Handy langsam?

Android-Smartphone schneller machen: Tipps 6-9

  1. 9 Tipps, die Android-Smartphones wieder schneller machen
  2. Android-Smartphone schneller machen: Tipps 6-9
System Apps

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Spezielle Deinstaller-Apps entfernen vom Hersteller eingespielte Bloatware - Root-Rechte vorausgesetzt.

6. Geschwindigkeit der Animationen erhöhen

Um Programmierern die Arbeit zu erleich- tern, bietet Android spezielle Entwickleroptionen an. In der Grundeinstellung sind diese Funktionen aber versteckt. Um sie zu aktivieren, wechseln Sie zu den Einstellungen und wählen im Bereich Allgemein den Eintrag Geräteinformationen. Tippen Sie dann siebenmal auf den Eintrag Buildnummer, macht Sie ein Bildschirmhinweis darauf aufmerksam, dass der Entwicklermodus aktiviert wurde. Der entsprechende Eintrag ist ebenfalls im Bereich Allgemein untergebracht.

Android Entwickleroptionen

© PC Magazin

Nachdem Sie die Android Entwickleroptionen aktiviert haben, erhalten Sie Zugriff auf  weiterführende Tuning-Optionen.

Aus Tuning-Sicht interessant sind hier die in der Rubrik Zeichnung zu findenden Optionen Windows-Animationsgröße, Übergangs-Animationsgröße und Animator-Dauerskala, da sie für die Geschwindigkeit der Animationen zuständig sind. Die Bezeichnung dieser Befehle ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich -  bei HTC-Geräten heißen sie beispielsweise Maßstab Fensteranimation, Maßstab Übergangsanimation und Maßstab für Animatorzeit. Auch kann es sein, dass Sie in den Entwickleroptionen erst auf Erweitert tippen müssen, um an diese drei Optionen zu gelangen.

Die große Gemeinsamkeit: Als Standardwert wird stets 1x verwendet. Um diese Animationen zu beschleunigen, was bei der Benutzung den Eindruck erweckt, dass das Gerät schneller reagiert, tippen Sie Windows-Animationsgröße an und entscheiden sich im folgenden Dialog für 0,5x oder Animation ist ausgeschaltet.  Verfahren Sie mit den beiden anderen Optionen genauso.

7. Root: Überflüssige System-Apps deinstallieren

Auf gerooteten Geräten lassen sich sowohl die vom Hersteller vorinstallierten Apps als auch Systemkomponenten deinstallieren, sodass sich Android noch weiter abspecken lässt. Da das aber nicht mit Bordmitteln funktioniert, müssen Sie eine spezielle App installieren. Gute Dienste in der Praxis leisten Root Uninstaller Pro (2,09 Euro) und Root App Delete (werbefinanziert).

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Nicht genügend Speicherplatz verfügbar

Aber auch das überragende Datensicherungs- Tool Titanium Backup Pro (5,99 Euro) umfasst interessante Deinstallations-Funktionen. Sehr gut: Alle drei Apps bieten eine Funktion ein, um Apps einzufrieren. Hierbei simulieren die Apps die vollständige Deinstallation der Komponenten, ohne sie aber tatsächlich vom Gerät zu löschen. Treten bei der täglichen Nutzung keine Probleme auf, wissen Sie, dass sich das eingefrorene Element gefahrlos deinstallieren lässt.

8. Root: Alternativen Kernel einspielen

Erfahrene Anwender, die kein Problem damit haben, tief in das System einzugreifen, können den Standard-Kernel, der auf dem Gerät zum Einsatz kommt, durch eine Alternative ersetzen. Diese - von findigen Entwicklern - modifizierten Komponenten können Smartphones oder Tablets einen gehörigen Leistungsschub verpassen. Darüber hinaus ermöglichen solche Kernel auch tiefgehende Systemeingriffe, etwa die manuell Einstellung der minimalen und maximalen CPU-Taktrate oder die Einrichtung eines Dual-Boot-Systems.

Das Einspielen eines Alternativ-Kernels ist für Anwender, die bereits Erfahrung mit dem Flashen im Recovery-Modus gemacht haben, keine Herausforderung. Sie kopieren den gepackten Kernel auf den internen Speicher bzw. die im Gerät steckende SD-Karte, starten im Recovery-Modus neu und löschen zunächst alle Caches. Die weitere Vorgehensweise hängt vom installierten Recovery-System ab. Kommt ClockworkMod Recovery zum Einsatz, entscheiden Sie sich für install zip from sdcard und wählen die ZIP-Datei aus. Bei Nutzung von Team Win Recovery tippen Sie hingegen auf Install und geben dann den Pfad zum ZIP-Archiv an. Nach einem Neustart öffnen Sie die Einstellungen, tippen auf Über das Gerät und überprüfen, ob bei Kernel-Version die Bezeichnung des geflashten Kernels aufgeführt ist.

Android 5.0.2 System Update

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Android 5.0.2 System Update

Wesentlich zeitaufwändiger gestaltet sich die Suche nach dem passenden Kernel. In den Foren von XDA Developers finden sich zwar nach wie vor Kernel für viele gängige Smartphone- und Tablet-Modelle, allerdings werden nicht mehr alle Projekte aktiv betrieben. Bekannteste Beispiele sind der SiyahKernel für Samsung Galaxy S2 und S3 sowie Perseus und Deviant. Im Gegenzug steigen wieder andere Teams in die Programmierung ein. Bevor Sie also einen Alternativ-Kernel auf Ihrem Gerät einspielen, sollten Sie die jeweiligen Postings ganz genau durchlesen.

9. Custom-ROMs für erfahrene Nutzer

Anwender, die keine Scheu davor haben, ihr Android-Gerät zu rooten, können Smartphone und Tablet mit einem modifizierten Betriebssystem ausstatten. Solche Custom-ROMs haben gegenüber dem Standard-Android einen großen Vorteil: Sie sind auf maximale Leistung und eine lange Akkulaufzeit getrimmt. Erreicht wird dies unter anderem durch die Optimierung der Systemeinstellungen, spezielle Tweaks und den Verzicht auf überflüssige, auch als Bloatware bezeichnete Apps.

An erster Stelle steht hier CyanogenMod, das für eine Vielzahl von Android-Geräten angeboten wird. Ausgezeichnet: Selbst auf mehrere Jahre alten Geräten lässt sich CyanogenMod nutzen, da die Entwickler auch ältere Versionen zum Download anbieten.

CyanogenMod

© Screenshot: cyanogenmod.org

Die Anzahl der Geräte, auf denen sich Cyanogen-Mod nutzen lässt, ist beispielhaft groß.

Klicken Sie auf der Startseite auf Find your build und wählen Sie in der linken Spalte Ihr Gerät aus. Anschließend laden Sie die gewünschte Version des weltweit am häufigsten genutzten Custom-ROMs herunter. Das Einspielen von CyanogenMod erfolgt im Recovery-Modus  - wie Sie bei den verschiedenen Modellen vorgehen, verraten die Entwickler in der CyanogenMod Wiki.

Vereinfacht ausgedrückt geht's so: Sie kopieren das Custom-ROM auf Ihr Mobilgerät, starten es im Recovery-Modus neu, stellen den Werkszustand her und flashen das Custom-ROM-Image.

Neben den Dauerbrennern CyanogenMod und MIUI sind momentan auch Dirty Unicorns (primär für HTC One, Google Nexus und Samsung Galaxy Note/ S4) sowie Pac Rom, das für Geräte von 17 Herstellern angeboten wird, zu empfehlen.

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