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Aktuelle E-Payment-Systeme

Internet-Bezahlsysteme gewinnen gegenüber klassischen Bezahlverfahren, wie Überweisung oder Nachnahme, an Boden. Doch welches eignet sich für welchen Zweck, ist sicher und stößt vor allem auf breite Akzeptanz?

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Aktuelle E-Payment-Systeme

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Die eBay-Tochter PayPal will ihren Kunden ein einfaches Bezahlsystem im Internet anbieten

Gegenüber klassischen Bezahlverfahren, wie Überweisung oder Nachnahme, gewinnen Internet-Bezahlsysteme an Boden. Doch welches eignet sich für welchen Zweck, ist sicher und stößt vor allem auf breite Akzeptanz? Wir stellen die wichtigsten Möglichkeiten vor.

Aktuelle E-Payment-Systeme

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Die eBay-Tochter PayPal will ihren Kunden ein einfaches Bezahlsystem im Internet anbieten

Beim Online-Shopping zeichnet sich eine Trendwende ab. Dominierten bislang die klassischen Bezahlverfahren Bankeinzug, Überweisung, Nachnahme und Kreditkarte, werden in letzter Zeit die rein internetbasierten Zahlvarianten immer öfter genutzt. Die Gründe dafür sind vielfältig.

So haben die herkömmlichen Bezahlsysteme teils gravierende Nachteile: Aufgrund der langen Zahlungswege können beispielsweise ein, zwei Wochen vergehen, bis die Sendung eintrifft. Aber auch die bequeme Vorab-Überweisung birgt für den Kunden die Gefahr, dass er sein Geld los wird, ohne Ware dafür zu bekommen. Ähnliches gilt für die Nachnahme. Hier bezahlt der Kunde zwar erst bei Erhalt der Sendung, die Ware kann er aber erst prüfen, wenn das Geld schon weg ist.

E-Payment-Systeme versprechen, diese Nachteile zu beseitigen und wollen Sicherheit, Bequemlichkeit und höhere Geschwindigkeit bieten. Doch die Auswahl an Payment-Systemen ist groß. Für den Händler stellt sich die Frage, welches er seinen Kunden offerieren soll. Schließlich bestimmt die Wahl des richtigen Zahlungssystems wesentlich den Erfolg eines Onlineshops.

Big Player PayPal

Die konkrete Auswahl eines geeigneten Verfahrens hängt von mehreren Dingen ab. Beispielsweise macht es einen Unterschied, ob digitale oder physische Waren verkauft, ob große oder kleine Geldbeträge abgerechnet werden und ob der Aufwand für den Händler groß oder gering ist.

Wichtigstes Kriterium für die Auswahl potenzieller Zahlsysteme ist aber die Akzeptanz. Denn was nützt einem der billigste oder sicherste Bezahldienst, wenn ihn kaum ein Kunde nutzt. Was Letzteres betrifft, so sollte ein Händler auf einen der Big Player bei den E-Payment-Dienstleistern setzen. Dazu gehören derzeit vor allem PayPal, Firstgate und T-Pay, von denen jeder eine bestimmte Zielgruppe im Auge hat.

Der erfolgreichste von ihnen, PayPal, führt weltweit in 190 Ländern etwa 130 Millionen Kundenkonten, davon circa drei Millionen in Deutschland. Der 2002 von eBay übernommene Anbieter unterstützt hierzulande Kreditkarte, Lastschrift und das unten vorgestellte Giropay.

Die Vorteile von PayPal: Bei der Lastschrift sorgt PayPal für hohe Geschwindigkeit, weil der Verkäufer sofort über die erfolgte Zahlung informiert wird. Die Lieferung ist so schneller beim Kunden. Zudem ist PayPal bequem. Der Shopper kann aus dem Internetladen und von eBay heraus direkt zur PayPal-Site wechseln, sich dort einloggen und bekommt gleich die Rechnung präsentiert, die er per Mausklick begleichen kann. Ein schnelles und weniger fehleranfälliges Verfahren als das Ausfüllen eines Überweisungsformulars.

Ein weiterer Pluspunkt von PayPal: Über den Menüpunkt "Geld anfordern" lassen sich Zahlungsaufforderungen an beliebige E-Mail-Empfänger verschicken. Auch Auslandszahlungen können mit PayPal unproblematisch und flott abgewickelt werden. Sollte eine Währungskonvertierung nötig sein, bezahlt der Käufer eine Gebühr von 2,5 Prozent der Summe. Der Empfänger einer Zahlung aus dem Ausland zahlt abhängig von seinem monatlichen Umsatz 1,9 bis 3,4 Prozent plus 34 Cent Gebühren.

