Zukunftstechnik 3D

3D: Technik und kommende Geräte - Monitore, Notebooks und Fernseher

In den Kinos hat 3D bereits Einzug gehalten und feiert Erfolge. Mit 3D-Monitoren, -Notebooks und -Fernsehgeräten kann man sich die dritte Dimension auch nach Hause holen. Wir stellen die ersten Geräte für die 3D-Zukunft vor.

  1. 3D: Technik und kommende Geräte - Monitore, Notebooks und Fernseher
  2. Polarisationsbrillen
  3. Futter für 3D-Geräte
  4. Weitere 3D-Geräte
  5. Gaming-Dimension
3D Technik

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3D Technik

Der Science-Fiction-Streifen Avatar von James Cameron ist der erfolgreichste Kinofilm aller Zeiten. Ein wesentlicher Faktor dafür war mit Sicherheit die 3D-Version, die für ausverkaufte Kinosäle gesorgt hat. 3D-Fernseher, -Monitore und die ersten Notebooks mit 3D-Display bringen die dritte Dimension nun auch in die heimischen vier Wände.Das nötige Futter für die neuen Geräte liefert Hollywood mit 3D-Blu-ray-Filmen. Aber auch PC-Spiele werden mit 3D-Displays räumlich erfahrbar. Die meisten 3D-Displays auf dem Markt und auch die Verfahren für 3D im Kino verwenden eine stereoskopische Technik für die 3D-Darstellung. Dabei bekommt jedes Auge ein geringfügig anderes Bild geliefert, um so einen realistischen 3D-Effekt auf einer flachen Leinwand oder Monitoroberfläche zu erreichen.

Im Prinzip gibt es dafür vier verschiedene stereoskopische 3D-Verfahren, die alle mit einer Art von Brille funktionieren: Anaglyphenbrille, Shutterbrille, polarisierte Gläser oder Head Mounted Display. Die Anaglyphenbrille, meist wohl eher als Rot-Grün-Brille ein Begriff, dient heute eher als eine Art Appetithappen für aufwändigere 3D-Verfahren.

Einige Hersteller von Grafikkarten legen ihren Produkten Anaglyphenbrillen bei. Der aktuelle 3D-Treiber von Nvidia unterstützt auch diese Brillen, die allerdings die dargestellten Farben verfälschen.

Die Rückkehr der Shutterbrille

Samsung UE 46 C 7700

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Der 46-Zöller Samsung UE 46 C 7700 ist der erste 3D-Fernseher mit 200-Hz-Panel und Shutterbrille auf dem deutschen Markt.

Bei Shutterbrillen ist in den Gläsern eine Flüssigkristallschicht untergebracht, die das Glas undurchsichtig macht, wenn Spannung anliegt. Die Gläser werden für eine 3D-Darstellung abwechselnd abgedunkelt, so dass jeweils nur das linke oder das rechte Auge das Monitorbild oder die Projektionsfläche sieht.

Dieses abwechselnde Verdecken eines Auges, das idealerweise mit 60 Hz, also 60 Mal in der Sekunde stattfindet, wird mit dem Monitor oder Projektor synchronisiert, der dann mit derselben Frequenz zwei geringfügig unterschiedliche Bilder darstellt, um so mittels Stereoskopie den 3D-Effekt zu erzeugen.

Man benötigt für die 3D-Darstellung keine speziellen 3D-Monitore, die Voraussetzungen sind eine hohe Bildwiederholrate und eine ausreichend hohe Leuchtstärke, denn die Brille halbiert auch die wahrgenommene Helligkeit.

Erste Shutterbrillen für Spiele-PCs kamen bereits Ende der 90er-Jahre auf den Markt. Allerdings waren die Brillen seinerzeit schwer, unbequem und zudem kabelgebunden. Die nötigen 120 Hz brachten nur teure CRT-Monitore bei Auflösungen jenseits der 800 x 600 Bildpunkte. Der Siegeszug der TFT-Displays ließ die 3D-Darstellung mittels Shutterbrille dann fast komplett in der Versenkung verschwinden.

Doch nun erleben sie eine Renaissance. Die ersten 3D-Fernseher von Samsung, Panasonic und Sony arbeiten mit aktiven Brillen und auch die Nvidia 3D Vision für Nvidias GeForce-Karten basiert auf der Shuttertechnik und ist für 120-Hz-TFT-Displays gedacht, die von Herstellern wie Acer, Samsung oder Viewsonic angeboten werden und die wir in dieser Ausgabe auch einem Test unterziehen.

Zudem unterstützt die Nvidia-Brille auch 120-Hz-Projektoren. Mit einem 120-Hz-Display und Nvidia 3D Vision ist auch das Asus-Notebook G51J ausgestattet. AMD will keine eigene Brille herausbringen, sondern im Rahmen einer Open Stereo 3D Initiative mit Partnern wie DDD oder iZ3D zuammenarbeiten. Neben der Kombination aus Shutterbrillen und 120-Hz-Geräten will man auch Monitore mit Polarisationsbrillen unterstützen.

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