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Portrait- und Aktfotos von Karl Knerr

Individuell nimmt fc-Menschenfotograf Karl Knerr die Herausforderungen der unterschiedlichsten Themen an. Seine Bilder sollen dabei ungestellt wirken, auch wenn sie einiger Vorbereitungen bedürfen. Erfahren Sie mehr zu Themenfindung, Ausrüstung, Shooting und Nachbearbeitung.

Karl Knerr Aktfotografie

© Karl Knerr

Karl Knerr Aktfotografie

Themenfindung

Menschen-Fotograf Karl Knerr kommt auf ganz unterschiedliche Weise zu seinen Themen. Oftmals hängt das Thema davon ab, was die Modelle oder "Kunden" erwarten oder welche eigenen Vorstellungen sie mitbringen. Je genauer er das weiß, desto besser kann er sich darauf einstellen.

Letztens fotografierte er drei klassische Musikerinnen auf einer Bühne mit Flügel und kurz darauf einen argentinischen Charango-Spieler, der für ein CD-Projekt Porträtbilder mit Instrument benötigte, dann wiederum Werbebilder mit Gästen für ein Restaurant oder einen Biker auf einer Harley während der Fahrt. Die fotografischen Herausforderungen unterscheiden sich dabei natürlich je nach Themengebiet erheblich.

Improvisation

Private Shootings mit Freunden laufen hingegen eher locker ab. Steht die Grundidee, vereinbart er mit ihnen Zeit und Ort, und die Akteure überlegen sich, was sie gerne in Bildern sehen würden. Dann wird kreativ improvisiert. Karl Knerr ergänzt: "Für mich ist das eine gute Gelegenheit, Neues auszuprobieren, weil wir nicht unter Zeitdruck stehen."

Der Wohnwagen auf einigen seiner Aufnahmen gehört etwa Freunden. Sie und Karl Knerr waren sich einig über den Einsatz dieses Retrodesigns. Da Karl schon seit längerem seine Kompaktblitze in einem Outdoor-Shooting testen wollte, trafen sie dafür gemeinsam die Vorbereitungen.

Ausrüstung

Für ihn absolut unentbehrlich ist natürlich seine Kamera, denn ohne diese gäbe es keine Fotos. Bei Selbstporträts sind zudem Stativ und Funkauslöser sehr hilfreich, weil sich mit diesen bequemer fotografieren lässt. Bei Porträt-Shootings im Studio reichen ihm für ausdrucksstarke Aufnahmen oftmals ein Blitz mit Schirm oder Softbox und ein Reflektor.

Die Wahl der Ausrüstung (Weitwinkel, Tele, Autofokusgeschwindigkeit) hängt aber immer von den Anforderungen eines Shootings und der gewünschten Bildaussage ab. Manchmal lässt sich auch mit einem lichtschwachen Objektiv eine dem Motiv angemessene Bildqualität erzielen.

Bildergalerie

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Galerie

Karl Knerr fotografiert von Kindesbeinen an am liebsten Menschen. Zuerst mit einer kleinen Plastikkamera von Quelle, danach im Laufe der Jahre mit…

Shootingvorbereitung

Grundsätzlich prüft Karl Knerr vor dem Shooting alles, was beim Fotografieren zum Einsatz kommen soll, auf seine Funktionalität, egal ob Akkus, Blitze, Objektive oder Kameras. Manchmal stellt er auch diverse Utensilien zusammen, um ein bestimmtes Ambiente zu erzeugen. So etwa wenn er seine Akteure in einer bestimmten Kleidung sehen möchte oder ein kleines "Bühnenbild" benötigt.

Bildausdruck

Karl Knerr möchte, dass seine Bilder ungestellt wirken und eine für den Betrachter überschaubare Lichtsituation besitzen. Bei seinem Bild "1945" wählte er zum Beispiel spezielle Kleidung, einen engen Schnitt, den Blick ins Leere und die Schwarzweißumsetzung.

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Menschenfotograf Karl Knerr erläutert: "Dem Betrachter soll beim Anschauen der Aufnahme eine Suggestion von Luftschutzkellern, Bunkern, Hunger, gebückter, kauernder Haltung, innerer Leere und Hoffnungslosigkeit - und somit ein Gefühl der Jahre gegen Ende des zweiten Weltkriegs - vermittelt werden."

