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3D: Das müssen Sie über die Technik wissen

Im Kino ist 3D der Renner. Rund 60 neue 3D-Filme sind 2010 für die große Leinwand angekündigt. Einige davon werden noch in diesem Jahr auf 3D-Blu-ray Disc erscheinen. Auch werden einige Filmklassiker in einem aufwendigen Verfahren in 3D umgewandelt.

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3D Technik

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Im Kino ist 3D der Renner. Rund 60 neue 3D-Filme sind 2010 für die große Leinwand angekündigt. Einige davon werden noch in diesem Jahr auf 3D-Blu-ray Disc erscheinen. Auch werden einige Filmklassiker in einem aufwendigen Verfahren in 3D umgewandelt.

Der erste Titel, der als 3D-Blu-ray Disc auf den Markt kommt, ist der Animationsfilm "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen". Für die neue 3D-Silberscheibe haben die führenden Filmstudios und Unterhaltungselektronikhersteller einen gemeinsamen Standard entwickelt, der auf der bekannten Blu-ray basiert. Damit sind 3D-Blu-rays auf allen 3D-fähigen Blu-ray-Playern abspielbar. Nötig ist außerdem ein 3D-Fernseher und eine aktive 3D-Shutterbrille. Wichtig: Nicht zu verwechseln ist das neue Format 3D-Blu-ray Disc mit den bereits auf dem Markt befindlichen Blu-rays und DVDs, die Filme im anaglyphen 3D-Verfahren beinhalten und mit den häufig bereits beigepackten Rot-Grün-Brillen betrachtet werden können.

Fernseher: Full 3D vs. 3D ready

Beim Kauf eines 3D-Fernsehers gilt es zwei Varianten zu unterscheiden: Flachbildschirme mit integrierter 3D-Technologie (Full 3D) und sogenannte "3D ready"-TV-Geräte. Letztere sind meist günstiger, jedoch erst mithilfe eines optional zukaufbaren 3D-Signal-Transmitters fähig, 3D-Inhalte wiederzugeben. 3D-Fernseher zeichnen sich vor allem durch eine hohe Bildwechselfrequenz von mindestens 200 Hertz und durch gute Kontrastwerte aus. Um das 3D-Erlebnis möglichst originalgetreu ins Wohnzimmer zu bringen gilt: Je größer der Fernseher, desto besser. Die meisten Hersteller bieten daher 3D erst in Größen ab 42 Zoll (106 cm). Das Expertenurteil lautet: Ein guter 3D-Fernseher muss auch ein hervorragender 2D-Fernseher sein. Marken wie LG, Panasonic, Samsung und Sony haben bereits 3D-Fernseher angekündigt. Weitere Hersteller werden spätestens zur IFA 2010 im Septtember folgen. Die Flatscreens werden im Schnitt 200 bis 400 Euro mehr kosten als ihre herkömmlichen 2D-Pendants.

Abrakadabra: Aus 2D wird 3D

3D-Fernseher einiger Hersteller werden auch die Möglichkeit offerieren, herkömmliche 2D-Programme in ein 3D-Bild umzuwandeln. Das heißt, dass auch Standard-TV-Sender oder Inhalte normaler Blu-rays und DVDs durch einfaches Umschalten am TV-Gerät dreidimensional betrachtet werden können. Die Qualität dieser 2D-3D-Konvertierung ist in der Regel sehr gut, wenn auch nicht 1:1 mit dem Original-3D-Erlebnis vergleichbar.

3D-Blu-ray-Player, Heimkinossysteme und PlayStation 3

Um 3D zuhause zu erleben, ist neben einem 3D-Fernseher und Shutterbrillen ein 3D-Blu-ray-Player oder ein 3D-Heimkinosystem erforderlich.Große Markenhersteller wie LG, Panasonic, Samsung und Sony haben erste Modelle angekündigt bzw. auf den Markt gebracht. Das Erfreuliche: Alle 3D-Geräte sind abwärtskompatibel. Sprich: Sie können auch alle üblichen Formate wie Blu-rays, DVDs oder CDs abspielen. Eine Besonderheit unter den Blu-ray-Playern ist die PlayStation 3. Für die Spielekonsole hat Hersteller Sony ein Firmware-Update angekündigt, das die PS3 ab Jahresmitte in einen 3D-fähigen Player verwandelt. Dieses Update ermöglicht auch das Spielen von 3D-Games.

3D-Shutterbrillen: Auf den Hersteller achten!

Fürs heimische 3D-Vergnügen ist der Einsatz von aktiven Shutterbrillen notwendig. Erst sie wandeln das Signal des Flachbildschirms fürs Auge in ein 3D-Bild um. Betrieben werden sie mit Knopfbatterie oder Akku. Ob ein Brillenset bereits mit dem 3D-Fernseher mitgeliefert wird, hängt vom jeweiligen Hersteller und der TV-Klasse ab. Alle Firmen bieten aber auch zusätzliche Brillen zum Einzelkauf an. Preis: ca. 100 Euro pro Brille. Die Krux: Ausgerechnet die Brillen sind nicht mit allen 3D-TVs kompatibel. Das heißt: Eine Brille von Firma X funktioniert nur mit Fernsehern desselben Herstellers. Shutterbrillen von Drittanbietern, die für alle Fernseher einsatzbar sollen, sind angekündigt. Übrigens: Die in den Kinos handelsüblichen 3D-Brillen sind in der Regel passive Polarisationsfilterbrillen und daher für den Einsatz vor dem Fernsehgerät untauglich.

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