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Ratgeber Hardware Grafikkarte einbauen und installieren: 10 wichtige Tipps

Sie haben eine neue Grafikkarte gekauft, wollen sie in Ihren PC einbauen und richtig installieren? Wir geben zehn Tipps, wie sie häufige Fehler vermeiden.
HIS: Grafikkarte Radeon HD 7750 iCooler © HIS (Symbolbild)

Wenn Sie alle unsere Tipps nach und nach befolgen, werden Sie keinerlei Probleme oder sogenannte Bugs im Alltag haben und sich an Ihrem neuen Pixelbeschleuniger erfreuen können.

1. Tipp: Onboard-Grafik abschalten

Sie haben einen PC mit Onboard-Grafik, also einen Computer ohne Grafikkarte, bei dem der Grafikchip auf dem Mainboard verbaut oder in den Prozessor integriert ist. Da solche Lösungen in der Regel langsam sind, haben Sie sich eine echte Grafikkarte zugelegt, doch beim Hochfahren des PCs bleibt der Bildschirm schwarz.

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Bei den meisten Mainboards wird durch den Einbau einer Karte die Onboard-Grafik abgeschaltet. Sollte dies nicht automatisch funktionieren, rufen Sie beim Hochfahren des PCs das BIOS auf - in der Regel durch Drücken der "F2"- oder "Entf"-Taste. Suchen Sie nach einem Eintrag wie "Init Display First", "Primary VGA BIOS" oder "Primary Graphics Adapter". Stellen Sie den Eintrag von "Onboard" auf "AGP" oder "PCIE" um.

Deinstallieren Sie eine Radeon-Karte immer über das © Matthias Metzler
Deinstallieren Sie eine Radeon-Karte immer über das "ATI Software Uninstall Utility".

2. Tipp: Alte Treiber deinstallieren

Frisch ausgepackt liegt die neue Grafikkarte auf dem Tisch, also schnell den Rechner aufschrauben und den Neuerwerb einbauen. Doch halt! Wer einfach so zur Tat schreitet, riskiert, dass sein PC nicht mehr korrekt startet. Als erstes müssen Sie sämtliche Treiber der alten Karte entfernen. Um die alten Treiber loszuwerden, gehen Sie in der Systemsteuerung auf Software. Entfernen Sie die Treiber einer Radeon-Karte über den Eintrag "ATI - Software Uninstall Utility" und nicht über "ATI Display Driver".

Die Kontakte von AGP und PCI-Express-Karten (unten) unterscheiden sich deutlich. © Matthias Metzler
Die Kontakte von AGP und PCI-Express-Karten (unten) unterscheiden sich deutlich.

Bei einer GeForce-Karte wählen Sie den Eintrag "NVIDIA Drivers". Wählen Sie – falls vorhanden - die Option "Nur die folgenden Komponenten entfernen" und setzen Sie in der Auswahlliste einen Haken vor "NVIDIA Display Driver". Verwenden Sie Grafiktreiber des Kartenherstellers, sind diese oft unter einem anderen Namen in Software eingetragen. Treiber vom Hersteller Leadtek finden Sie etwa unter dem Eintrag "Winfast Display Driver". Entfernen Sie auch alle Tuning- und Übertaktungs-Tools der alten Karte, sofern Sie solche verwenden. Fahren Sie schließlich den PC herunter, ein Neustart ist nicht nötig. Im Internet kursieren kleine Tools, die angeblich alle Treiberreste entfernen, so genannte "Drivercleaner". Vom Einsatz solcher Programme raten wir ab, da sie manchmal wichtige Systemdateien löschen.

3. Tipp: Schnittstellen prüfen

Ihre neu erworbene Grafikkarte passt nicht in den Steckplatz der alten Karte. Seit etwa 2005 ist der Anschluss PCIExpress (PCIe) für Grafikkarten üblich. PCIe löst den langsameren Vorgänger AGP ab. Die neuen PCIe-Karten passen nicht in die alten AGP-Steckplätze und umgekehrt. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf einer Grafikkarte, welche Schnittstelle Ihr Mainboard hat.

© Matthias Metzler

Am einfachsten sehen Sie im Handbuch des Mainboards oder der alten Grafikkarte nach. Wenn Sie beide nicht mehr besitzen, bauen Sie die alte Grafikkarte aus und vergleichen Sie sie mit den Bildern unten. Problematisch können Karten mit großer Baulänge sein, die manchmal mit vorhandener Hardware im Gehäuse kollidieren.

4. Tipp: Karten-Treiber prüfen

Obwohl Sie den Treiber von der mitgelieferten CD installiert haben, treten bei neuen Spielen oder im Windows-Betrieb Darstellungsfehler auf. Die Treiber-CD, die der Grafikkarte beiliegt, ist in der Regel stark veraltet. Auch die Treiber von der Homepage des Kartenherstellers sind in der Regel nicht sehr aktuell. Installieren Sie deshalb besser die Referenztreiber vom Hersteller des Grafikprozessors. Diese werden meist monatlich aktualisiert und beheben bekannte Probleme mit neuen Anwendungen und Spielen. Bei einer GeForce- Karte bekommen Sie den so genannten ForceWare-Treiber unter nvidia.de. Die für eine Radeon-Karte nötige Catalyst-Software erhalten Sie unter amd.de.

