Kundennähe - im geografischen Sinne - steigern.

Leistung steigern, Kosten senken

CDNs wie Akamai waren eine Zeitlang auf Grund der einst exorbitanten Kosten ein paar führenden Großunternehmen beziehungsweise den Anbietern von Streaming-Inhalten vorbehalten und an den Fingern einer Hand abzuzählen. Inzwischen sind die Preise für Clouddienste gefallen und ihre Popularität wächst entsprechend. Immer mehr Website-Betreiber lagern einen Teil nicht transaktionalen Daten ihrer Webpräsenzen auf ein CDN aus, um die Leistung zu verbessern, plötzliche Bedarfsspitzen abzufangen und nicht zuletzt laufende Kosten zu senken, denn es wird ja nur die wirklich in Anspruch genommene Leistung in Rechnung gestellt.

Cloudbasierte IT ist längst kein Privileg von Großunternehmen mehr. Inzwischen hat auch der Mittelstand die zahlreichen Vorzüge der Clouddienste für sich entdeckt. Wer seine Webinfrastruktur komplett selbst betreibt, finanziert die Investitionen für Hardware wie Racks, Switches, Load Balancer, Firewalls, Verkabelung und redundante Systeme, immer vorab und schultert zudem noch die Co-Location in einem Rechenzentrum aus eigener Kraft.

Hat man den Bedarf an Hardware unterschätzt, gilt es aufzustocken. Hat man dagegen zu viel Kapital gebunden und nutzt nur einen kleinen Bruchteil der erworbenen Leistung, veraltet oder verfällt diese. Bereits geringe Bedarfsspitzen können Probleme bereiten und unnötig Kosten verursachen. So benötigt etwa ein Online-Händler in der Vorweihnachtszeit ein Vielfaches an Leistung, die dann aber unter Umständen den Rest des Jahres kaum gebraucht wird.

Analysen der Investitionsrendite führender Trendforscher wie Gartner und Forrester belegen, dass Betreiber einer Webpräsenz dank cloudbasierter IT mit lediglich 10 bis 20 Prozent der Kosten konventioneller Lösungen auskommen. Die cloudbasierte IT erfüllt ein wichtiges Bedürfnis: sie hält Kosten im Zaum und erlaubt trotzdem eine flexible Reaktion auf den Bedarf.

Dass es sich beim Begriff Cloud nicht nur um ein modisches Buzzword sondern um einen neuen, langfristigen Trend handelt, sieht man daran, dass führende Anbieter von IT-Lösungen jetzt allesamt cloudbasierte Dienste, darunter SaaS und IaaS, im Angebot führen.

Die drei leistungsstärksten Angebote speziell für Webentwickler und Webmaster stammen von Microsoft, von Google und vom bisher unangefochtenen Cloud-Platzhirsch Amazon.

Amazon Web Services

Unter dem Überbegriff AWS (kurz für Amazon Web Services) bietet Amazon bereits seit mehreren Jahren eine Sammlung aufeinander abgestimmter Clouddienste an und hat sich inzwischen mit Abstand als der weltweite Marktführer etabliert. Amazon EC2 (Elastic Cloud Compute) erlaubt die Nutzung virtueller Recheneinheiten sowohl für die Webentwicklung als auch fürs Webhosting.

Amazon bietet mit AWS eine transparente und flexible Kostenkontrolle.
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Amazon bietet mit AWS eine transparente und flexible Kostenkontrolle.

Der Benutzer zahlt hierbei für die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung einer aktiven elastischen Recheneinheit, und kann diese bei Bedarf zur Laufzeit erweitern oder reduzieren. Amazon S3 (Amazon Storage Service) bietet elastischen Massenspeicher, der sich bedarfsgerecht anpassen lässt.

Amazon SQS (Amazon Simple Queue Service), das Herzstück von Amazons Grid Computing, erlaubt einen efffizienten Austausch von Nachrichten zwischen EC2 und den anderen Diensten.

Amazon stellt eine Webdienste-API für das Provisioning/Deprovisioning und die Verwaltung virtueller Server zur Verfügung. Zum Ausführen eines virtuellen Servers starten Sie einen neuen Knoten auf Basis eines vorab festgelegten Amazon Machine Image (AMI). Ihr AMI beinhaltet das Betriebssystem Ihres Servers samt Ihrer fertig kompilierten Software.

EC2 bietet prinzipiell zwei Arten von Speicher an: sogenannten Ephemeral Storage, dessen Inhalte mit Beenden des Knotens gelöscht werden, und Block Storage, der sich ähnlich wie ein SAN verhält und die verfügbaren Inhalte dauerhaft sichert. Darüber hinaus haben Sie natürlich Zugriff auf Amazons S3-Datendienste.

Die nahezu legendäre Elastizität der Amazon-Cloud bietet dem Betreiber der Website bedarfsgerechte Flexibilität, konkurrenzfähige Preise im Vergleich mit konventionellem VPS- und dediziertem Hosting und dennoch dauerhafte Spitzenleistung dank der Hochgeschwindigkeitsanbindung an Amazons IT-Infrastruktur.

Beim Eröffnen eines neuen EC2-Accounts erhalten Sie ein kostenloses Leistungspaket mit 750 Stunden Rechenzeit und Load Balancing, 10 GByte Elastic Block Storage und 15 GByte Bandbreite jeden Monat für ein Jahr, um den Dienst ausprobieren zu können.

Amazons Servicemeldungen können Sie über ein RSS-Feed im Auge behalten.
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Amazons Servicemeldungen können Sie über ein RSS-Feed im Auge behalten.

Mit Cloudfront bietet Amazon ein Content Delivery Network (CDN) an, welches nicht transaktionale Daten wie beispielsweise Bilder, PDFs und Videos auf geografisch verteilte Knoten des Netzwerks repliziert, um die Zugriffszeiten auf Ihre Webinhalte zu senken. Transaktionale Daten (zum Beispiel aus Kreditkartenabbuchungen) können nicht auf diesem Wege bereitgestellt werden.

Cloudfront unterstützt als Datenquelle jeden beliebigen Ursprungsserver und damit auch konventionelle Hosting Accounts. Doch der Einsatz externer Server ist sowohl unwirtschaftlich als auch deutlich weniger leistungsfähig.

Um eine optimale Performance zu ermöglichen und nennenswerte Kosteneinsparungen zu erzielen, empfiehlt es sich allerdings, Daten für Cloudfront von Amazon S3 oder EC2 beziehen, denn mit anderen Anbietern treten oft Leistungsengpässe auf, welche die Vorteile des CDNs zunichte machen.

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