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Windows Updates: Viele Sicherheitslücken gestopft, Support für Version 1511 verlängert

Microsoft veröffentlicht elf Windows-Update-Patches, die über 50 Sicherheitslücken schließen. Dazu gibt es längeren Support für die Windows-10-Version 1511.

Windows Update

© pc-magazin.de

Es ist mal wieder soweit. Wenn Sie diesen Bildschirm sehen, dann sind die Windows Updates fast durch.

Windows Updates stehen an: Microsoft hat zum November-Patch-Day elf Sicherheitspakete geschnürt, die sich über vier Dutzend Sicherheitslücken in verschiedenen Windows- und Office-Versionen widmen. Darunter sind vier Lecks, die kurz vorher öffentlich gemacht wurden und von Cyberkriminellen ausgenutzt werden könnten. Angeblich sei es laut der Sicherheitsfirma Qualys aber noch zu keinerlei dokumentierten Angriffen gekommen.

25 der insgesamt 53 gestopften Sicherheitslücken betreffen Einfallstore, die sogenannte „Remote Code Execution“-Angriffe ermöglichten. Dabei können Angreifer aus der Ferne Programmcode ausführen und sich damit etwa höhere Rechte erschleichen, Daten ausspähen oder diese manipulieren.

Verschiedene aktuell noch unterstützte Windows-Versionen kommen auf 14 gestopfte Lücken. Der größte Anteil liegt bei den vorinstallierten Microsoft-Browsern Edge und Internet Explorer. Die wichtigsten Bugfixes reparieren Fehler in der Scripting Engine der Browser. Notebook- oder Workstation-Nutzer mit Admin-Rechten waren der größten Gefahr durch Angriffe ausgesetzt. Microsofts Büro-Software Office erhält Patches für Lecks, mit denen Nutzer über Speicherfehler Code ausführen lassen können. Weitere Informationen zum November-Patch-Day gibt es bei Microsoft.

Windows 10: Version 1511 bekommt längeren Support

Nutzer, die noch mit der Windows-10-Version 1511 unterwegs sind, erhalten sechs Monate längeren Support. Ursprünglich im Oktober abgelaufen, gibt es nun für weitere sechs Monate bis April 2018 uneingeschränkte Unterstützung seitens des Herstellers. Das betrifft vorrangig die Windows-10-Varianten Education und Enterpris. Vorher wurde schon die Frist für die Version 1507 verlängert. Das dürfte in Zukunft beim Anniversary Update 1607 ebenso passieren. Ansonsten läuft der Support für dieses mit März 2018 eher aus als für die ältere Version 1511.

Adobe: Patch-Day mit noch mehr Bugfixes

Adobe hält parallel zu Microsoft seinen Patch-Day ab. Der Hersteller von Photoshop, Flash und Co. schließt insgesamt 62 Sicherheitslücken, darunter traditionell schwere Lücken im Flash Player, beim Adobe Reader und Acrobat. Updates für den Flash Player kommen unter anderem direkt via Windows Update. Nutzer von Chrome sollten das Flash-Update im Normalfall auch automatisch erhalten. Ansonsten führen Sie das Update über das Menü, „Hilfe“, „Über Chrome“ manuell aus. Ansonsten rufen Sie die Flash-Einstellungen in der Systemsteuerung auf und suchen dort nach Updates.

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