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© Hersteller/Archiv
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Straße der Erinnerungen
Analoge Videokassetten digitalisieren
Videoaufnahmen von den Kindern, geliebte Fernsehshows mit längst verblichenen Moderatoren oder Spielfilme, die es nicht mehr zu kaufen gibt – fast jeder hat sie im Haus. Analoge Videokassetten füllen Schränke und man will sich einfach nicht von ihnen trennen. Mit einigen Kniffen lassen sie sich leicht ins digitale Zeitalter retten.
Jetzt ist die richtige Zeit, um analoge Videobänder zu digitalisieren. Noch gibt es gebrauchte Videorekorder in passablem Zustand, für VHS sogar Neugeräte. Das Angebot an Interfaces zur Digitalisierung ist groß. Warten Sie nicht, bis Magnetbänder infolge Alterungserscheinungen nicht mehr abspielbar sind. Unser Workshop verrät Tricks und Technik zur optimalen digitalen Konservierung Ihres Bandarchivs.
Wahl des Videorekorders
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PAL-Fernsehbild: Der Schärfeeindruck wird durch das Helligkeitssignal (auch Luminanz oder Y-Signal genannt) vermittelt. Der dahinter liegende Farbträger (auch Chrominanz, Chroma oder C-Signal genannt) wird mit wesentlich geringerer Auflösung übertragen.
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PAL-Fernsehbild: Der Schärfeeindruck wird durch das Helligkeitssignal (auch Luminanz oder Y-Signal genannt) vermittelt. Der dahinter liegende Farbträger (auch Chrominanz, Chroma oder C-Signal genannt) wird mit wesentlich geringerer Auflösung übertragen.
Sortieren Sie die Bänder vor und finden Sie heraus, welche Videosysteme zur Digitalisierung anstehen. Existiert der alte Videorekorder noch? Ein Abspielversuch lohnt sich, denn infolge hoher Fertigungstoleranzen der Consumergeräte liegt hier die Chance für die beste Wiedergabe.
Bei VCR, Video2000, Betamax und Video8/Digital8 gibt es keine Neugeräte und nur noch wenig Ersatzteile. Kalkulieren Sie beim Gebrauchtkauf die Kosten für eine Reparatur mit ein. Bei VCR und Video 2000 sind oft mehrere Käufe nötig, um ein funktionstüchtiges Gerät zu ergattern.
Bei VHS-Video sieht es besser aus. Ein gebrauchter S-VHS-Rekorder spielt nicht nur Standard-VHS Bänder ab, sondern hat vielfach noch TBC (Time Base Corrector) und Rauschunterdrückung eingebaut. Der S-VHS-Videoausgang liefert getrenntes Luminanz- und Chroma-Signal. Das bringt bessere Bildqualität.
Beliebt sind die früheren JVC-Serien 7000, 8000 und 9000. Hier kann das "Dynamic Drum"-System durch eine Piezokristall-Mechanik die Videokopftrommel automatisch drehen und dabei dem Tracking des abzuspielenden Bandes anpassen. Das bringt gute Abspielqualität auch von Bändern aus dejusterten Maschinen.
Gebrauchtgeräte enthalten allerdings ein Risiko. "Die Kopftrommel eines VHS-Rekorders hält zwischen 1000 und 2000 Betriebsstunwden. Dabei ist häufiger Bildsuchlauf ein regelrechter Kopftrommel-Killer", sagt Georg Höhenleitner vom Video Club München e.V., selbst Fernsehtechniker.
Bei einer durchschnittlichen Abspieldauer von drei Stunden pro Band ist nach 400 Bändern das Gerät hinüber. Das ist schnell erreicht. Defekte Videoköpfe zeigen schlierige Farben und schwarze Bildausreißer an den hellen Stellen.
Tipp: Derzeit sind noch zwei neu erhältliche VHS-DVD-Kombigeräte auf dem Markt, die Sie im Falle eines Neukaufs einer näheren Betrachtung unterziehen sollten: der Toshiba RDV50KF und der Panasonic DMR-EZ49V. Beide haben TBC und Noise Reduction. Der Toshiba besitzt zudem einen hochwertigen Video-Komponenten-Ausgang.
