Ein halbes Jahr nach Supportende

Windows XP - Experte spricht von "Tickender Zeitbombe"

Seit dem Supportende für Windows XP ist mittlerweile ein halbes Jahr vergangen. Trotzdem stellt das veraltete Betriebssystem weltweit auf vielen Rechnern nach wie vor ein Sicherheitsrisiko dar. Auch in Deutschland sind immer noch knapp sieben Prozent aller Geräte betroffen.

Microsoft, Windows XP Logo

© Microsoft

Etwa jeder fünfzehnte Rechner in Deutschland nutzt laut StatCounter nach wie vor Windows XP.

Das Supportende von Windows XP vor einem halben Jahr hätte für PC-Nutzer eigentlich Anlass genug sein müssen, um endgültig auf ein aktuelleres, sichereres Betriebssystem umzusteigen. Schließlich wird das Risiko, früher oder später Opfer eines Hackerangriffs zu werden, für die betroffenen Geräte von Tag zu Tag höher. Fakt ist jedoch, dass weltweit immer noch erstaunlich viele Rechner mit dem veralteten Windows XP betrieben werden.

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Glaubt man etwa der Analysefirma Netmarketshare, so nutzen derzeit über 23 Prozent aller Geräte weltweit nach wie vor Windows XP. Dies würde wiederum bedeuten, dass beinahe jeder vierte Rechner auf diesem Planeten ein veraltetes Betriebssystem benutzt, das kaum Schutz gegen Hackerangriffe bietet und dem Datendiebstahl Tür und Tor öffnet.

Widersprüchliche Studien zum Marktanteil von Windows XP

Ein anderes Bild liefert der Analyse-Dienst StatCounter. Demnach fiel der Marktanteil von Windows XP im Vergleich zum Vorjahr weltweit um etwa acht Prozentpunkte auf aktuell 13 Prozent. Auch für Deutschland errechnet das Webtraffice-Analyse-Tool einen Rückgang von 14 auf aktuell sieben Prozent. Da aber immer noch 15 von 100 deutschen Geräten betroffen sind, weisen auch hier Experten auf die ernstzunehmenden Gefahren hin, die mit der Nutzung von Windows XP einhergehen. 

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Besonderen Handlungsbedarf sieht Axel Oppermann, Analyst des Beratungshauses Avispador, vor allem für Unternehmen: Wer Windows XP auf vernetzten Firmenrechnern nutzt, handele "grob fahrlässig", weil er dadurch sowohl das eigene Unternehmen, als auch die seiner Partner gefährde. Da es nur eine Frage der Zeit sei, wann die IT gehackt werde, sieht er in dem 13 Jahre alten Betriebssystem eine "tickende Zeitbombe", der sich jeder verantwortungsvolle Firmenchef schnellstmöglich entledigen sollte.

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