Computer:Drucker

Alternativen zum Profi - Fotodrucker

Natürlich will sich nicht jeder Fotofreund so ein großes Kaliber wie einen Profi-Fotodrucker zulegen. Außerdem geht es in den meisten Fällen darum, Fotos für den Hausgebrauch zu drucken.

Fotodrucker

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Sorgen für schöne Ausdrucke: Foto-Drucker.

Der A4-Tintenstrahldrucker

Der Tintenstrahldrucker ist im Konsumerbereich eine der am meisten genutzten Druckerklasse, sei es unter der Haube eines Druckers oder Multifunktionsgerätes. Der Grund der weiten Verbreitung ist seine Vielseitigkeit, die gerade im häuslichen Umfeld benötigt wird. Man kann Dokumente, Grafiken und Fotos drucken, ohne ständig das Gerät zu wechseln. In der Regel lässt sich bei aktuellen Tintenstrahldruckern einstellen, ob man nur mit schwarzer Tinte drucken möchte oder den kompletten Patronensatz zum Einsatz bringt. Die preiswerten Tintenstrahler sind in der Regel mit einer Schwarz- und drei Farbtinten als Einzel- oder Mehrkammerpatronen ausgestattet. Diese Drucker können zwar auch Fotos drucken, aber oft werden beim Fotodruck nur die drei Grundfarben eingesetzt.

Die schwarzen Bildanteile setzen sich dann hauptsächlich aus Magenta und Cyan zusammen, was oft ein recht klägliches Schwarz und einen meist braun- oder blaustichigen Graustufenverlauf zur Folge hat. Mit solchen Fotos ist in der Regel kein Staat zu machen, es sei denn, sie sind als kurzlebige Handouts gedacht. Solche Ausdrucke sind dann aber mit Verlaub nicht die Tinte und das Fotopapier wert. Für Entwürfe kann man auch Normalpapier nutzen und eventuell auf Farbe ganz verzichten. Wer für den Hausgebrauch ansprechende Fotos drucken möchte, sollte schon in eine Druckerklasse höher investieren und sich einen Fotodrucker oder ein Multifunktionsgerät zulegen, dessen Druckwerk auch für den Fotodruck konzipiert ist. Natürlich lassen sich auch mit diesen Geräten Dokumente drucken, aber ihre Grundausstattung ist schon eher für ein fotolastiges Druckverhalten ausgelegt.

Oft besitzen diese Drucker ein Farbdisplay, Speicherkartenslots und Schnittstellen für den Kamera-Direktdruck. Das Patronenset enthält meist die eine oder andere zusätzliche Fotofarbe, die den Farbraum des Druckers vergrößert. Weiterhin wird bei vielen Modellen der Fotodruckerklasse auch die Schwarzpatrone mit zum Fotodruck herangezogen, um den Kontrast und Graustufenverlauf entsprechend zu verbessern. Solche Drucker sind schon unter 100 Euro zu haben und je nach Hersteller mit entsprechenden Ausstattungen und Funktionen versehen. Die Geräte sind einfach zu bedienen, lassen oft einen Direktdruck ohne PC von der Speicherkarte oder Kamera zu und liefern gute Ergebnisse für das Fotoalbum, als Geschenke und für die Hand-zu-Hand-Präsentation. Die Fotodrucker beschreiben eine Vielzahl von Medien und in der Regel Fotopapier bis zum A4-Format auch randlos. Den größten Pool an speziellen Fotodruckern bieten Canon, Epson und HP an. Doch auch einzelne Geräte von Lexmark, Kodak und Brother eignen sich zum Fotodruck für den Hausgebrauch.

Fotodrucker

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Auch für weniger Geld gibt es schon gute Fotodrucker für den Hausgebrauch.