Computer-Hardware
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Anschlussbeispiel: Verwenden Sie soweit möglich den S-Video-Ausgang am Camcorder. Audio muss getrennt verkabelt werden.
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Anschlussbeispiel: Verwenden Sie soweit möglich den S-Video-Ausgang am Camcorder. Audio muss getrennt verkabelt werden.
Mit einem kleinen Stick oder einer Box werden die analogen Videosignale digitalisiert und an den Rechner weitergeleitet. Geräte mit Firewire-Anschluss wie der Canopus AVDC-110 und der ADVC-300 (letzterer mit integriertem TBC, www.grassvalley.com ) werden von allen Schnittprogrammen erkannt, die mit DV-Camcordern kommunizieren können. Sie wandeln das Video in den DV-Codec um, der sich dank seiner geringen Kompression unproblematisch weiterbearbeiten lässt.
Wandler mit USB-Anschluss gibt es in zwei Ausführungen. Die Terratec-Geräte (www. terratec.de ) G1 und der G3 sowie die Terratec-Grabster-Serie leiten ebenfalls ein DV-Signal an den Rechner weiter, das Umrechnen in andere Formate erfolgt in der mitgelieferten Magix-Software. Andere Hersteller verbauen einen Hardware-Encoder für MPEG2 oder H.264. Sie senden das hochreduzierte Signal in den PC.
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Die Pinnacle Studio Movie Box HD läuft über USB, arbeitet intern in DV/HDV-Codec. Die Ultimate Edition bietet umfangreiche Zusatzausstattung.
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Die Pinnacle Studio Movie Box HD läuft über USB, arbeitet intern in DV/HDV-Codec. Die Ultimate Edition bietet umfangreiche Zusatzausstattung.
Elgato geht mit dem Stick Video Capture diesen Weg (www.elgato.com). Das reduziert enorm die Datenmengen auf der Festplatte und steigert die Geschwindigkeit, weil zeitaufwändiges Umkodieren entfällt. Allerdings sind Bildeingriffe wie Farbfilter und Vergrößerungen bei hochreduzierten Videodaten nicht mehr gut möglich.
Die Entscheidung zwischen schneller Performance oder optimalen Nachbearbeitungsmöglichkeiten muss also vor dem Kauf eines Digitalwandlers fallen, sofern Sie sich nicht für zwei unterschiedliche Geräte entschließen.
Tipp: Wenn Sie Videos professionell nachbearbeiten wollen, digitalisieren Sie diese möglichst ohne Kompression.
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Kabelbaum: Die Steckkarte Decklink Intensity Pro hat Ein- und Ausgänge für Composite, S-Video, Komponente und HDMI.
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Kabelbaum: Die Steckkarte Decklink Intensity Pro hat Ein- und Ausgänge für Composite, S-Video, Komponente und HDMI.
Nur mit unkomprimiertem PAL lässt sich eine weitestgehend identische digitale Kopie des Bandes mit allen Reserven erstellen. Dabei enstehen große Datenmengen. Während der DV-Codec etwa 13 GByte Speicherplatz pro Stunde belegt, ist es beim Sendestandard DVCPRO50 bereits das Doppelte. 8 Bit Unkomprimiert entsprechen etwa 70 GByte, 10 Bit unkomprimiert brauchen 93 GByte pro Stunde.
Das setzt einen schnellen Rechner und eine entsprechende Digitalisier-Karte voraus. Hier bietet die Decklink Intensity Pro (www.nmav.de oder www.video2see.de) sehr viel für wenig Geld. Sie kann unkomprimiertes Video in SD und HD aufnehmen. Die Decklink-Treiber benötigen allerdings ein professionelles Schnittprogramm wie Adobe Premiere Pro, Sony Vegas und Apple Final Cut Pro.