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Nachdem Sie die Karte eingebaut haben, fahren Sie den PC hoch. Windows startet automatisch einen Assistenten zur Treiberinstallation. Brechen Sie diesen - sofern möglich - ab! Starten Sie die heruntergeladene Software und folgen Sie den Anweisungen auf dem Schirm.

5. Tipp: Stromversorgung berücksichtigen

Nach dem Einbau einer Grafikkarte bekommen Sie beim Hochfahren des PCs eine Warnmeldung zur Stromversorgung angezeigt (Radeon) oder den Hinweis, dass Ihre Grafikkarte heruntergetaktet wurde (GeForce). Die meisten aktuellen Grafikkarten benötigen eine eigene Stromversorgung. Haben Sie vergessen, diese beim Einbau anzuschließen, bekommen Sie die erwähnten Warnhinweise. In der Regel werden AGP-Karten über einem 4-Pin-Molex-Stecker vom Netzteil zusätzlich mit Strom versorgt.

Moderne PCIe-Karten benötigen oft einen oder zwei mehrpolige PCIe-Stromanschlüsse. Sollten diese Stecke bei Ihrem Netzteil fehlen, benutzen Sie alternativ den Adapter, der PCIe-Grafikkarten in der Regel beiliegt.

6. Tipp: Netzteilleistung prüfen

Nach dem Einbau der neuen Grafikkarte stürzt der Rechner beim Ansehen von hochaufgelösten Videos oder beim Spielen immer wieder ab oder es zeigen sich seltsame Bildfehler. Besonders leistungsstarke Grafikkarten brauchen deutlich mehr Strom und beanspruchen das Netzteil stärker als etwa eine Onboard-Grafik - erst recht wenn der PC mit zwei Karten im Parallelbetrieb (SLI oder Crossfire) betrieben wird. Sehen Sie bei einem Netzteil aber nicht nur auf die Gesamtleistung in Watt, sondern besonders auf die 12-Volt-Stromversorgung. Die genauen Anforderungen an das Netzteil sind meist bei den Systemvoraussetzungen der Grafikkarte vermerkt.

7. Tipp: Bildwiederholfrequenz justieren

Nach dem Einbau der neuen Karte flimmert das Bild ganzflächig oder an bestimmten Stellen. Standardmäßig wird von Windows eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz (Hz) eingestellt. Wer immer noch Besitzer eines Röhrenmonitors (CRT) ist, nimmt dies als störendes Flimmern war. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den leeren Desktop und wählen Sie "Eigenschaften". Klicken Sie im Reiter "Einstellungen" auf "Erweitert". Unter "Monitor" ändern Sie die Bildschirmaktualisierungsrate auf einen Wert zwischen 85 und 100 Hertz.

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Besitzer eines TFT-Flachbildschirms müssen den Wert dagegen in der Regel bei 60 Hertz belassen. Nur einige spezielle Gaming- und 3D-Monitore lassen sich mit 120 Hertz ansteuern. Dennoch kann es auch bei einem TFT zu einem Flimmern kommen, etwa bei gestrichelten Flächen. Ursache ist die analoge Übertragung des Bildsignals per VGA (D-Sub). Ersetzen Sie das analoge Monitorkabel durch ein digitales DVI-Kabel, sofern TFT und Grafikkarte dies erlauben.

8. Tipp: DirectX installieren

Nach dem Einbau der neuen Grafikkarte lässt sich der neue Grafikkartentreiber nicht installieren. Ein Grund kann das Fehlen von DirectX sein, der Programmier-Schnittstelle von Windows. Sie bekommen die neueste Version von DirectX als kostenlosen Download über die Microsoft-Webseite .

9. Tipp: Alte Karte richtig ausbauen

Sie wollen die alte Grafikkarte ausbauen, doch obwohl sie die Schraube gelöst haben, lässt sich die Karte nicht vom Mainboard lösen. Auf den meisten Mainboards ist die Grafikkarte am Slot mit einer Plastikklammer zusätzlich gesichert. Diese kann durch einen Lüfter auf der Grafikkarte auf den ersten Blick verdeckt sein.

Wenden Sie keine Gewalt beim Entfernen der alten Karte an. In der Regel müssen Sie die Klammer nur nach unten drücken, um die Karte zu entnehmen. Achten Sie umgekehrt beim Einbau der neuen Karte darauf, dass die Klammer beim Einstecken einrastet.

10. Tipp: Richtige Bildschirm-Einstellung finden

Nach dem Einbau der neuen Karte stimmt die Auflösung nicht mehr, Symbole und Schriften sind viel zu groß. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den leeren Desktop und gehen Sie ganz unten auf "Eigenschaften".

Wählen Sie den Reiter "Einstellungen" an und stellen Sie eine geeignete Bildschirmauflösung ein. Moderne 21- bis 24-Zoll-TFT besitzen meist eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten als optimale, native Auflösung. Moderne Geräte fordern in der Regel die richtige Auflösung von der Grafikkarte an. Sehen sie Icons oder etwa Buchstaben auf dem Desktop sehr unscharf, passen Sie die Werte entsprechend an die Angaben Ihres Monitor-Herstellers an.

 
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