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Arithmetischen Operatoren

  • Operatoren

Es gibt die üblichen arithmetischen Operatoren mit Infix-Notation für Addition (+), Subtraktion (-), Multiplikation (*) und Division (/) mit dem üblichen Vorrang (Punktrechnung vor Strichrechnung) und der Erlaubnis zu gemischter Anwendung. Bei Beteiligung verschiedener Datentypen wird vor Ausführung der Operation in den weiteren Typ gewandelt.

FORTRAN verfügt als eine der ganz wenigen Sprachen von Anfang an über einen Potenzoperator (**). Mit runden Klammern erzwingt der Programmierer in Ausdrücken mit mehr als zwei Operanden die gewünschte Gruppierung.

  • Vergleichsoperatoren

Diese sind .LE., .LT., .EQ., .NE., .GT., .GE. und erzeugen Ausdrücke vom Typ LOGICAL. Es gibt die logischen Operatoren (.NOT., .AND., .OR., .EQV., .NEQV.).

  • Funktionen

Es gibt fest eingebaute, so genannte intrinsische Standardfunktionen. Dazu gehören diverse Typumwandlungen, min, max, mod, Quadratwurzel, trigonometrische und hyperbolische Funktionen, die teilweise generisch sind. Das heißt, die passende Funktion wird anhand der übergebenen Argumente ausgewählt.

  • Ein- und Ausgabe

Listen- und Format-gesteuerte Ein und Ausgabe sind fest in die Sprache eingebaut.

  • Kontrollstrukturen

Verzweigungen: Berühmt - inzwischen wohl nur noch in der Folklore - ist das arithmetische oder Dreiwege-IF:

IF () 10, 20, 30
image.jpg

© PC Magazin

Komfortabel: Ein modernes Terminal zeigt den Quelltext, ohne Lochkarten stanzen zu müssen.

Je nach Bewertung des arithmetischen Ausdrucks wurde zu einer designierten Anweisungsnummer gesprungen, und zwar bei negativ zur ersten, bei Null zur zweiten und bei positiv zur dritten. Da dies zu ziemlich unübersichtlichem Code führte, wurde schon zu Zeiten von FORTRAN 77 empfohlen, von der Verwendung abzusehen und doch bitte eins der anderen IFs zu verwenden.

Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass diese Konstruktion in Zukunft ausgemerzt werden könnte. Doch das geschah aus Kompatibilitätsgründen altem Code gegenüber noch nicht. Daneben gab es das logische IF [Code] IF (<logischer Audruck>) <Anweisung> und das strukturierte Block-IF mit der Syntax [Code] IF...THEN...ELSE...END IF.

Damals kam nämlich gerade die strukturierte Programmierung in Mode. FORTRAN 77 ist in diesem Sinne auch die erste Version, die korrekte und saubere strukturierte Programmierung" erlaubte, und zwar unter disziplinierter Verwendung des berühmten Sprungbefehls GOTO. Dieser Befehl dient ansonsten dazu, alle in der Sprache nicht vorhandenen Konstrukte nachzubauen.

  • Wiederholung

An eingebauten Schleifenkonstuktionen kennt FORTRAN nur die DO (Zählschleife) wie DO <A-Nummer> I=Startwert, Endwert [, Schrittweite]. Die Schleifenvariable I läuft vom Startwert mit der optionalen Schrittweite zum Endwert, darauf folgt dann der Code ab der angegebenen Anweisungsnummer. Falls die Schrittweite nicht angegeben wird, ist 1 impliziert.

Ist der Startwert größer als der Endwert und die Schrittweite negativ, kann man auch herunterzählen. Es sind sogar REAL-Werte erlaubt, was man aber tunlichst vermeiden sollte. Es kann wegen der bekannten Ungenauigkeit der maschineninternen Darstellung zu unliebsamen Überraschungen kommen! Das Angebot fand unter erfahrenen Programmierern auch keine Verbreitung und wurde in Fortran 95 beseitigt.

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