Unerwünschte Software

Windows Defender erkennt Adware: Registry-Eintrag bringt mehr Sicherheit

Der Windows-eigene Antivirenschutz erkennt nun auch Adware und andere potenziell unerwünschte Programme. Sie müssen lediglich einen Registry-Eintrag tätigen.

Windows Defender: Adware-Erkennung

© PC Magazin

Windows Defender bietet nun Adware-Erkennung. Sie müssen lediglich in der Registry tätig werden.

Viele Software-Downloads kommen mit mehr oder weniger deutlich gekennzeichneten Zusatzangeboten zu Adware. Dabei handelt es sich meist um potenziell unerwünschte Tools, die  der Nutzer neben seinem eigentlich gewünschten Programm mitinstallieren kann. Oft passiert es, dass sich Nutzer unachtsam durch einen Installationsprozess klicken, und sich im Anschluss eine Browser-Toolbar oder weitere Programme einhandeln, die sie nicht wollen.

Einen zuverlässigen Schutz vor Adware-Installationen bieten einige aktuelle Antiviren-Programme, die sind jedoch häufig mit Kosten verbunden. Bei Gratislösungen ist das Feature bereits seltener anzutreffen. Mit einer Neuerung für den Windows Defender, die Microsoft in seinem „Malware Protection Center“ vorstellt, bieten die Redmonder nun einen entsprechenden Schutz an. Obwohl dieser in erster Linie eigentlich auf Enterprise-Versionen für Firmenkunden abzielt, funktioniert dieser Schutz auch bei Endkunden-Versionen (Home und Pro) von Windows. Der Windows Defender gehört bei Windows zu den Bordmitteln, ist also in der Regel schon vorhanden und aktiv.

Lesetipp: Antivirus-Test 2015

Sie müssen für den Adware-Schutz im Windows Defender lediglich einen Registrierungseintrag ergänzen. Öffnen Sie den Registrierungseditor, indem Sie „regedit“ unter Ausführen (Windows 7 aufwärts), im Startmenü (Windows 10) oder auf der Startseite von Windows 8.1 eingeben. Navigieren Sie anschließend zu dem Pfad "HKEY_LOCAL_MACHINESoftwarePoliciesMicrosoftWindows Defender" und erstellen Sie gegebenenfalls den Schlüssel „MpEngine“. Dort erstellen Sie einen DWORD-Datentyp (32 Bit) und geben ihm den Wert „1“. Ein anschließender Neustart des Systems lässt die Änderungen im Windows Defender aktiv werden.

Lesetipp: Windows 10 oder Windows 7

Laden Sie nun ein Programm herunter, dass potenziell unerwünschte oder gar schädliche Software enthält, entfernt der Windows Defender den Download. Über die Oberfläche des Microsoft-Tools (unter Windows 10 etwa auf dem Reiter „Verlauf“, unter „Details einblenden“) können Sie die Datei bei Bedarf wiederherstellen.