Nachbearbeitung

Seine Bilder bearbeitet Karl Knerr sehr unterschiedlich und immer abhängig vom Motiv nach. Standard ist die Wahl des genauen Bildausschnitts, die eventuelle Umwandlung in Schwarzweiß, das Verbessern von Kontrasten und das Optimieren von Farbstimmung und Farbsättigung. Der gewünschte Bildausdruck heiligt die Mittel.

Karl Knerr im Interview

Karl Knerr Porträit

© Karl Knerr

Wie bist Du zur Fotografie von Menschen gekommen?

Schon als Kind fotografierte ich am liebsten Menschen. Zuerst meine Eltern und andere Familienmitglieder, dann meine Freunde und Klassenkameraden, später meine Partnerinnen. Mit meiner Minolta Z1 versuchte ich mich dann 2003 am gezielten Lichtsetzen. Schnell wurde mir bewusst, welche Potentiale darin stecken. So setze ich mich seit dem Kauf meiner ersten DSLR 2005 noch intensiver mit dem Thema Licht auseinander.

Was sind Deine Lieblingsmotive und warum?

Wenn ich zum Beispiel auf Veranstaltungen unterwegs bin, liebe ich es, mit dem Teleobjektiv kleine Szenen herauszupicken, die das private Empfinden widerspiegeln. Da ich dafür fast nie einen Aufsteckblitz nutze, kann ich sehr dezent aus dem Hintergrund agieren.

Du hast Dich im November 2006 in der fc registriert. Wie bist Du zur fc gekommen und welche Funktionen der fc schätzt Du besonders?

Unter meinem bürgerlichen Namen "Karl Knerr" besitze ich seit August 2004 einen fc-Account. Ich hatte damals schon unzählige Insektenmakros auf meiner Festplatte und wurde durch einen Freund auf die fc aufmerksam. Nach dem Upload erster Bilder und zahlreichen positiven Kommentaren, war ich sehr schnell vom fc-Virus infiziert. Gerne tauschte ich mich mit Gleichgesinnten aus und freute mich über Kritik und Anerkennung.

Der "Orange"-Button gehört auch heute noch zu den Funktionen, die ich am meisten schätze. So bin ich immer auf dem Laufenden, was meine Freunde in der fc so treiben. Im Laufe der nächsten beiden Jahre verschoben sich meine Prioritäten in Richtung Porträt- und Aktfotografie. Deshalb legte ich im November 2006 einen zweiten Account als Karl Feldmann an.

Karl Knerr Foto

© Karl Knerr

Welchen Einfluss hat die fc auf Deine Fotografie?

Anfangs holte ich mir Anregungen. fc-Naturfotografen wie Markus Gebel oder Thomas Block halfen mir und spornten mich an, mein technisches Niveau zu verbessern. Auf der anderen Seite war es, nicht nur damals, die Fotografin Ivy O Donoghue, die mich gelehrt hat, dass Technik nur eine Seite der fotografischen Medaille ist, während Herz und Seele die andere Seite zieren. Heutzutage sind es unter anderem fc-Fotografen wie don ricchilino oder Corwin von Kuhwede, deren Arbeiten ich mir gern zur Inspiration anschaue.

Mehr Bilder von Karl Knerr

Was ist Dein Bezug zu den Arbeiten von Joseph Beuys?

Ich persönlich sehe da keinen Bezug. Manche Betrachter entdecken allerdings in meinen Selbstporträts Ähnlichkeiten zu Beuys. Andere fühlen sich wiederum an Karl Valentin erinnert. Zu guter Letzt wurde auch schon Hugh Laurie genannt.

Was macht für Dich Deine persönliche Handschrift aus?

Ich kratze gern an der Oberfläche und blicke hinter Fassaden. Ich mag keine vorgefertigten Posen und mache nur selten Vorgaben. Mir gefallen oftmals die Bilder am besten, die nebenher entstehen, in Pausen oder um das eigentliche Shooting herum, wenn keine Aufregung herrscht. Ich arbeite gern mit Menschen, die nicht um jeden Preis auf Fotos gut aussehen wollen, aber durchaus auch dürfen. Kunst- beziehungsweise Blitzlicht setze ich sparsam ein.

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