Botnetz-Report

Zahl der Botnetz-Opfer versechsfacht

Gegenüber 2009 hat die Zahl der verseuchten Rechner, die Teil eines Botnetzes geworden sind, im Jahr 2010 um mehr als 600 Prozent zugenommen. Dies hat eine Studie des Sicherheitsunternehmens Damballa ans Licht gebracht. Sechs der zehn größten Botnetze des Jahres 2010 existierten 2009 demnach noch nicht einmal.

Jahresbericht

© Damballa

Jahresbericht "Top Botnets of 2010"

Das US-Sicherheitsunternehmen Damballa hat seinen Jahresbericht "Top Botnets of 2010" veröffentlicht, in dem es die Entwicklungen des zurück liegenden Jahres unter die Lupe nimmt. So hat Damballa etwa ermittelt, dass die Zahl der gekaperten Rechner zur Spitzenzeit kurz vor Weihnachten 2010 um mehr als 650 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Das ergibt durchschnittlich einen Zuwachs um acht Prozent in jeder Woche.Unter den zehn größten Botnetzen sind sechs, die es 2009 noch gar nicht gab, sowie drei, die nicht in den Top 10 waren. Das heißt, neun von zehn Top-10-Botnetzen des Jahres 2009 haben ihre Position eingebüßt oder sind ganz verschwunden. Lediglich "Monkif" hat sich in der Spitzengruppe gehalten und ist sogar um einen Platz vorgerückt. Auf Zeus (Zbot) basierende Botnetze, 2009 noch auf Rang 1, sind selbst unter den ersten 50 kaum noch zu finden.Unangefochten auf Platz 1 liegt ein Botnetz, das mit der TDL-Bande (TDSS, W32.Alueron) in Verbindung gebracht wird. Die ist vor allem durch ihre Fortschritte bei der Weiterentwicklung von MBR-Rootkits bekannt geworden sowie durch ihren kommerziell vertriebenen Botnetz-Baukasten. Etliche weitere der Top-10-Botnetze basieren auf solchen Baukastensystemen. Der Gesamtanteil der größten zehn Botnetze an den verseuchten PCs hat sich von 81 Prozent im Jahr 2009 auf 47 Prozent im Jahr 2010 verringert.Trotz gewisser Erfolge bei der Bekämpfung von Botnetzen steht zu befürchten, dass der Aufwärtstrend auch in diesem Jahr weiter anhalten wird.

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