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Analog-Abschaltung 2012 - Das Ende naht

Wer immer noch analoges TV empfängt, sollte sich langsam auf den digitalen Umstieg vorbereiten. Bis zur Abschaltung des analogen Satellitensignals am 30. April 2012 ist es zwar noch ein wenig hin, aber jetzt ist die beste Umrüstzeit.

  1. Analog-Abschaltung 2012 - Das Ende naht
  2. Schüssel feinjustieren
Analog-Abschaltung 2012 - Das Ende naht

© Archiv/Hersteller

Analog-Abschaltung 2012 - Das Ende naht

Das Ende des analogen Satelliten-TVs kommt immer näher. Am 30. April 2012 wird um drei Uhr morgens das analoge Signal abgeschaltet. Noch ist Zeit, sich auf die Umstellung vorzubereiten. In vielen Fällen muss lediglich das Empfangsgerät, also der Sat-Receiver, ausgetauscht werden.

Ältere Anlagen - vor allem jene, die bis 1997 verbaut wurden - dürften von der Umstellung betroffen sein. In diesem Fall muss zusätzlich der LNB (Low Noise Block Converter) an der Schüssel getauscht werden. Sitzt die Schüssel auf dem Dach, kommt man um eine Klettertour nicht herum. Gerade deshalb sollt man jetzt in der (noch) schönen Jahreszeit die Umstellung vornehmen.

Arbeiten auf dem Hausdach dürften sich kurz vor Ende April wegen des dann zu erwartenden schlechteren Wetters etwas schwieriger gestalten. Noch dazu könnte es zum Stichtag der Abschaltung zu Engpässen bei den einzelnen Komponenten kommen. Wer jetzt den Umstieg in Angriff nimmt, hat noch die freie Auswahl und kann sich die Geräte beschaffen, die er wirklich will bzw. braucht.

Die Vorteile des digitalen Fernsehens: besseres Bild, besserer Ton, einfache Bedienung. Auch der elektronische Programmführer (EPG) bietet viele Annehmlichkeiten: Auf Tage hinaus liefert er Informationen zu den kommenden Sendungen. Ist der Receiver auch noch PVR-fähig, fungiert also als digitaler persönlicher Videorekorder, lassen sich über den EPG Aufnahmen per einfachen Knopfdruck programmieren.

Umstieg leicht gemacht

Der Umstieg in die digitale Welt ist vielfach einfacher, als man denkt. Wenn nur der Receiver getauscht werden muss, ist das ein Aufwand von wenigen Minuten. Muss der LNB gewechselt werden, sollten Sie eventuell gleich auch noch die Schüssel erneuern.

Damit Sie beim Umstieg auf dem richtigen Weg sind, haben wir für Sie einige Tipps und Tricks zusammengestellt. Die Palette reicht von der Auswahl der richtigen Schüsselgröße und der Installation der Schüssel bis zur Feststellung, ob der Empfangsweg noch analog oder bereits digital ist.

Die passende Schüsselgröße

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© Hersteller / Archiv

Bei einer Neuanschaffung sollten Sie sich Gedanken über die Größe der Schüssel machen. Um in Deutschland das Signal von ASTRA-Satelliten zu empfangen, über die alle relevanten Sender abgestrahlt werden, genügt beispielsweise eine Schüssel mit 60 cm Durchmesser.

In Randgebieten Europas, den sogenannten Ausleuchtzonen, muss eine größere Schüssel her. Auf www.astra.de finden Sie weitere Hinweise und Abbildungen der Zonen. Eine größere Schüssel bietet Ihnen Qualitätsreserven bei schlechtem Wetter. Insofern gilt: je größer die Schüssel, desto besser die Chancen für perfekten Empfang.

Der richtige Standort

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Grundregel: Der Spiegel muss freie Sicht in Richtung Süden haben. Es sollten also keine Gebäude im Weg stehen. Außerdem sollte die Schüssel leicht erreichbar sein, damit Sie zu einem späteren Zeitpunkt Empfangsstörungen beseitigen können.

Die Montage auf dem Dach ist deshalb nur eine Notlösung. Eine verschneite Schüssel im Winter vom Schnee zu befreien kann auf dem Dach schwierig und gefährlich werden. Besser eignen sich eine Hauswand, der Balkon oder eine Aufstellung im Garten.

Die Montage

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Die Installation der Schüssel auf dem Dach ist aufwendig: Sie müssen einen Mast errichten, diesen abdichten und obendrein erden. Es gibt jedoch Dachpfannen, die eine Einsteckvorrichtung für ein Antennenrohr bieten. Beim Befestigen der Schüssel an einer Mauer erleichtern spezielle Wandhalter die Montage.

Die Schüssel ausrichten

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Richten Sie die Schüssel zunächst grob aus. Dazu stellen Sie den Neigungswinkel, den Sie im Normalfall aus einer der Antenne beiliegenden Tabelle entnehmen können, ein. In Deutschland liegt er in etwa bei 32 Grad. Danach drehen Sie die Schüssel nach Süden und schließen diese an Receiver oder Fernseher an. Jetzt schalten Sie Fernseher und Receiver ein und wählen im Receiver-Menü den Satelliten an, von dem Sie ein Signal erhalten möchten.

Halten Sie den Fernseher im Blickfeld, damit Sie das Signal kontrollieren können. Drehen Sie die Schüssel jetzt in Richtung Osten. Sie können sich dabei grob an den Antennen Ihrer Nachbarn orientieren. Bei neueren Receivern wird Ihnen die Signalstärke in Form eines Balkens oder einer Prozentangabe angezeigt.

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