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Alternativen

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© PC Magazin

Die Virtual-Box zeigt, welches System der BitBox zugrunde liegt: ein Debian mit 768 MByte Arbeitsspeicher.

Alternative: Sandboxie

Die Freeware Sandboxie (www.sandboxie.com) errichtet eine so genannte Sandbox um Programme und kapselt sie vom eigentlichen System ab. So schützt sie den PC recht zuverlässig vor Veränderungen der Registry und Dateien, die durch eine Deinstallation nicht entfernt werden. Das Tool hängt sich dazu zwischen Applikationen und Festplatte und fängt alle Änderungen am System ab.

Stattdessen legt es diese Änderungen in einem eigenen Speicher ab. Schließen Sie das gekapselte Programm, zum Beispiel den Browser des Systems, löscht die Software alle Änderungen aus dem internen Sandboxie-Speicher. Gefährliche ActiveX-Controls, Cookies und durch JavaScript eingefangene Trojaner landen so nicht auf der Festplatte, Sandboxie erlaubt nur lesenden Zugriff. Dennoch ist das Schutzlevel einer Sandbox nicht so hoch wie das einer virtuellen Maschine, da der Browser nicht in einem eigenständigen Betriebssystem sitzt. Dafür ist die Handhabung einfacher und der Betrieb deutlich schneller.

Ratgeber: Die beste Security-Freeware

Das Tool hat lediglich eine Größe von 2 MByte. Um ein Programm schnell in der Sandbox zu starten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Sandboxie-Symbol im Traybereich der Taskleiste und wählen DefaultBox aus. Anschließend können Sie das entsprechende Programm etwa den Browser starten.

Egal, für welche Lösung Sie sich entscheiden, die hochsichere BitBox, der ähnliche Webconverger, die schnelle Sandboxie oder ein einfaches Live-Linux: Bauen Sie eine zusätzliche Barriere unterschiedlicher Ausprägung zwischen das Internet und Ihre sensiblen Daten.

Alternative: Live Linux

Jedes Live-Linux, also ein Betriebssystem, das der Anwender nicht installiert, sondern von DVD startet, ist relativ sicher, da kein Zugriff auf das Hauptsystem erfolgt. Die normalen Live-Linuxe, also nicht die speziell gehärteten wie BitBox oder Webconverger, binden allerdings die lokalen Laufwerke ein. Das hat den Vorteil, dass sich Einstellungen bis zum nächsten Booten erhalten lassen, aber der Nachteil ist, dass ein Trojaner sich also theoretisch über das Dateisystem der Festplatte verbreiten kann.

Ratgeber: Die 200 besten USB-Tools

Eine vor allem einsteigerfreundliche Linux-Distribution heißt Linux Mint (www.linuxmint.com). Sie ist für Linux-Anfänger gedacht, die sich in das Betriebssystem einarbeiten wollen. Die Live-CD verfügt über vorinstallierte Multimedia-Codecs und Bildbearbeitungsmöglichkeiten. Auch der Zugriff auf NTFS-Partitionen ist eben problemlos möglich. Direkt über die Installationsoberfläche können Sie weitere Programme im System integrieren. Ebenfalls dabei ist ein Office-Paket auf Basis des Open Office-Nachfolgers LibreOffice.

Um die Oberfläche in Deutsch darzustellen, können Sie in der Anwendung ein entsprechendes Sprachpaket herunterladen. Sie laden die Distribution als ISO-Datei herunter und müssen diese als Image auf CD brennen, mit der Sie das System booten.

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