Echtes Multimedia-Notebook von Aldi für 700 Euro

Aldi: Multimedia-Notebook Medion Akoya P7612 mit 17,3 Zoll und DVB-T

Oft schreibt Aldi auf seine Notebook-Ankündigung das schöne schwammige Wort "Multimedia" mit rein, doch selten war es so treffend wie beim neuen Medion Akoya P7612 (MD 97860) mit 17,3-Zoll-Display, autarker 3D-Grafik, DVB-T-Tuner und Fernbedienung. magnus.de unterzieht das Akoya P7612 einem Komponenten- und Ausstattungs-Check, um zu prognostizieren, in welcher Klasse das Aldi-Notebook genau spielt.

  1. Aldi: Multimedia-Notebook Medion Akoya P7612 mit 17,3 Zoll und DVB-T
  2. Teil 2: Aldi: Multimedia-Notebook Medion Akoya P7612 mit 17,3 Zoll und DVB-T
Aldi-Notebook Medion Akoya P7612

© Archiv

Aldi-Notebook Medion Akoya P7612

Sowohl Aldi Nord als auch Süd nehmen das Multimedia-Notebook Medion Akoya P7612 ab Donnerstag in ihr Sortiment auf - solange wie der Vorrat reicht, versteht sich. Wirklich mobil ist die neue Rechenmaschine allerdings nicht. Vielmehr soll sie zu Hause den Desktop-PC ersetzen und tragbar genug sein, um mal vom Wohnzimmer ins Esszimmer oder ins Büro zu gelangen. Zwar spart sich Aldi die Gewichtsangabe beim P7612, doch erfahrungsgemäß sind 3,5 Kilo plus Netzteil schnell erreicht bei einem 17,3-Zoll-Notebook, das geht beim Tragen außer Haus leicht auf den Rücken. Dafür ermöglicht der große, entspiegelte 17,3-Zoll-Display im 16:9-Format und einer Auflösung von 1.600 x 900 Bildpunkten ideale Vorraussetzungen für Spiele, Filme und anspruchsvolle Bild- und Office-Arbeiten. Hinzu kommt bei dieser Größe auch eine ordentliche Dimensionierung der Tastatur, auf der sich dann richtig gut arbeiten lässt. Doch kommen wir zu den inneren Werten des P7612.

Leistungskomponenten im Medion Akoya P7612

Wie meistens bei Aldi- bzw. Medion-Notebooks, basiert das Innenleben des P7612 auf einer Intel-Plattform. Für genügend Rechenpower sorgt Intels Core-2-Duo-Prozessor T6500 mit zwei Rechenkernen, die jeweils mit 2,1 GHz takten. Zusätzlich verfügt diese Zwei-Kern-CPU über 2 MB Level-2-Cache und eine mittelschnelle Systemanbindung von 800 MHz. Um entsprechend mit Daten hantieren zu können, stehen dem Prozessor 4 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Von den 4 GB RAM sind unter dem vorinstallierten Windows Vista in der 32-Bit-Version jedoch "nur" 3,75 GB nutzbar, weil das 32-Bit-Vista lediglich 4 GB inklusive der 256 MB Grafikspeicher verwalten kann. Aldi legt jedoch die 64-Bit-Version von Windows Vista mit bei, womit sich dann unabhängig vom Grafikspeicher der komplette Arbeitspeicher von 4 GB nutzen ließe. Natürlich liegt auch dem Aldi-Notebook wie mittlerweile jedem "Wintel-Gerät" ein Windows-7-Coupon bei, der ab dem 22. Oktober 2009 gegen eine Bearbeitungsgebühr von 20 Euro eingelöst werden kann.

Etwas gegeizt hat Medion bei der Wahl des einzubauenden Grafikchips. Der autarke 3D-Beschleuniger-Chip Geforce GT210M von Nvidia unterstützt zwar bereits DirectX-10, doch entsprechend moderne Spiele bringen den 3D-Chip schnell ins schwitzen - erst recht bei der auszufüllenden Display-Auflösung von 1.600 x 900. Viel mehr als Daumenkino dürfte der Spieler nicht zu sehen bekommen. Etwas besser sieht es mit älteren DirectX-9-Spielen aus, die in der Regel flüssig laufen sollten, wenn man bei Detailtiefe und Grafikeffekten ein paar Kompromisse eingeht. Ansonsten ist der 210er 3D-Chip eher für einen sparsamen Energieverbrauch bekannt - eine Eigenschaft, die bei einem Desktop-Ersatz-Notebook weniger wichtig gewesen wäre als ein stärkerer Grafikchip. Für die Wiedergabe von HD-Videos oder zum Einsetzten modernster Bild- und Video-Bearbeitungsprogrammen reicht der Geforce Geforce GT220M aber locker aus.

Aldi-Notebook Medion Akoya P7612

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Großzügiger zeigte sich der Notebook-Assembler bei der Wahl der Festplattenkapazität von 500 GB. Falls diese 500 GB doch mal eng werden oder jemand vorbildlicher Weise hin und wieder mal ein Backup von seiner Platte zieht, der kann dies über einen von drei USB-Ports oder dem schnelleren eSATA-Anschluss bewerkstelligen. Als Besonderheit bietet das Medion Akoya P7612 sogar noch einen freien Schacht für eine zweite 2,5-Zoll-Festplatte. Als optisches Laufwerk steht ein 8-fach-Multiformat-DVD/CD-Brenner parat. Auf ein Laufwerk, das Blu-rays zumindest lesen kann, warten wir also bei Aldi noch immer vergeblich. Dabei hätte der Grafikchip Geforce 210M für die HD-Video-Beschleunigung die nötige Power und ein am Notebook schlummernder HDMI-Anschluss könnte das Filmmaterial perfekt auf einen entsprechenden Flachbild-Fernseher übertragen... vielleicht beim nächsten Gerät.

Lesen Sie auf der nächsten Seite alles zur Ausstattung, den Anschluss-Möglichkeiten und der beigelegten Software des Medion Notebooks Akoya P7612.

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