Ratgeber Sicherheit

Alles über Viren, Trojaner und Co.

Trotz Sicherheitssuite und Firewall - Cyber-Kriminelle können in private Computer einbrechen und Schaden verursachen. Wir geben Ihnen alle Infos rund um Viren und andere Gefahren.

Alles über Viren, Trojaner und Co.

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Alles über Viren, Trojaner und Co.

Viele Anwender vertrauen auf die installierte Sicherheits-Software und sind bei den neuen vielen Arten von Bedrohungen vollkommen überfordert. Deswegen sollte man eine gesunde Portion Misstrauen bei der Nutzung des PCs und des Internets haben. Immer genau hinschauen, wenn man aufgefordert wird eine Installation zu erlauben. Betrüger und Abzocker versuchen mit allen Tricks den Anwendern Schadsoftware unterzujubeln.

Eine wichtige Grundregel: Man sollte sein Windows immer auf dem aktuellen Stand halten und alle angebotenen Updates einspielen. Bei aktivierten automatischen Updates für Windows geht man auf Nummer sicher und verpasst keine Verbesserung.

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TDSSKiller von Kaspersky durchsucht den Rechner auf Rootkits und entfernt Schädlinge.

Gefahr 1: Trojaner 

Mithilfe von Trojanern spionieren Kriminelle den Rechner des Opfers aus und greifen wichtige Daten der Nutzer ab: dazu gehören Bankverbindungen und Login-Daten. Die Trojaner zeichnen die Eingaben des Anwenders auf und schicken diese an die Angreifer.

Dann wird Geld abgehoben oder Waren bestellt und an Deckadressen verschickt. Beim Klau von Zugängen für Social Networks bekommen die Kriminellen Zugriff auf die Daten des Freundeskreis und nutzen diese dann für weitere Angriffe. Erpressung mit sensiblen Daten oder Fotos ist ein weiteres denkbares Szenario.

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Wie kommen Trojaner auf den Rechner? Quelle Nr. 1 sind illegale Downloads. Wer sich auf dubiosen Webseiten Raubkopien, Musik oder Filme herunterlädt, sollte die Daten vor der Nutzung prüfen. Sind die Daten in einem Archiv verpackt, können sich darin Angriffsprogramme verstecken. Diese sind oft als harmlose Infotexte getarnt und installieren beim Öffnen die Schadsoftware.

Trojaner finden den Weg auf den PC des Opfers auch über E-Mails. Hier hilft die Regel: Post von unbekannten Absendern einfach nicht öffnen und gleich in den Spam-Ordner verbannen. Auf keinen Fall angehängte Dateien öffnen. Diese können getarnte Trojaner enthalten, die im Hintergrund installiert werden und das System infizieren.

Gefahr 2: Rootkits

Ebenso gemein wie Trojaner sind Rootkits. Hierbei handelt es sich um Programme, die in das Betriebssystem eingepflanzt werden und im Hintergrund laufen. Ähnlich wie bei Trojanern greifen die Angreifer darüber auf den Computer des Opfers zu. Die Unterschiede zwischen beiden Methoden sind fließend.

Datendiebstahl ist bei Rootkits eine eher seltene Variante. Oft verwenden die Hacker solche Schädlinge, um den Rechner zu kapern und für deren Zwecke zu nutzen. Die infizierten Rechner werden dann schnell Bestandteil von Bot-Netzen und helfen beim Versenden von Spam im großen Maßstab. Durch den erhöhten Datentransfer im Internet, kann man solche Aktivitäten kaum erkennen.

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Mit dem integrierten Update-Check für Plugins ist die Überprüfung und Aktualisierung im Webbrowser Firefox sehr einfach und schnell ausgeführt.

Gefahr 3: Spyware

Eine weitere Variante von Computer-Schädlingen ist Spyware. Diese Programme rufen nach der Installation über das Internet bei einem Heimatserver an. Dabei übermitteln die Schnüffel-Apps nutzerbezogene Daten. Diese werten die Anbieter von Spyware aus und schicken den Anwender gezielt auf bestimmte Webseiten mit unerwünschter Werbung. Oft gehen einfach Webseiten in einem neuen Fenster im Webbrowser auf und zeigen unerwünschte Reklame.

Gefahr 4: Unsichere Browser

Im September 2012 gab das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Warnung betreffend der Nutzung des Internet Explorers heraus. Man hatte unter Windows XP und Windows 7 bisher unbekannte Schwachstellen im Webbrowser von Microsoft entdeckt. Betroffen waren die Versionen 7, 8 und 9 des Internet Explorers. Angreifer präparieren laut BSI Webseiten so, dass auf dem Zielrechner Code ausgeführt werden kann.

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Ergebnis solcher "Drive by"-Angriffe ist die Installation eines Trojaners und oft die vollständige Übernahme des Rechners. Die Angreifer fordern Geld für die Freischaltung des Systems und der Daten. Prominentester Angriff dieser Art ist der bekannte BKA-Virus. Er verbreitet sich über solche Webseiten und nistet sich über Sicherheitslücken im Browser bzw. Betriebssystem ein.

Um solche Angriffe zu verhindern, sollte der benutzte Browser immer auf dem aktuellen Stand sein. Als Alternative zum Internet Explorer bietet sich der Einsatz von Mozilla Firefox an.

7 Regeln: Online-Sicherheit

  1. Halten Sie Windows immer auf dem aktuellen Stand. Automatische Updates helfen Schwachstellen im Betriebssystem zu verhindern.
  2. Installieren Sie eine Sicherheitssuite mit Anti-Virenschutz und Firewall. Aktualisieren Sie die Sicherheitslösung inklusive Virensignaturen.
  3. Der Webbrowser sollte immer auf dem neuesten Stand sein, damit Angriffe über Webseiten verhindert werden.
  4. Prüfen Sie Browser-Plugins auf Updates, so können Angreifer Ihren PC nicht über Produkte von Drittherstellern übernehmen. Dazu gehören Adobe Flash, Adobe Reader, Java und Apple Quicktime.
  5. Verwenden Sie immer die aktuelle Version Ihres E-Mail-Programms, und nutzen Sie den Spam-Filter für unerwünschte elektronische Post.
  6. Öffnen Sie nie E-Mails von unbekannten Absendern, und löschen Sie diese Sendungen sofort. Klicken Sie auf keinen Fall auf angehängte Dateien in solchen Mails.
  7. Seien Sie bei potenziellen Phishing-Mails misstrauisch. Aufforderungen zur Änderung von Bankdaten können zu Betrug oder Identitätsdiebstahl führen.

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