Windows XP

Bundestag wird ab 8. April zur Zielscheibe von Cyberattacken

Unzählige PCs des Bundestags laufen noch mit Windows XP. Am 8. April läuft der Support aus, das Sicherheitsrisiko nimmt dann deutlich zu.

Ab dem 8. April hat der Bundestag mit Windows XP ein IT-Problem.

© Microsoft

Ab dem 8. April hat der Bundestag mit Windows XP ein IT-Problem.

Schon vor dem Support-Ende von Windows XP ist das fast 13 Jahre alte Microsoft-Betriebssystem das beliebteste Ziel der Cyber-Kriminellen. Die Attraktivität der Plattform dürfte ab dem 8. April deutlich zunehmen, denn dann werden unter vielen anderen Rechnern auch Tausende PCs des Bundestags sowie dessen Verwaltung nicht mehr mit Sicherheits-Updates versorgt. Laut Informationen der Welt handelt es sich insgesamt um über 5.000 Computer. Infos über Sicherheitsmaßnahmen blieb die Pressestelle den Kollegen schuldig.

Microsoft warnt bereits seit längerer Zeit vor den drohenden Sicherheitsrisiken. Windows XP baue auf eine veraltete Sicherheitskonstruktion auf, die sowohl immer schwerer auf dem aktuellen Stand zu halten ist als auch für Hacker immer leichter zugänglich wird. Sicherheitslücken im Betriebssystem, nicht aktualisierte oder nicht weiter unterstützte Internet-Browser, Mail-Programme und mehr machen es Cyberkriminellen laufend einfacher, Eindringlinge einzuschleusen und beispielsweise Daten zu stehlen oder Systeme zu manipulieren.

Ab dem 8. April droht mit dem Support-Ende von Windows XP ein weiterer Super-GAU: Laut Informationen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) laufen 95 Prozent aller Geldautomaten mit Windows XP, andere laufen sogar mit dem Vorgänger Windows 2000. Laut BSI stellen die direkten Zugänge zu Bankkonten ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Experten des BSI gehen davon aus, dass ab dem Stichtag 8. April "erfolgreiche und dauerhafte" Angriffe auf Windows XP stattfinden werden, da jene "mit Mechanismen des Betriebssystems nicht mehr abzuwehren sind".

Der Marktanteil von Windows XP beträgt kurz vor dem Support-Aus weiterhin fast 30 Prozent, basierend auf repräsentativen Messungen beispielsweise durch plattformübergreifende Zugriffe von PCs auf Webseiten. Microsoft vereinfacht Privatnutzern und Unternehmen den Umstieg von Windows XP auf einen der Nachfolger mit verschiedenen Maßnahmen, wie etwa Hilfsprogrammen und Migrations-Tools. Darüber hinaus können wir Ihnen unseren Artikel zur Windows 8 Vorbereitung empfehlen, der Ihnen verrät, was Sie vor dem Betriebssystem-Wechsel sichern sollten. Der Ratgeber gilt natürlich auch größtenteils für jedes andere, neu zu installierende Betriebssystem.

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