Update mit potenziellen Stolperfallen

Windows 10: Version 1511 für Enterprise-Kunden erhältlich – bekannte Probleme

Windows 10 Enterprise inklusive Update 1511 ist als ISO-Download verfügbar. Wir haben Infos und Lösungen zu potenziellen Problemen.

Kurz vor dem Windows-10-Release zeigen die PC-Absätze weiter steil nach unten.

© Screenshot / Youtube

Firmenrechner bekommen das aktuelle Windows-10-Update. Doch folgende Probleme können auftreten.

Microsoft-Firmenkunden mit abgeschlossenen Volumenlizenzverträgen bekommen ab sofort Windows 10 Enterprise inklusive integriertem Herbst-Update (Version 1511 bzw. Threshold 2). Die ISO-Dateien stehen ab sofort im „Volume Licensing Service Center“ bereit, um eine saubere Neuinstallationen (Clean Install) auf den verwendeten Rechnern machen können. Wer jedoch das ISO lädt und unter Windows ausführt, um ein bestehendes System zu aktualisieren, sollte aufpassen. Nutzer berichten beim Einsatz der Endverbraucherversion von verschiedenen Problemen, die beim Einspielen des Herbst-Updates aufgetreten sind. Es lässt sich nicht ausschließen, dass die Enterprise-Version ebensolche Schwierigkeiten mitbringt.

Das Update auf die Windows-10-Version 1511 kann das System an vielen Stellen auf die Originaleinstellungen zurücksetzen. Beispielsweise können zuvor gelöschte Windows-Apps wie Edge oder Xbox plötzlich wieder auftauchen. Hier müssen Nutzer die Deinstallation erneut durchführen. Auch wer verschiedene Dateitypen mit bestimmten Programmen öffnet, muss entsprechende Einstellungen wieder vornehmen. Dazu können installierte Apps und Programme wie etwa der Cisco VPN Client oder CPU-Z aufgrund potenzieller Inkompatibilitäten automatisch gelöscht werden, auch Sicherheitsprogramme. Bisher ist zumindest nicht bekannt, dass Nutzer nach einer Neuinstallation etwaig gelöschter Programme Probleme bekommen hätten, sodass Nutzer sie in der Regel also wieder aufspielen können.

Lesetipp: Windows 10 – Das bringt Threshold 2

Je nach System kann der Update-Vorgang auf Windows 10 (1511) auch bei 44 Prozent einfrieren. Das liegt in den meisten Fällen an einer im verbauten Lesegerät steckenden SD-Speicherkarte. Ein Entfernen des Speichermediums sollte das Problem beheben.

Die bisher genannten Probleme lassen sich leicht beheben; anders das folgende: Wer Windows 7 oder 8.1 direkt auf Windows 10 (1511) aktualisiert, könnte seine Wiederherstellungspartition verlieren. Das wiederum würde dafür sorgen, dass innerhalb von 30 Tagen nach dem Upgrade kein Downgrade mehr möglich ist. Wer sich diese Möglichkeit aufheben möchte, der sollte also vorerst mit dem Update auf Windows 10 (1511) beziehungsweise „Threshold 2“ warten.

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