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Handy-Fotografie 5 Tipps: Optimale Fotos per Handy

Unscharf, verrauscht, zu dunkel - Fotos, die man mit der Handy-Kamera schießt, leiden alle unter ähnlichen Problemen. Wie Sie typische Fehler vermeiden und die Handy-Fotos nachträglich optimieren - magnus.de verrät es Ihnen.

© Apple

Dank steigender Megapixelzahlen, Zoom und Autofokus ersetzt die Kamerahandy immer öfter die normale Kompaktkamera. Doch leider sehen viele mit dem Handy geschossene Fotos extrem schlecht aus. Woran das liegt und wie Sie die größten Pannen vermeiden zeigt Ihnen dieser Bericht.

1. Verwackelte Bilder

Gegen verwackelte Bilder hilft vor allem viel Licht, denn die Kamera muss dann weniger lange belichten.
Gegen verwackelte Bilder hilft vor allem viel Licht, denn die Kamera muss dann weniger lange belichten.

Die kleinen Kameraöffnungen lassen nur wenig Licht auf den Bildsensor durch. Deshalb arbeiten die Fotohandys mit langen Belichtungszeiten und die sind anfällig für Verwackler. Deshalb gilt es, das Handy so ruhig wie möglich zu halten, währen die Aufnahme gemacht wird. Ausgestreckte Arme sind eine denkbar ungünstige Haltung, auch wenn das Display dann besser beobachtet werden kann. Greifen Sie das Handy wenn möglich mit beiden Händen, halten sie es so nah wie es geht am Körper und drücken Sie dann den Auslöser. Dadurch reduzieren Sie Wackler auf ein Minimum.

Einige Fotosituationen können Sie so nicht entschärfen. Denn selbst wenn Sie das Handy festklemmen oder hinlegen, kann es passieren, dass die Bilder unscharf werden, weil sich ihre Motive zu schnell bewegen. Hier hilft nur mehr Licht und viele Aufnahmen. Vielleicht ist eine davon weniger verwischt.

Für manche Smartphones gibt es Anwendungen, die automatisch Serienaufnahmen auslösen. Dazu zählt Gorillacam für das iPhone. Hier finden Sie die 3-Shot-Burst-Funktion, die pro Auslösevorgang immer gleich drei Fotos macht. Der ebenfalls integrierte Selbstauslöser hilft, verwacklungsarme Bilder aufzunehmen.

2. Kontrastarme und milchige Bilder

Die lichtschwachen Handy-Kameras produzieren häufig kontrastarme Fotos.
Die lichtschwachen Handy-Kameras produzieren häufig kontrastarme Fotos.

Ein Phänomen plagt Handy-Kameras seit Anbeginn. Ihre Fotos sind wenig kontrastreich und manchmal sogar milchig. Das lässt sich mit etwas Softwareeinsatz sofort beheben - entweder in der Kamera oder zu Hause am Rechner. Eine kostenlose iPhone-Software, mit leicht verständlichem Interface ist Photoshop Mobile . Mit dem kostenpflichtigen Auto Adjust (79 Cent) lassen sich sogar mit Schiebereglern Schatten und Mitteltöne aufhellen und Spitzlichter dämpfen.

Auf dem Rechner bietet zum Beispiel das kostenlose Paint.Net alles, was sie für die Kontraststeigerung und Farbkorrektur benötigen.

3. Gegenlicht

Der natürliche Feind aller Fotografen heisst Gegenlicht. Es erzeugt überstrahlte Bildbereiche, Fehlbelichtungen und Linsenspiegelungen. Das bedeutet: Fotografieren Sie wenn möglich nicht in Richtung der Lichtquelle oder gar der Sonne sondern versuchen Sie stets, die Sonne im Rücken zu haben.

4. Verrauschte Bilder

Verrauschte Bilder korrigieren Sie am PC mit Paint.net.

Die kleinen Sensoren der Handy-Kameras haben massive Probleme mit dem Bildrauschen. Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen wird das offenbar. Das Problem lässt sich leider nicht vollständig beheben sondern nur abmindern. In Paint.net wählen Sie dazu im Menü "Effekte" den Punkt "Rauschen \ Rauschen reduzieren" aus. Positionieren Sie die Schieberegler so, dass das Rauschen minimiert wird, ohne dass dabei unerwünscht viele Bilddetails verloren gehen.

Ein Radius von 1 und eine Stärke von 0,30 sind ein guter Ausgangswert für die meisten Handys. Besitzen Sie ein Modell, das mit mehr als 3 Megapixeln ausgerüstet ist, können Sie noch einen anderen Trick anwenden: Verkleinern Sie das Foto nach der Rauschreduktion einfach noch um 15 bis 30 Prozent. So fallen Störeinflüsse weniger auf.

5. Zoom-Artefakte

Mit Gegenlicht kämpfen nicht nur Handy-Kameras.
Mit Gegenlicht kämpfen nicht nur Handy-Kameras.

Handy-Kameras bieten in der Regel nur ein digitales Zoom. Diese Bildvergrößerung funktioniert genau so wie die im Bildbearbeitungsprogramm und liefert qualitativ deutlich schlechtere Ergebnisse als ein optisches Zoom, wie es "echten" Kameras vorbehalten ist. Statt mit der Handy-Kamera zu zoomen benutzen Sie besser Ihre Füße - gehen Sie näher an das Motiv heran, wenn Sie es vergrößert fotografieren wollen.

 
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