Computer ohne Werbung

Adware vermeiden: Mit diesen 5 Tipps bleibt Ihr PC sauber

Wir zeigen, wie Sie Adware vermeiden, damit Sie sich im Anschluss an die Installation nicht mühsam entfernen müssen.

Windows 10 Sicherheit: Symbolbild

© Sashkin - Fotolia.de

Mit unsereren Tipps vermeiden Sie lästige Adware.

Ein PC ohne Werbung: Das lässt sich mit unseren Tipps realisieren. Wir zeigen, wie Sie lästige Adware auf Ihrem Rechner vermeiden.

Wer Freeware herunterlädt, kennt den Ärger: Bis man die gewünschte Datei auf dem PC hat, kann einige Zeit vergehen und im schlimmsten Fall installieren sich unerwünschte Programme einfach mit. Diese reichen von lästiger Adware bis hin zu gefährlicher Malware, die die Sicherheit Ihres Computers massiv aufs Spiel setzt. Mit dieser Anleitung vermeiden Sie solche Risiken.

Tipp 1: Nicht irgendwo downloaden

Der erste Ansatz ist die richtige Software-Suche. Wenn es um ein Programm mit etabliertem Namen geht, existiert davon meistens eine offizielle Webseite. Ein Software-Entwickler wird mit hoher Sicherheit auf seiner eigenen Webseite weder Malware verlinken, noch die eigenen Dateien mit ungewollten Programmen anreichern. Haben Sie Schwierigkeiten, die Entwickler-Seite zu finden, lohnt ein Blick auf Wikipedia. Auch in unserem Download-Portal achten wir darauf, Software ohne Adware zu führen und bieten zudem stets Links direkt zum Entwickler.

Tipp 2: Nicht von falschen Download-Buttons in die Irre führen lassen

Die überwältigende Mehrheit der Freeware-Seiten führt Benutzer wissentlich in die Irre, wenn es darum geht, Downloads zur Verfügung zu stellen. Der Software-Artikel führt auf eine weitere Seite, auf der einen nicht selten ein Dutzend Download-Links und -Buttons auf einmal begrüßen. Nur einer davon ist der richtige, alle anderen führen entweder zu weiteren Seiten oder sind schlichtweg Bannerwerbung.

Zumindest die Werbung können Sie mit einem simplen Trick umgehen: Halten Sie die Maus über einen potenziell richtigen Link, und schauen Sie sich dann unten links im Browserfenster die Adresse an, auf den der Link weiterführt. Alternativ führen Sie einen Rechtsklick auf den Link aus, wählen Adresse des Links kopieren und kopieren diesen in die Adresszeile des Browsers. Ob der Download-Link der richtige ist, sehen Sie, wenn er auf eine Unterseite des Downloadportals oder einen genannten Mirror-Server führt (womöglich mit dem Dateinamen des gewünschten Programms in der Adresse). Alles andere ist Werbung.

Richtiger Download-Button

© Hersteller

Mehrfach wird dem Besucher hier ein vermeintlicher Download angepriesen. Nur einer ist richtig (rot markiert), die anderen sind Werbung.

Tipp 3: Installer vermeiden, die ungewollte Programme enthalten

Man muss aber nicht erst vom richtigen Weg abkommen und auf den schattigen Seiten des Internets stöbern, um sich Probleme einzuhandeln. Einst angesehene Seiten wie CNET, BrotherSoft, Softonic, FreewareFiles und sogar Sourceforge (das Zuhause für Open-Source-Software) benutzen mittlerweile immer öfter Installer-Programme. Hier die Stellungnahme von CNET: "Der Download.com-Installer liefert Software sicher von den Download.com-Servern auf Ihren Computer. Während dieses Vorgangs kann Ihnen der Download.com-Installer kostenlose Anwendungen unserer Partner anbieten."

