Ahnenforschung im Web 2.0

Ahnenforschung im Web 2.0: Verwandte und Freunde finden

Die Suche nach den eigenen Vorfahren und noch lebenden, verschollenen Verwandten wird dank Internet immer Erfolg versprechender. Ahnenforscher nutzen das Netz aber auch, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten.

MyHeritage.com

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Schick und funktionsreich zugleich: die dreidimensionale Ansicht des Stammbaums bei MyHeritage.com.

Die Suche nach den eigenen Vorfahren und noch lebenden, verschollenen Verwandten wird dank Internet immer Erfolg versprechender. Ahnenforscher nutzen das Netz aber auch, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten.

Tipp 1: Familiennetzwerk FamilyOne

Immer mehr Menschen wollen wissen, wer ihre Vorfahren waren, aus welcher Gegend sie stammen, wie sie lebten. Familienforschung ist eines der beliebtesten Hobbys. Menschen aus aller Welt stellen sich die Frage: Wer bin ich? Dank Internet sind die Chancen auf eine zufriedenstellende Antwort deutlich gestiegen. Es ist viel einfacher als früher, Menschen mit gleichen Interessen zu finden oder Leute, die bestimmte Informationen besitzen. Und das über alle Grenzen hinweg.

Ahnenforschung Web 2.0

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Das Prinzip des Netzwerks, wie man es von Wer-kennt-wen, StudiVZ, Facebook und ähnlichen Angeboten kennt, haben mehrere Online-Dienste für die Ahnenforschung abgewandelt. Bei FamilyOne erstellen Sie wie bei den bekannten sozialen Netzwerken eine persönliche Profilseite. Dort präsentieren Sie sich ganz nach Ihren Vorstellungen, wobei sich auch Bilder und Videos hochladen lassen. Ausgehend vom persönlichen Profil beginnen Sie unter dem Menüpunkt "FamilienBaum", Angaben zum Vater und zur Mutter zu ergänzen.

Anschließend fügen Sie weitere Verwandte hinzu. Nun kann jede lebende Person im Stammbaum per E-Mail eingeladen werden, sich ebenfalls an der Ahnenforschung zu beteiligen. Wenn sich die eingeladenen Verwandten bei FamilyOne registrieren, können sie Ihren Stammbaum mit bearbeiten. Natürlich legen Sie selbstfest, wem Sie das erlauben und wem nicht (oben rechts: "Einstellungen", dann "Einstellungen zur Freigabe"). Auch für die Profile - Ihr eigenes und die dem Stammbaum hinzugefügten - legen Sie fest, wer was sehen darf ("Einstellungen/Daten der Profile").

Achtung: Wenn Sie nicht wollen, dass ihre Daten gegoogelt werden können, müssen Sie an zwei Stellen die Häkchen vor "...im WWW erreichbar..." entfernen. Damit verpassen Sie allerdings die Möglichkeit, von nicht bei FamilyOne registrierten Ahnenforschern entdeckt zu werden, die per Suchmaschine nach Ihrem oder den Namen Ihrer Verwandten suchen. Als Anwender von FamilyOne können Sie über das Suchfeld oben rechts oder den Link "Erweitert" nach anderen Nutzern suchen, etwa mit demselben Nachnamen. So ist es möglich, andere Ahnenforscher mit gleichen Namensinteressen zu finden und mit etwas Glück den eigenen Stammbaum zu erweitern. Betreibern einer privaten Website dürfte das "FamilienBaum Widget" gefallen: Unter "Einstellungen/ FamilienBaum Widget" bekommen Sie einen HTMLCode zum Einfügen in die eigene Website, der für die Darstellung des Stammbaums sorgt.

Ahnenforschung Web 2.0

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Tipp 2: MyHeritage.com und Verwandt.de

Ganz ähnlich wie FamilyOne (Tipp 1) funktioniert das aus Großbritannien stammende und ebenfalls kostenlose Angebot MyHeritage.com. Dank der deutschen Variante müssen Sie kein Englisch können, um mit dem Online-Dienst Ihren Stammbaum einfach zu verwalten. Der Funktionsumfang von MyHeritage.com ist noch ein bisschen größer als der von FamilyOne; dagegen ist es Geschmackssache, welches System einem optisch besser gefällt. Uns begeistert bei MyHeritage.com besonders die "Klassische Ansicht" im Modus "Stammbaum": Sie zeigt die Ahnentafel in 3D, wobei sich der Hintergrund sogar individuell anpassen lässt.

MyHeritage.com

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Schick und funktionsreich zugleich: die dreidimensionale Ansicht des Stammbaums bei MyHeritage.com.

Weitere nützliche Features sind die Liste der Personen am linken Bildschirmrand der "Stammbaum"-Ansicht, über die man schnell zu einem bestimmten Eintrag gelangt, sowie die Übersicht einzelner Familien der Verwandtschaft. Genau wie FamilyOne bietet auch MyHeritage.com die wichtige Möglichkeit, Stammbaumdaten zu importieren und zu exportieren. Dabei kommt das Standard-Format GEDCOM zum Einsatz. Für den Autor dieses Artikels zeigte sich erst kürzlich, wie wichtig der GEDCOM-Import/Export ist, egal, ob ein Online-Dienst oder ein Ahnenforschungsprogramm (Tipp 7) verwendet wird: Der Autor pflegte seit Längerem seinen Stammbaum mit dem kostenlosen Online-Dienst Verwandt.de.

Den Dienst hat sich kürzlich MyHeritage.com einverleibt, wobei das Bearbeiten der Daten bei Verwandt.de plötzlich nicht mehr möglich war. Also blieb nur der Zwangsumstieg auf MyHeritage.com (Daten von Verwandt.de wurden automatisch übernommen), oder der Export im GEDCOM- Format, für den sich der Autor entschloss. Dank GEDCOM-Export sind die Daten nun gesichert und in jedem Ahnenforschungssystem weiter verwendbar.

Verwandt.de

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Ein Pionier unter den webbasierten Stammbaum-Tools hört auf: Verwandt.de (.at/.ch) geht in MyHeritage.com auf. Die Daten werden automatisch übernommen.

Tipp 3: Amerikanische Variante: Geni.com

Der ausschließlich auf Englisch verfügbare, kostenlose Online-Dienst Geni.com behauptet von sich selbst, einen der größten Bestände an Online-Personenprofilen zu besitzen: Die Stammbäume bei Geni.com führen über 70 Millionen Namen auf. Wenn Sie wissen, dass Sie Verwandte in Amerika hatten oder haben, sollten Sie sich auf jeden Fall bei Geni.com anmelden. Mit etwas Glück können Sie so neue Verbindungen für Ihren Stammbaum aufspüren. Dabei hilft Ihnen Geni.com, indem Sie Angehörige zum Mitmachen einladen und nach anderen Mitgliedern suchen können. Haben Sie eine neue Person für Ihre Ahnentafel entdeckt, lassen sich deren Stammbaum und Ihrer miteinander verknüpfen.

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