Apples iMac ganz groß

Apple iMac 24 Zoll im Test

Was in den Monitor integrierte Rechner angeht, ist Apple mit den diversen iMacs schon seit Jahren Vorreiter. Wir haben uns das Spitzenmodell der neuesten Generation im Labor angesehen.

Test: Komplettsystem

© Archiv

Der an sich gute Bildschirm zeigte mess- und vor allem sichtbare Helligkeitsunterschiede.

iGuggeda: Wäre da nicht der mit dem angebissenen Apfel verzierte Aluminiumstreifen an der Unterseite des Bildschirms, könnte man meinen, statt eines Rechners nur einen Monitor vor sich zu haben. Lediglich das Gewicht ist dank Festplatte und Co. mit 11,4 Kilogramm deutlich höher.Der Aufbau des Systems, das neben dem Monitor-Computer aus einer wie eh und je unergonomischen Mighty-Mouse und einer Alu-Tastatur ohne Zehnerblock (andere Tastaturen nach Wahl) besteht, dauert höchstens zwei Minuten. Das Suchen nach dem Einschaltknopf hielt uns am längsten auf. Er befindet sich unauffällig, um nicht zu sagen versteckt, an der linken Rückseite des Gerätes.

Nach dem Einschalten möchte das Betriebssystem wie bei Apple üblich ein paar Daten vom Benutzer wissen. Anschließend ist der iMac bereit - und zwar ohne Neustart.

Im Gegensatz zum Betriebssystem aus Redmond bringen Apple-PCs neben Kalender, Browser und Adressbuch eine ganze Reihe erstklassiger Anwendungen wie iMovie, iDVD, iWeb und Garageband mit, die unter iLife 09 firmieren.

Eine Besonderheit gegenüber den Vorgängerversionen ist die neue Gesichtserkennung, die iPhoto mitbringt. Die Bedienung ist äußerst einfach, die Erkennungsrate ordentlich, aber nicht gut genug für eine Autoarchivierung. Dennoch ist iPhoto ein echter Gewinn.Gegenüber den Vorgängern haben die iMacs an Leistung deutlich zugelegt.

Das Spitzenmodell, das wir im Test hatten, ist mit einem Intel Core 2 Duo E8435 (3,06 GHz, FSB 1066, 6 MByte Cache) ausgestattet, der über Nvidias 730i-Chipsatz mit dem System verbunden ist. Die 35 in der Prozessornummer besagt schon, dass es sich um keine offizielle CPU, sondern um ein "Offroad Skew"-Modell handelt, das speziell für einen Kunden produziert wird.

Zu vermuten ist, dass es sich um einen etwas höher getakteten T9800 handelt. Das "E" könnte kosmetischer Natur sein um zu verhindern, dass Käufer vor einer vermeintlich schwächeren Mobil-CPU zurückschrecken.

Als Grafikchip setzt Apple im großen iMac einen GT 130 von Nvidia ein, der nicht auf Grafikkarten für Endkunden erhältlich ist, der Spezifikation nach aber zwischen einer 9500GT und einer 9600GT liegen dürfte.

Im 3D Mark reicht das in der Performance-Einstellung für 3778 Punkte. Eine Spielekiste für die nächsten drei Jahre ist der iMac damit nicht, aber im Praxistest mit World of Warcraft zeigte er selbst auf höchstem Detailgrad kein Ruckeln. Die 1-Terabyte-Festplatte sowie 4 GByte PC3-8500 Speicher in zwei Samsung-Modulen runden die gute Ausstattung ab.

Nur teilweise überzeugen kann der Bildschirm und somit einer der Hauptbestandteile des iMac. Dass Apple ausschließlich ein Glare-Display anbietet, mag Geschmackssache sein, aber die Ausleuchtung war zumindest beim Testgerät schon mit bloßem Auge als unregelmäßig zu erkennen. Was die Farbreinheit und Winkeltreue angeht, gehört der iMac schon zu den besseren Monitoren.

Testprofil

AppleiMac 24 Zoll
www.apple.de
2.099 Euro

Komplettsystem

Weitere Details

80 Prozent

Testurteil
gut

Die Leistungsaufnahme des iMac ist mit 0,6 Watt im Standby und 84 Watt im Betrieb (130 Watt bei voller Auslastung, 40W im Leerlauf ohne Bild) durchaus akzeptabel. Zumal die Ingenieure das Alu- Chassis geschickt als Wärmetauscher verwenden. So ist er mehr oder weniger lautlos, dafür wird das Gehäuse an der Oberseite mit 49 Grad recht warm.

Fazit:

Der iMac gehört nach wie vor zu den elegantesten in den Bildschirm integrierten Computern. Die Leistung ist für die meisten Anwendungen und Spiele mehr als angemessen. Das Display müsste allerdings noch etwas besser sein - und Apple sollte sich endlich überlegen, auch eine entspiegelte Variante anzubieten.

Mehr zum Thema

RPi-Projekte: Der Raspberry Pi kann mehr als nur ein Media-Center sein.
Hacks, Ideen & Co.

Wir stellen die besten Raspberry Pi Projekte vor. Hier sehen Sie Ideen für Hacks und Mods, die sich mit dem praktischen Mini-PC realisieren lassen.
Raspberry, Lego, NAS
Anleitung und Galerie

Wie verstaut man den Raspberry Pi und eine Festplatte gemeinsam in einem Gehäuse? Die Lösung mit Lego-Steinen finden Sie in unserer Anleitung.
RuneAudio-Screenshot
RPi-Streaming

Der Raspberry Pi taugt auch als Streaming-Zuspieler für die Musikanlage. Wir zeigen, wie Sie Spotify auf dem Raspberry Pi einrichten.
Raspberry Pi 2
Raspberry Pi 2

Der neue Raspberry Pi 2 ist sechsmal schneller als das erste Modell des Mini-PCs. Dazu hat Microsoft angekündigt, dass Windows 10 auf dem RPi 2…
Mini Gaming-PC selber bauen
Anleitung

Ein Gaming-PC muss nicht immer riesig sein: In unser Anleitung zeigen wir, wie Sie einen ultra-kompakten Spiele-Rechner selber bauen.