Mobile Tintenstrahldrucker

Neben den stationären Tintenstrahldruckern gibt es mobile Fotodrucker auf Tintenbasis. Diese Drucker sind aber nur für den Fotodruck ausgelegt. Das Foto-Format ist bei dieser Geräteklasse meist auf 10 x 15 oder 9 x 13 cm beschränkt. Da die Mini-Tintenstrahler für den mobilen Gebrauch auf Partys oder anderen Gelegenheiten gedacht sind, ist ihre Ausstattung für den PC-unabhängigen Druck optimiert. Neben Slots für Speicherkarten und Schnittstellen für den Kameradirektdruck per PictBridge steht oft ein etwas größeres Farbdisplay zur Verfügung, um einfache Bildkorrekturen direkt am Drucker vornehmen zu können. Das Originalbild auf der Speicherkarte wird dabei nicht verändert. Optional lassen sich die mobilen Drucker je nach Ausstattungsvariante über einen Akku mit Strom versorgen, der den Drucker neben dem PC auch unabhängig von der Steckdose arbeiten lässt. Man erhält Fotoprints für den Hausgebrauch in ansprechender Qualität, sofern das Ausgangsmaterial keine all zu großen Nachbearbeitungen erfordert. Für solche Fälle kann man die Drucker auch mit dem PC verbinden, um eine umfangreichere Bildbearbeitung zu nutzen.

Fotodruck

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Thermosublimations-Fotodrucker

Für den Druck von digitalen Fotos auf Fotopapier kann man auch einen Thermosublimationsdrucker nutzen. Diese Geräteklasse nutzt eine völlig andere Technik als die Tintenstrahldrucker, um die Farbe auf das Fotopapier aufzutragen. Bei der Thermaosublimationstechnik wird die Farbe nicht auf das Papier gespritzt, sondern aufgedampft. Die Farbe kommt nicht als Tinte in Patronen oder Kartuschen, sondern als Farbschicht auf einer Folie. Diese steckt als Rolle in einer Kartusche, ähnlich dem Farbband bei einer Schreibmaschine. Dabei ist die Folienrolle immer für eine bestimmte Anzahl von Fotos ausgelegt und nur einmal zu verwenden. Die Form der Folienkartusche ist von Hersteller zu Hersteller verschieden, sodass man immer auf die Verbrauchsmaterialien des Druckerherstellers angewiesen ist. Gleiches gilt für die Fotopapiere. Deshalb gibt es in der Regel sogenannte Kits oder Druckpakete, die neben der Folienkartusche auch gleich die der Folienlänge entsprechende Anzahl von Papierseiten enthält. Da die "Druck"-Methode eine andere ist, lässt sich Fotopapier für Tintenstrahldrucker nicht verwenden. Außerdem sind die Thermos in der Regel nur für kleine Formate ausgelegt, oft nur für Fotopapier im Format 10 x 15 cm. Die Drucker sind recht klein und handlich und lassen sich je nach Modell auch oft PC- und steckdosenunabhängig betreiben. Die Druckqualität der Thermodrucker ist gut, die Bilder sind dank der Schutzschicht sofort trocken und lassen sich in die Hand nehmen.

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In drei Durchgängen dampft der Druckkopf die Grundfarben auf. Im vierten Durchlauf erhält das Foto eine Lackschicht, die den Glanz liefert und die Oberfläche sofort schützt.

Fotos mit dem Farblaserdrucker

Farblaserdrucker sind in der Einstiegsklasse nicht mehr teuer. Allerdings ist ein Farblaser eher für den Dokumenten- und Grafikdruck als für den Fotodruck vorgesehen. Doch auch die Hersteller von Farblaserdruckern versuchen mit einigen technischen Neuerungen den Fotodruck zu ermöglichen. So werden Geräte mit PictBridge-Anschluss für den Kamera-Direktdruck angeboten. Ölige Toner, Foto-Treiberfunktionen und etwas stärkere sowie schwach glänzende Papiere sollen weiterhin ein Fotofeeling erzeugen. Die Papierhaptik und der leicht schimmernde Toner können aber nicht mit den Glanzausdrucken auf starkem Fotopapier von Tintenstrahler- und Thermodruckern mithalten. Eine Ausnahme machen hier Kunstdrucke oder Fotos, die für einen Glasrahmen vorgesehen sind. Da ein Kunstdruck in der Regel nicht auf einer glänzenden, sondern eher matten Oberfläche präsentiert wird, lässt er sich auch mit einem Farblaser produzieren. Gleiches gilt für Fotos, die man hinter einem Rahmen präsentieren möchte. Diese Ausdrucke sind nicht auf eine glänzende Oberfläche angewiesen, den Glanz zaubert das Glas des Rahmens auf das Foto.

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