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© 2011 Village Roadshow Films
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Fanseiten
Alles über Sherlock Holmes im Netz
Ein aufstrebender Autor klaut die Roman-Idee eines Freundes, beginnt dann eine Affäre mit dessen Frau und vergiftet den zweifach Gehörnten anschließend mit deren Hilfe. Ein Fall für Sherlock Holmes? Definitiv: Glaubt man dem Historiker Rodger Garrick-Steele, war dieser Übeltäter niemand anderes als Arthur Conan Doyle, der geistige Vater des scharfsinnigen Detektivs. Der Beliebtheit Sherlock Holmes' tat diese vor wenigen Jahren aufgeworfene Verschwörungstheorie jedoch keinen Abbruch - was sowohl Guy Ritchies zweiter Holmes-Kinofilm "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten"(Start: 22.12.) als auch die unzähligen Fanseiten im Web beweisen.
Über 70 Schauspieler zündeten sich in über 200 Holmes-Verfilmungen bereits nachdenklich die Pfeife an - damit steht Sherlock Holmes als der am häufigsten dargestellte Filmcharakter im Guinnessbuch der Rekorde. Basil Rathbone, Peter Cushing, Jeremy Brett und viele weitere verkörperten Holmes, bevor Regisseur Guy Ritchie 2009 Robert Downey Jr. engagierte. Den "Iron Man". Das Enfant terrible. Schlimmer noch: den Amerikaner. Zur Beruhigung seiner Landsleute sorgte Regisseur Guy Ritchie dafür, dass zumindest Dr. Watson von einem waschechten Briten gespielt wird - Jude Law. Dass dieser aber ebenso wenig ein Kind von Traurigkeit ist wie sein Filmpartner, lässt sich auf den Fanseiten downeyunlimited.com und law-less.org nachlesen.
Zu den beiden Herren gesellt sich in "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" (www.sherlockholmes2.de ) eine junge Dame, die in Europa schon für einiges Aufsehen sorgte: Noomi Rapace, die gefeierte Lisbeth Salander aus den Stieg-Larsson-Verfilmungen, gibt eine Zigeunerin, die in Holmes' Kampf gegen Professor Moriarty (Jared Harris) eine entscheidende Rolle spielt. Doch auch in weiteren Hollywoodproduktionen nimmt die Schwedin in nächster Zeit eine zentrale Position ein - unter www.noomi-rapace.com steht alles Wissenswerte.
Zunächst jedoch prügelt sie sich mit Holmes und Watson durch Londons Unterwelt. Und das ist absolut im Sinne des Erfinders: Liebevoll gepflegte Fanseiten wie www.sherlock-holmes.org.uk oder das Sherlockpedia (de.sherlockpedia.wikia.com ) belegen nämlich, dass Guy Ritchie mit seiner schlagfertigen Vision des Schnüfflers der literarischen Vorlage gar nicht so fern ist: Auch der Romanheld ließ gelegentlich die Fäuste sprechen, lieferte sich scharfzüngige Wortgefechte und griff hin und wieder zu (heute) illegalen Substanzen. Wer's nicht glaubt, kann sich im Ebook-Bestand der Universität von Adelaide (www.adelaide.edu.au ) eines Besseren belehren lassen - unter D wie Doyle, Arthur Conan.
Der Meisterdetektiv - ein Mordmotiv?
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Robert Downey Jr. und Jude Law (links) sind Sherlock Holmes und Dr. Watson.
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Dass der ehemalige Arzt nicht nur Detektiv-Geschichten verfasste, sollte Sherlock Holmes übrigens zum Verhängnis werden, wie beispielsweise die Seite www.siracd.com beschreibt: Weil er sich lieber anderen Figuren widmen wollte, brachte Doyle seinen Helden 1893 kurzerhand um. Zusammen mit seinem Erzfeind Professor Moriarty stürzte Holmes zum Entsetzen seiner zahlreichen Anhänger in der Erzählung "Das letzte Problem" die Reichenbachfälle hinab.
1902 erschien dennoch ein neuer Fall, sozusagen posthum: "Der Hund der Baskervilles", die wohl berühmteste Holmes-Story. Ein Krimi, dessen größtes Verbrechen sich möglicherweise auf den Seiten vor dem ersten Kapitel abspielte. Denn dort wird auf einen gewissen Bertram Fletcher Robinson hingewiesen - Doyles Ideengeber, der ein paar Jahre nach dem Erscheinen des Romans mit Mitte 30 verstarb. Ob nun an einem Fieber oder - wie Rodger Garrick-Steele behauptet - an einem Gift, wird wohl auch Sherlock Holmes nicht mehr rausfinden können.