Maskenball der Downloader

Anonym und schneller surfen und downloaden

Wer nicht erkannt werden will, trägt eine Maske. Das klappt auch beim Downloaden - dank Maskierungs-Tools für den PC. Zusammen mit Download-Managern sorgen sie für anonyme, sichere und schnelle Downloads.

maske, maus, frau

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maske, maus, frau

Videos von YouTube, Musik über Rapidshare, Software aus dem BitTorrent-Netzwerk: Viele PC-Nutzer laden regelmäßig etwas aus dem Internet herunter. Ganz egal, ob es sich um legale oder illegale Downloads handelt - niemand will dabei beobachtet werden. Doch leider ist es gar nicht schwer, das Download-Geschehen nachzuvollziehen.

Oft bleiben Spuren auf dem Rechner zurück. Dass der Internetprovider alle Verbindungsdaten kennt, setzt noch eins obendrauf. Downloader brauchen also Tools, die für ausreichend Anonymität sorgen. Im ersten Teil dieses Artikels stellen wir Ihnen solche Tools vor.

Aber Anonymität ist nicht alles. Anwender wünschen sich auch Sicherheit und Stabilität beim Herunterladen. Sicherheit heißt zum einen: Sollte sich ein Download als Schadsoftware herausstellen, also beispielsweise mit einem Virus oder Trojaner ausgestattet sein, muss das sofort automatisch erkannt werden.

Stabilität heißt zum anderen: Downloads dürfen nicht ins Stocken geraten oder gar abbrechen. Und sollte es doch geschehen, muss die verwendete Software dafür sorgen, dass das Herunterladen automatisch fortgesetzt wird.

Weil es ziemlich häufig vorkommt, dass Downloads mit Viren, Trojanern und anderem Schadcode bestückt sind, braucht jeder Downloader eine leistungsstarke Internet Security Suite, die den PC permanent überwacht.

Und für Stabilität sorgen sogenannte Download-Manager, die wir Ihnen im zweiten Teil dieses Artikels vorstellen.

Last but not least wollen alle Downloader neben Anonymität, Sicherheit und Stabilität eine höchstmögliche Geschwindigkeit beim Herunterladen. Auch da können Download-Manager ihren Beitrag leisten. Manchmal kommt es aber einfach nur darauf an, die richtigen Tools für YouTube und Co., Rapidshare und BitTorrent zu verwenden.

Im dritten Teil des Artikels beschreiben wir solche Programme, die auch Teil des Paketes "Anonym surfen & downloaden" auf der Heft-DVD sind.

Willkommen beim Maskenball

CyberGhost VPN

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CyberGhost VPN: Ein Klick auf "Serverkarte" zeigt den eigenen Standort und den Server, mit dem man aktuell verbunden ist.

Bevor wir uns die Maskierungs-Tools genauer ansehen, vorab noch etwas Theorie, um die kein Downloader umhin kommt. Die erste Frage lautet: Was bedeutet Anonymität im Internet überhaupt? Die zweite: Wer kann eigentlich was überwachen, und wer darf es? Und die dritte Frage ist schließlich: Darf man sich vor der Überwachung überhaupt schützen?

Die Antwort auf Frage Nummer eins fällt technischer aus, als die Frage vermuten lässt. Jeder Rechner im Internet ist anhand einer sogenannten IP-Adresse eindeutig identifizierbar. Die IP-Adresse eines privaten Internetanschlusses wird immer vom Provider zugeteilt.

Sie ändert sich zwar regelmäßig - in der Regel spätestens nach 24 Stunden. Allerdings speichert der Provider ganz genau, wann welchem Telefonanschluss welche IPAdresse zugeteilt war. Anhand der gespeicherten Daten lässt sich die Internetnutzung im Nachhinein genau feststellen.

Dagegen gehen etliche Anonymisierungstools vor, indem sie die IP-Adresse des DSLAnschlusses hinter einer anderen verstecken. Die neue IP-Adresse nutzen dann viele Anschlüsse gleichzeitig - damit sind sie weitestgehend anonym.

Andere Anonymisierungstools nutzen alternative Verfahren - lesen Sie dazu bitte den Absatz "Info: So bleibt's anonym". Allen Verfahren ist eines gemeinsam: Sie versuchen zu verhindern, dass die IP-Adresse des Internetanschlusses Rückschlüsse auf den Nutzer zulässt.

Die zweite Frage ist: Wer kann eigentlich was überwachen und wer darf es? Die Antwort ist einfach: Auskunft über die beim Provider gespeicherten Daten erhalten ausschließlich Strafverfolgungsbehörden im Rahmen einer strafrechtlichen Ermittlung, sonst niemand.

Auch eine direkte Überwachung des PCs - egal, durch welche Methoden - setzt immer voraus, dass gegen den Nutzer ein begründeter Tatverdacht besteht und ein staatsanwaltlicher Beschluss vorliegt. Streitbar ist die dritte Frage, ob man sich vor einer möglichen Überwachung überhaupt schützen darf.

Fakt ist: Wer sich nicht strafbar macht, muss keine Überwachung fürchten, bräuchte also eigentlich gar keinen Überwachungsschutz. Auf der anderen Seite empfinden viele PC-Nutzer die Speicherung von Verbindungsdaten als Eingriff in ihre Privatsphäre - sie wollen anonym bleiben, auch wenn sie niemals strafbare Handlungen begehen.

Bitte beachten Sie immer: Das Herunterladen urheberrechtlich geschützter Videos, Musik, Software und anderer Werke ohne Einwilligung des Urhebers ist strafbar. Wenn Sie davon absehen, können Sie alle Tools bedenkenlos nutzen, die wir Ihnen im Folgenden präsentieren.

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