Von KB4056892 zu 0x800f0845

Meltdown & Spectre: Update für Windows 10 macht Probleme mit AMD-Systemen

Haben Meltdown und Spectre bei Microsoft für einen Schnellschuss gesorgt? AMD-Nutzer melden Probleme nach einem Windows 10 Update mit dem Patch KB4056892.

Windows 10: Bei Fehlern booten Sie in die Problembehandlung

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Windows 10: Bei Fehlern booten Sie in die Problembehandlung. Das könnte aktuelle Update-Probleme für AMD-Nutzer lösen.

Seit dem 4. Januar bekommen einige Nutzer von Windows 10 ein Update. Dieses bringt den Patch mit der Bezeichnung KB4056892 und sorgt laut Beschwerden in den Microsoft-Foren für Probleme. AMD-Nutzer beklagen sich nach der Installation des Patches, das der Windows-10-PC nicht mehr hochfährt.

Das System bleibt beim Windows-Logo hängen und zeigt oftmals den Fehler-Code 0x800f0845 an. Mit dem Patch will Microsoft eigentlich akute Probleme rund um Meltdown und Spectre schließen. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie in einem separaten Artikel auf pc-magazin.de.

  • Update vom 09.01.2018: Microsoft hat verraten, warum einige AMD-CPUs Probleme mit dem Windows 10 Update haben können. Dazu gibt es Hilfestellung für Nutzer, die bislang noch keine Patches gegen Meltdown und Spectre für Windows 10 erhalten haben. Der Grund sei womöglich eine falsche Registry-Einstellung für Antivirenprogramme.

Bisher gibt es wenige Lösungsansätze für das Problem, für eine vollständige Behebung gibt es aber keine Garantie. Betroffen sind nicht alle Nutzer von Windows 10. Das Update soll lediglich Nutzer erreichen, bei denen die Telemetriedaten des jeweiligen Systems den Microsoft-Servern grünes Licht für eine Verteilung des Patches geben. Daher wird auch von einer manuellen Installation abgeraten, wie beispielsweise auf dem Blog borncity.com zu lesen ist.

Nur ältere AMD-Systeme betroffen?

Vorrangig sind Systeme mit AMD-CPUs von Problemen mit dem Fehler-Code 0x800f0845 betroffen. Unter anderem werden verschiedene – vor allem ältere – Modelle genannt. Beispielsweise sind das Systeme mit einem AMD Athlon 64 X2 bis hin zu einem Phenom II X6. Bei einem privaten Ryzen-System aus der Redaktion gab es beim Booten zwar auch Probleme, beheben ließen sie sich jedoch mit einem einfachen Reset.

Lesetipp: Meltdown und Spectre – Alle Infos, Updates und mehr

Andere betroffene AMD-Nutzer berichten, dass eine automatische Reparatur helfen kann. Was sicher funktioniert, ist die Wiederherstellung eines Systembackups. Entweder manuell oder über die Windows-eigene Systemwiederherstellung. Anschließend sollten Sie das problembehaftete Update nach Möglichkeit auslassen oder Windows Updates vorübergehend deaktivieren. Intel-Nutzer scheint der Windows-Patch nicht zu treffen, dafür gibt es bald andere Intel-Updates für Meltdown und Spectre.

Letzter Ausweg: Windows-Neuinstallation

Wenn die genannten Backup-Optionen fehlen und auch die automatische Reparatur nicht funktioniert, kommen Nutzer um ein Neuaufsetzen des Systems nicht herum. Um einen Datenverlust zu vermeiden, sollten Sie probieren, die Daten des Systemlaufwerks an einem anderen PC oder einem Laptop mit Hilfe eines USB-SATA-Adapters auszulesen. Steht ein zweiter PC zur Verfügung, nutzen Sie natürlich vorhandene und freie, interne SATA-Anschlüsse. Denken Sie an einen freien Netzteilanschluss (SATA) und das dafür benötigte SATA-Kabel.

Nach dem Neuaufsetzen sollten Sie das Ausblenden des ggf. angebotenen Patches bzw. das temporäre Sperren der Update-Funktion in Betracht ziehen. Wie Sie das System neu aufsetzen können, erfahren Sie in unserer Anleitung zum Windows 10 Clean Install. Dort lesen Sie unter anderem auch, wie Sie ein Bootmedium für Windows 10 erstellen und das System davon starten lassen. Bevor Sie das Setup dann tatsächlich ausführen, können Sie darüber auch die erwähnte automatische Reparatur in den erweiterten Startoptionen anstoßen.

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