Tipps & Tricks

Wohin mit alter Hardware?

Nachdem wir zeigten, was Sie mit einem alten PC machen können, werfen wir einen Blick auf Einsatzzwecke für einzelne, alte Hardware.

  1. Wohin mit alter Hardware?
  2. Weitere Tipps
Shutterstock Teaserbild

© shutterstock/Mikko Lemola

Wir zeigen, wozu alter Kram noch gut ist!

Jahr für Jahr landen mehrere Hunderttausend ausrangierte PCs und Notebooks in bundesdeutschen Wertstoffhöfen. Dabei ließe sich der alte Rechner in sehr vielen Fällen noch sinnvoll weiternutzen. Welche Computer Sie entsorgen sollten, wie Sie das ohne Sicherheitsprobleme tun und wie und wofür Sie anderen Kandidaten neues Leben einhauchen, lesen Sie in diesem Artikel.

Tipp 1) Entscheiden: Wertstoffhof oder weiterverwenden?

Um es ganz klar zu sagen: Es gibt Rechner, die gehören auf den Wertstoffhof. Funktioniert ein zehn Jahre alter Computer nicht mehr, ist es nur selten sinnvoll, die Komponenten alternativen Einsatzzwecken zuzuführen. Das liegt schon allein an den veralteten Schnittstellen oder den geringen Kapazitäten, die alte Festplatten besitzen. Für eine 20-GByte-Festplatte müssen Sie kein USB-Gehäuse für den Betrieb als externen Datenspeicher kaufen, wenn ein USB-Stick mit 32 GByte Kapazität heute keine zehn Euro kostet. Hier ist eine Rettung der Komponenten weder die Mühe noch die Kosten wert. Wenn Sie Ihre alte Festplatte entsorgen möchten, ist allerdings Vorsicht geboten. Die Daten, die sich dort eventuell befinden, sollten Sie vor der Fahrt zum Wertstoffhof natürlich vernichten. Das geht zum Beispiel mit dem Tool Secure Eraser.

Ist Ihr PC oder Ihr Notebook dagegen jünger als zehn Jahre und funktioniert einwandfrei, dann gibt es diverse Möglichkeiten der Weiterverwendung. Hintergrund: Seit 2005 sind Dual-Core-Prozessoren auf dem Markt, die einen gehörigen Geschwindigkeitsschub mitbrachten. Derart ausgerüstete Rechner sind selbst heute noch für gängige Aufgaben ausreichend schnell und eignen sich beispielsweise als Ersatz-PCs oder für einen eingeschränkten Aufgabenbereich.

Alter PC

© shutterstock/Feng Yu

Ist der alte PC noch etwas wert? Sollte man ihn entsorgen oder lohnt es sich, ihn wieder instand zu setzen? Bei Weitem nicht immer lohnt sich dieser Aufwand.

Tipp 2) Nicht wegschmeißen, sondern verkaufen

Ganz klar: Reichtümer werden Sie durch den Verkauf Ihres alten Rechners nicht anhäufen. Doch wenn der PC oder das Notebook noch einwandfrei funktioniert, kann sich der Verkauf lohnen. Es gibt durchaus Menschen, die bestimmte Komponenten quasi als Ersatzteile für den eigenen Rechner suchen. Das können beispielsweise ältere Speicherriegel, Mainboards, CPUs oder eine betagte Grafikkarte sein.

Es bietet sich an, funktionierende Komponenten einzeln bei Online-Auktionshäusern anzubieten. Wer die Mühe des Versands nicht scheut, kann auf diese Weise den einen oder anderen Euro dazuverdienen - und wenn sich die Teile gar nicht verkaufen lassen, bleibt als letzter Ausweg immer noch der Wertstoffhof.

Möchten Sie einen kompletten Rechner mit Festplatte oder die Festplatte separat verkaufen, geben Sie unbedingt darauf Acht, dass sich keine persönlichen Daten mehr darauf befinden. Alternativ bauen Sie die Festplatte aus und verkaufen den Rechner komplett ohne Festplatte. Da er ohnehin nicht viel Geld einbringen wird, wird der Verkauf ohne Festplatte keinen nennenswerten Verlust bedeuten. Wie bei allen Verkäufen sollten Sie beim Verkauf Ihres alten Rechners absolut ehrlich sein und eventuelle Defekte nicht verschweigen. Sind Sie unsicher, ob eine Komponente wirklich fehlerfrei funktioniert, verkaufen Sie diese besser gleich ausdrücklich als "defekt". Lieber beim Verkauf ein paar Euro verlieren, als sich später mit einem zu Recht verärgerten Käufer auseinandersetzen zu müssen.

Screenshot: Gebrauchte Rechner

© Weka/ Archiv

Gebrauchte Rechner bringen dem Verkäufer keine Reichtümer, aber auch ein paar Euro sind besser als keine.

Ein defektes Notebook eignet sich ebenfalls noch recht gut für einen Verkauf, wobei Sie auch hier die Festplatte zuvor ausbauen und separat vernichten sollten. Alte Notebooks sind als Ersatzteilspender beliebt, weil bestimmte Bauteile wie ältere Speicherriegel oder ein betagter, aber funktionstüchtiger Akku als Neuware oft nicht mehr zu bekommen sind.

Tipp 3) Tun Sie etwas Gutes und spenden Sie Ihr altes Notebook

Es tut Ihnen leid, einen funktionierenden, ausreichend schnellen Rechner in den Müll zu schmeißen? Dann besuchen Sie die Seite pc-spende.de, und spenden Sie ihren alten Mobilrechner für einen guten Zweck. Hinter der Website steht der Förderverein "Das macht Schule", welcher Schulen in Deutschland mit Gratisrechnern versorgt. PCs werden leider erst ab einer Menge von fünf Stück genommen, sodass hier in erster Linie Firmen angesprochen sind, die einen ganzen Maschinenpark entsorgen möchten. Bei Notebooks gehen jedoch auch Einzelstücke. Technische Grundvoraussetzungen: Core Duo oder höher ab mindestens 1,6 GHz sowie zwei GByte Hauptspeicher. Auch funktionierende Drucker oder Scanner werden gern genommen. Alle Geräte werden nach Terminvereinbarung bei Ihnen abgeholt.

Eine Alternative für PCs unter zehn Jahren Lebensalter ist computerspendehamburg.de. Dieser gemeinnützige Verein gibt technisch einwandfreie Windows-Rechner an bedürftige Menschen im Lande weiter. Alle Daten und Passwörter müssen jeweils vorher entfernt werden, idealerweise durch Formatierung der Festplatte.

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