WLAN-Tipps: Helfen Sie Ihrem Heimnetz auf die Sprünge

7 Tipps für das WLAN: Schnell, stabil, sicher

Manchmal lohnt sich die Anschaffung aktueller Technik, manchmal sind es aber auch nur kleine Änderungen, die Ihrem drahtlosen Heimnetz auf die Sprünge helfen.

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Bei der Fritz!Box 7270 sperren Sie mit der Einstellung 802.11n+a alle g- und n-2,4GHz-Clients aus.

Manchmal lohnt sich die Anschaffung aktueller Technik, manchmal sind es aber auch nur kleine Änderungen, die Ihrem drahtlosen Heimnetz auf die Sprünge helfen.

Tipp 1: 802.11n macht WLAN Beine

Was für nahezu jede Modernisierung im technischen Bereich zutrifft, gilt auch für die drahtlose Verbindungstechnik: Je moderner die Geräte, umso höher oder effizienter ist auch deren Leistung. Bei Wireless LANs beispielsweise spielt der Standard, den die Geräte unterstützen, eine wichtige Rolle. Dabei gilt: Je aktueller der Standard, umso schneller und leistungsfähiger ist die drahtlose Datenverbindung. So unterstützten noch bis vor Kurzem die meisten der im Handel erhältlichen WLAN-Geräte den Funkstandard 802.11g, kurz: g-Standard. Dieser bietet theoretische Übertragungsraten von bis zu 54 Mbit/s. Die tatsächliche (Netto-) Übertragungsrate liegt bei idealen Verbindungsbedingungen bei etwa der Hälfte. Allerdings kann die Datenrate bei ungünstigen Verbindungsstrecken - beispielsweise durch eine oder mehrere Mauern hindurch - erheblich sinken, ständig abbrechen oder es kommt erst gar keine Verbindung zustande. Eine deutliche Verbesserung bei Durchsatz und Reichweite im eigenen Heimnetz erreicht, wer aktuelle WLAN-Geräte einsetzt, die den erst kürzlich verabschiedeten Funkstandard 802.11n unterstützen.

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WLAN-Geräte nach dem n-Standard erreichen eine (Brutto-) Übertragungsleistung von bis zu 300 Mbit/s und netto bis zu 100 Mbit/s. Sie können schlechte Empfangsleistungen und die dadurch bedingten niedrigen Datenübertragungsraten des g-Standards erheblich verbessern, da sie anstatt einer gleich mehrere Sende- und Empfangsantennen einsetzen. Mittels intelligenter Antennentechnik können WLANRouter nach dem n-Standard Daten auch zeitversetzt übertragen und sogar die Signale verwerten, die an Wänden, Decken oder anderen Hindernissen reflektiert werden. Das Praktische dabei: WLAN-Router nach dem n-Standrad sind voll abwärtskompatibel zu 802.11g-Adaptern und können auch hier für eine größere Reichweite sorgen. Wer jedoch die maximale Reichweite und Übertragungsgeschwindigkeit von 802.11n erreichen möchte, muss auch am PC oder Notebook Adapter nach dem n-Standard einsetzen.

Tipp 2: n-WLAN ist nicht gleich n-WLAN

Der 802.11n-Standard existiert in zwei Varianten: 802.11n mit 2,4 GHz und 802.11n mit 5 GHz. Jedoch ist nur die 2,4-GHz-Variante zu den in Deutschland weit verbreiteten 802.11g-Geräten kompatibel. Grundsätzlich unterstützt jeder in Deutschland vertriebene n-WLAN-Router oder n-WLAN-Access-Point die 2,4-GHz-Variante. Nur manche sogenannte Dualband- Router wie etwa die Fritz!Box 7270 können über beide Frequenzbänder, also mit 2,4 oder 5,4 GHz betrieben werden. Sollten Sie folglich Ihre Fritz!Box, auf den Standard 802.11n (5 GHz) geschaltet haben, werden Sie anschließend mit keinem Ihrer g-WLAN-Geräte mehr Zugriff ins Heimnetz haben. Ebenso ergeht es Ihren n- WLAN-Geräten, die nur mit 2,4 GHz funken. Achten Sie also darauf, dass WLAN-Router und sämtliche WLAN-Adapter in Ihrem Heimnetz untereinander kompatibel sind.

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Bei der Fritz!Box 7270 sperren Sie mit der Einstellung 802.11n+a alle g- und n-2,4GHz-Clients aus.

Tipp 3: Firmware-Updates

Die meisten ernstzunehmenden Hersteller von WLAN-Routern geben für ihre Geräte in unregelmäßigen Abständen neue Firmware-Versionen heraus. Diese sogenannten Firmware-Updates beheben Sicherheitslücken und Fehlfunktionen im WLAN-Router, können diesen jedoch auch mit neuen Funktionen ausstatten. Ein Firmware-Update stellt in der Regel die einfachste und gleichzeitig effektivste Methode dar, die Sicherheit und Leistungsfähigkeit eines WLAN-Routers entscheidend zu verbessern. Wir empfehlen, regelmäßig auf der Homepage des Herstellers nach aktuellen Firmware-Versionen für den eigenen WLAN-Router Ausschau zu halten. Wie Sie das Firmware-Update durchführen, entnehmen Sie dem Handbuch Ihres Gerätes. Zahlreiche aktuelle WLAN-Router bieten mittlerweile die Möglichkeit, per Klick in der Benutzeroberfläche nach neuen Firmware-Versionen Ausschau zu halten, um diese dann direkt von der Homepage des Herstellers herunterzuladen. Perfektioniert hat diese Technik der Hersteller AVM: Dessen Fritz!Box-Router weist den Benutzer automatisch auf neue Firmwares hin und lädt diese nicht nur per Mausklick herunter, sondern führt auch die Installation vollautomatisch durch.

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Fritz!Box-WLAN-Modelle zeigen mögliche Störeinflüsse durch Nachbar-WLANs in der Benutzeroberfläche an.

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