Auch Inlandszahlungen per Lastschrift oder Gutschrift sind neuerdings gebührenpflichtig. Abhängig vom gezahlten Betrag liegt sie zwischen 0,9 und 1,9 Prozent, hinzu kommen 35 Cent pro Transaktion. Pay- Pal gilt als sicher. Für Geschäfte über eBay gewährt PayPal einen Käuferschutz bis 500 Euro. Der Händler ist gegen Schäden durch gekaperte Accounts und Rückbuchnungen mit Kreditkarte oder Lastschrift geschützt.

Payment-System ClickandBuy Giropay MicroMoney Moneybookers PayPal
Anbieter Firstgate Postbank, Sparkassen, Genossensch.banken Deutsche Telekom AG Moneybookers Ltd. PayPal Inc
URL www.clickandbuy.com www.giropay.de www.micromoney.de www.moneybookers.de www.paypal.de
Geeignet für Mikro-Payments Größere Beträge Micro-Payments Größere Beträge Größere Beträge
Anmeldung nötig Ja Ja Nein Ja Ja
Gebühren Käufer keine Keine Keine Ja. Z.B. Konto aufladen mit Kreditkarte: 1,9 %; mit Giropay: 1,5 Prozent Für Auslandszahlungen und Zahlungen empfangen
Gebühren Händler Basic: 49 euro Bereitstellung, 5 Euro/Mon. + Umsatzbeteiligung Je nach Partner Bereitstellung 100 Euro, monatl. 19 % vom Umsatz 2,9 % vom Umsatz Auf Anfrage
Sicherheit Gut Sehr gut Gut Gut Gut
Bequemlichkeit Sehr hoch Hoch OK OK Sehr hoch

Giropay, Moneybookers, Wirecard

Eine Bezahloption innerhalb des PayPal-Dienstes ist Giropay, ein von Postbank, Sparkassen und Genossenschaftsbanken ins Leben gerufenes Bezahlverfahren. Giropay hat theoretisch ein Kundenpotenzial von 17 Millionen Onlinebanking-Kunden. Das System ist auf Expansionskurs, konkrete Verbreitungszahlen werden aber nicht angegeben, da sich Giropay nur als Bereitsteller sieht.

Das System funktioniert einfach. Der Kunde des Händlers wird nach Eingabe der Bankleitzahl im Onlineshop direkt auf die Website des Geldinstituts weitergeleitet. Dort gibt er wie gewohnt via Onlinebanking per PIN und TAN eine Überweisung in Auftrag. Ist diese abgeschlossen, landet er wieder im Shop. Der Shopbetreiber erhält von der Bank eine Zahlungsbestätigung und kann die bezahlte Ware sofort zur Post geben oder per Internet verschicken. Giropay ist bislang bei Shopbetreibern noch nicht sehr verbreitet, es wächst allerdings stark.

Von Vorteil ist vor allem die Integration in Pay-Pal, aber auch Firstgate bietet Giropay an. Unmittelbare Konkurrenten von PayPal sind Moneybookers und Wirecard, die ähnlich arbeiten wie PayPal. Bei beiden hat der Kunde ein Konto, auf das Zahlungen eingehen und von dem er Zahlungen überweist. Bei Moneybookers wird der Händler sofort über die erfolgte Zahlung informiert. Allerdings ist Moneybookers recht teuer. Beispielsweise kostet das Auffüllen des Kontos 1,9 Prozent des Betrages. Der Empfang ist kostenlos.

Payment-System Paysafecard T-Pay Web.Cent Wirecard
Anbieter Paysafecard.com Wertkarten AG Deutsche Telekom AG Web.de Wirecard AG
URL www.paysafecard.de www.t-pay.de www.webcent.de www.wirecard.de
Geeignet für Mikro-Payments Große und kleine Beträge Große und kleine Beträge Größere Beträge
Anmeldung nötig Nein Ja (Ausnahme Micromoney) Ja Ja
Gebühren Käufer Keine Keine Keine Ja. Z.B. Konto aufladen mit Überweisung: 1 Euro; Pro Transaktion 50 Cent
Gebühren Händler Prozentualer Umsatzanteil zwischen 5 und 19 % Rechnung/Call&Pay: Bereitstellung 100 Euro, monatl. 11-25 % vom Umsatz Auf Anfrage Auf Anfrage
Sicherheit Gut Gut Gut Gut
Bequemlichkeit OK Hoch OK OK

Auch bei Wirecard ist das Aufladen kostenpflichtig: Per Überweisung 1 Euro, per Lastschrift 1,99 Prozent und per Kreditkarte 3 Prozent. Für jede Transaktion sind 50 Cent fällig. Dafür erhält der Kunde eine virtuelle Mastercard mit Kartennummer, Ablaufdatum und Prüfnummer. Mit dieser kann er dann bei allen Händlern bezahlen, die die Kreditkarte akzeptieren.

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