Die neue Radeon-Generation

ATIs neue Highend-Grafikkarten Radeon 5870/5850 - alle Fakten und Details

Der US-amerikanische Grafikkartenhersteller ATI hat am Mittwoch seine neue Generation an Radeon-Grafikkarten auf den Markt gebracht. Die Modelle "Radeon 5870" und "Radeon 5850" sind nicht nur die weltweit ersten DirectX-11-fähigen Grafikkarten. Sie sollen auch neue Maßstäbe in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis setzen.

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HIS Radeon HD 5850

© Archiv

HIS Radeon HD 5850

Im ewigen Duell mit Erzfeind Nvidia hat ATI zumindest schon mal das zeitliche Wettrennen gewonnen: Während die wahrscheinlich noch bis zum Jahresende am Konkurrenzprodukt "GT300" feilen, sollte es die neue Radeon-generation schon am heutigen Mittwoch zu kaufen geben. Sollte, denn bei der Einführung neuer Grafikkarten handelt es sich in der Regel um einen so genannten "Hard Launch" . Das heißt, zeitgleich zur offiziellen Ankündigung gibt es schon die ersten Karten zu kaufen. Noch am frühen Nachmittag standen die Radeons bei den Händlern auf dem Status "noch nicht verfügbar". Mit der neuen Chip-Generation RV870 (Codename "Cypress") hat ATI viel vor. Neben der DX11-Tauglichkeit stechen noch etliche andere Merkmale hervor. So wird der Chip im modernen 40-nm-Prozess gefertigt, was - zumindest theoretisch - niedrigen Energieverbrauch, dadurch weniger Wärmeentwicklung und eine potenziell simplere Kühlung. Mit der "Eyefinity"-Technik lassen sich bis zu 24 Monitore betreiben - bis zu sechs pro Karte.

Und schließlich fährt ATI angesichts der Leistung eine recht aggressive Preispolitik: Das Spitzenmodell "HD 5870" steht mit rund 350 Euro in den Preislisten, die "HD 5850" gibt es weitere 100 Euro billiger. In den nächsten Tagen dürften die Preise angesichts der Händlerkonkurrenz nochmal ein wenig nach unten gehen. Daran dürfte Nvidia bis zur Markteinführung des eigenen NextGen-Chips gehörig zu knabbern haben.

Umfassende Evolution

Technisch ist der "RV880" nicht unbedingt eine gewaltige Revolution. Er baut auf dem Vorgänger "RV770" auf (z.B. Radeon HD 4870), den man nach bewährten Grafikkarten-Prinzipen aufbohrte: schneller, größer, besser. So sind nun mehr Shader-Einheiten vorhanden; bei der "HD 5870" mit 320 ("HD 4850": 288) doppelt so viele als bei der 48xx-Generation. Auch die Zahl der Textureinheiten und Raster-Operatoren hat sich verdoppelt. Die Anzahl der Transistoren stieg dadurch von 956 Millionen auf 2,15 Milliarden. Trotz des fortschrittlichen Fertigungsprozesses hat sich dadurch die Größe des Chipkerns vergrößert.

An einigen - wichtigen - Stellgrößen wurde im Vergleich zur Vorgänger-Generation allerdings nicht geschraubt. So sind die beiden erhältlichen Modelle ebenfalls mit 1.024 MB DDR5-Speicher. Auch die Taktraten vom Chip bleiben auf dem praktisch gleichen Niveau; die vom Speicher wurden dagegen auf bis zu 2.400 MHz bei der HD 5870 erhöht (HD 4890: 1.950 MHz). Das Speicherinterface bleibt 256 Bit breit, und Hybrid-Crossfire ist weiterhin den Midrange- und Lowend-Modellen vorbehalten.

Angesichts der Gesamtdaten sind von den Radeon 5800 zwar exzellente, aber keine neuen Rekordleistungen zu erwarten. Diverse Benchmarks bestätigen dies: Bei fast allen Messungen liegt die "HD 5870" zwar hinter den Zweichip-Monstern Nvidia Geforce GTX 295 und Radeon HD 4870 X2 - allerdings sind die Abstände erstaunlich gering. Den Rest der Konkurrenz - auch den Hauptrivalen Geforce GTX 285 - schlägt sie aber mehr oder weniger locker.

ATI HD 5870: mögliche Eyefinity-Konfigurationen

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Ebenfalls positiv: Der "Spritverbrauch" liegt angesichts der Leistung im grünen Bereich. Sie liegt unterhalb der direkten Konkurrenz; im "Idle"-Betrieb, also anspruchslosen 2D-Arbeiten unter Windows, greifen zudem die integrierten Stromsparmaßnahmen.

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