Lesetipp: Adware, Spyware und Malware entfernen

Statt der Datei, die Sie also eigentlich wollten, wird der Installer installiert, der die gewünschte Datei herunterlädt und währenddessen weitere ungewünschte Programme wie Toolbars, halbgare Sicherheitsprogramme, Demos und Adware installiert. Wirklich schädlich sind diese selten. Es ist aber mühsam, diese wieder loszuwerden. Die genannten Webseiten genießen trotz solcher Praktiken weiterhin hohe Ränge in den Suchmaschinen. Es lohnt sich also, nach weiteren Quellen zu suchen, wenn die Download-Seite ohne Installer nicht auskommt.

Tipp 4: Scannen Sie jede Datei nach bekannter Malware

Es ist unerheblich, woher und auf welche Art Sie Ihre Installationsdatei bekommen haben - mit einem Scan durch einen Virenscanner Ihres Vertrauens sind Sie auf der sicheren Seite. Haben Sie keinen Virenscanner zur Hand, da Sie unterwegs oder an einem neuen Computer arbeiten, können Sie Ihren Scan mit virustotal.com in die Cloud verlagern.

Lesetipp: Antivirus-Test 2016

Dazu laden Sie die Datei einfach hoch, und Virustotal informiert Sie über jegliche Viren, Würmer, Trojaner oder Skripte, mit denen Ihre Freeware verseucht ist. Für Firefox gibt es die Erweiterung VTzilla, mit der Sie jegliche Links automatisch durch Virustotal scannen können, ohne jedes Mal die Seite besuchen zu müssen.

Download Installer

© Hersteller

Der Installer sieht seriös aus, aber dahinter verstecken sich unlautere Methoden. Das Programm schaltet sich zwischen Ihre gewünschte Datei und droht ungewollte Dateien herunterzuladen.

Tipp 5: Egal, ob Installer oder nicht, lesen Sie das Kleingedruckte

Wenn man eine bestimmte Software unbedingt braucht, kommt es natürlich vor, dass diese nur auf wenigen Portalen zur Verfügung steht. Ob sich deswegen ein Installer-Programm, wie oben erwähnt, vermeiden lässt oder nicht: Der Installationsprozess ist oft ein Hürdenlauf, der gewisse Konzentration erfordert. Klicken Sie nicht blind durch das Setup-Programm, jede Eingabe will wohlüberlegt sein. Wenn Ihnen das Programm eine automatische ("empfohlene") und eine manuelle Installationsart anbietet, wählen Sie immer die manuelle!

Lesetipp: Windows-Datenmüll entfernen

Dazu ist kein Expertenwissen erforderlich, im besten Fall können Sie dort den Installationspfad und bestimmte Features des Programms auswählen. Allerdings verstecken sich dort auch die Einwilligungen für ungewollte Software. Halten Sie also Ausschau nach Ankreuzfeldern, die mit einem Haken Ihre Einwilligung oder Ablehnung dieser Software äußern.

Darüber hinaus wird mittlerweile auch unser schon fast instinktives Durchklicken von AGB in Software-Downloads ausgenutzt. Nein, Sie müssen diese nicht Wort für Wort durchlesen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Aber einige Software-Anbieter sind so dreist und schieben die Installation der ungewollten Software vor die eigentliche gewünschte Datei, ohne den Benutzer davon in Kenntnis zu setzen. Bevor Sie also auf Zustimmen klicken, lesen Sie zumindest die Titelzeile der Nutzungsbedingungen und stellen fest, ob es sich tatsächlich um die richtige Installation handelt oder nur um lästige Adware. Drücken Sie in letzterem Fall auf Ablehnen, wird die Gesamtinstallation nicht abgebrochen, sondern die nächsten AGB aufgerollt, die es zu überprüfen gilt.

Lesetipp: Chrome - 7 Tipps gegen Werbung

Haben Sie alle hier genannten Schritte sorgfältig beachtet, sollte die Freeware nun zur Verfügung stehen - und zwar ohne den ungewollten lästigen oder mitunter gefährlichen Ballast.

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