ARD und ZDF läuten HDTV-Zeitalter ein

5 Tipps zu HDTV: So klappen Ein- und Umstieg ins hochauflösende Fernsehen

Das hochauflösende Fernsehen rückt näher. Die Leichtathletik-WM in Berlin vom 15. bis 23. August werden ARD und ZDF zu Testzwecken im hoch auflösenden Fernsehformat "High Definition" (HD) ausstrahlen. Für alle, die jetzt an einen Umstieg denken, hat der High-Tech-Verband Bitkom 10 Tipps erarbeitet, wie der Ein- und Umstieg in die hochauflösende Fernsehwelt klappt.

HDTV bei ARD und ZDF

© SAT+KABEL

HDTV bei ARD und ZDF: Seit Mitte Juli weisen die öffentlich-rechtlichen Sender auf Astra 19,2 Grad Ost auf die bevorstehenden Satellitenausstrahlungen hin

Zwar besitzen gut 30 Prozent aller deutschen Haushalte einen Flachbildschirm-Fernseher, der in den allermeisten Fällen HD-Bilder darstellen kann. Aber nur knapp 2 Prozent der Haushalte haben bislang ein entsprechendes Empfangsgerät für die hochauflösenden TV-Signale. Das ergab eine repräsentative Verbraucherbefragung von Techconsult im Auftrag des Bitkom vom Juni 2009. Etwa 95 Prozent der Kunden entscheiden sich beim Fernsehkauf für einen Flachbildschirm mit High-Definition. Die Bildschärfe der HDTV-Bilder ist bis zu fünf Mal höher als bei normalen Fernsehgeräten. Doch bei einer Bitkom-Umfrage vom Juni 2008 wusste erst jeder dritte Verbraucher, dass er für den Empfang von hochauflösenden Fernsehbildern einen Plasma- oder LCD-Fernseher mit HD-ready-Logo sowie eine HD-taugliche Set-Top-Box oder einen im Fernseher integrierten HD-Empfänger braucht.

5 Tipps für den Ein- und Umstieg in HD-TV

1. Welche Geräte können HD-Bilder anzeigen? Wer Fernsehen in HD-Qualität schauen möchte, braucht einen Flachbildfernseher oder Beamer, der mindestens das 2005 vorgestellte "HD ready"-Logo trägt. Das Zeichen garantiert, dass der Bildschirm mindestens eine Auflösung von 720 Zeilen hat und über einen digitalen Eingang verfügt. 2. Welche Zusatzgeräte werden für den Empfang von HDTV benötigt? Der Besitz eines HD-ready-Fernsehers reicht nicht aus. Bislang ist nur bei sehr wenigen Fernsehern das zusätzlich benötigte HDTV-Empfangsteil schon eingebaut. Ansonsten wird je nach Art des Fernsehempfangs - ob über Satellit, Kabel oder IPTV - auch bei HD-Fernsehern zusätzlich eine HD-taugliche Set-Top-Box benötigt. Generell gilt: Hochauflösende Fernsehbilder sind nur in digitalen Netzen zu empfangen. 3. Wie kann man die Leichtathletik-WM in HD empfangen? Die Leichtathletik-WM wird in HD-Qualität voraussichtlich über die meisten Kabelnetze und über Satellit (Astra) zu empfangen sein. Für beide Empfangskanäle wird ein auf den jeweiligen Übertragungsweg abgestimmter HDTV-tauglicher Receiver benötigt. Interessierte erkundigen sich am besten im Fachhandel. Ein Empfang über Antenne (DVB-T) ist nicht möglich. Der dort eingesetzte Sendestandard ist für die Übertragung hochauflösender Inhalte nicht geeignet, eine Umstellung auf das HD-taugliche DVB-T2-Nachfolgesystem in Deutschland derzeit kein Thema.

HDTV bei ARD und ZDF

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HDTV bei ARD und ZDF: Seit Mitte Juli weisen die öffentlich-rechtlichen Sender auf Astra 19,2 Grad Ost auf die bevorstehenden Satellitenausstrahlungen hin

4. Wie geht es nach dem HD-Testbetrieb zur Leichtathletik-WM weiter? Auch nach der Leichtathletik-WM müssen die Zuschauer nicht auf HDTV verzichten. Eine große Auswahl an ausländischen HDTV-Sendern steht via Satellit vor allem auf Astra und Eutelsat bereit. Auch einige deutschsprachige Programme haben mit dem Regelbetrieb von HD-Sendungen begonnen, beispielsweise Anixe.HD oder Arte-HD. Hinzu kommen Bezahlangebote (Pay-TV) wie Discovery HD, Sky Sport HD und weitere Spielfilm- und Dokumentationssender von Sky Deutschland. Ab den Olympischen Winterspielen 2010 senden ARD und ZDF regelmäßig in HD-Qualität. Sendungen in HD überträgt auch die Deutsche Telekom über "T-Home Entertain", also im Fernsehen über das Internet-Protokoll (IPTV). Voraussetzung für diese Nutzung ist ein VDSL-Anschluss. Gegen eine zusätzliche Gebühr können so beispielsweise alle Fußballspiele der Bundesliga in HD geschaut werden. Video-Downloads und Video-Streams in HD über das Internet sind ebenfalls möglich, etwa beim Apple iTunes Store in Verbindung mit Apple TV oder Maxdome.

Vergleichstest: HDTV-Receiver

© Roland Seibt

5. Wo gibt es zusätzlich zum TV weitere Inhalte in HD-Qualität? Nicht nur Fernsehsender oder Internet-Angebote bieten Programme in HD-Qualität. Auch wer kein internes oder externes HD-Empfangsgerät besitzt, kann sich hochauflösende Bilder anschauen. Dafür muss man eines der folgenden Geräte mit dem HD-Ready-Fernseher über dessen HDMI-Anschluss verbinden: a) Digitalkameras mit mehr als 2 Millionen Bildpunkten: Bei Digital-Kameras mit einem explizit HD-tauglichen Ausgang (HDMI) ist ein Direktanschluss an das TV-Gerät möglich. Für Kameras ohne HD-Ausgang gibt es unter Umständen eine andere Lösung. Einige hochauflösende Fernseher haben einen eingebauten Kartenleser, in den die Speicherkarten der Digitalkamera gesteckt werden können. Oder sie verfügen über einen USB-Anschluss, über den ein externer Kartenleser an den Fernseher angeschlossen werden kann. b) Blu-Ray-Player (mit entsprechenden hochauflösenden Speichermedien) c) Spielkonsolen der neuesten Generation (X-Box, Playstation 3) d) HDTV-taugliche Camcorder e) Multimedia-PCs, die hochauflösende Fotos oder Videos von der Festplatte oder von Speicherkarten wiedergeben.

HDTV-Festplattenrecorder

© Roland Seibt

Keine Angst vor Fach-Chinesisch

Das Studieren der Flyer von Media Markt, Saturn und Co. mit präsentierten Fernsehgeräten gleicht mittlerweile dem Durchforsten einer Buchstabensuppe: HDMI, HDCP, 24p, DLNA?! Klingt alles wichtig, doch was bedeutet dieses Technik-Slang genau? magnus.de sammelte die 50 wichtigsten Fachbegriffe von A bis Z rund um das Thema HDTV und Flachbildschirme und erklärt im 'Technik-Lexikon HDTV' kurz, verständlich und kompetent, um was es im Einzelnen geht.

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