Weiterhin kostenlos

Windows 10: Gratis-Update-Phase geht weiter – für Nutzer von Eingabehilfen

Microsoft bestätigte das Ende der Gratis-Update-Phase für Windows 10. Nun gibt es Einschränkungen für Nutzer von Eingabehilfen, die Fragen aufwerfen.

Microsoft Windows 10 Hintergrund

© Micoroft

Der Umstieg auf Windows 10 wird für viele Nutzer der Vorgänger 7 und 8.1 bald Geld kosten - doch nicht für alle!

Das Gratis-Update auf Windows 10 ist seit dem 29. Juli 2015 möglich und soll genau ein Jahr laufen. Wer sein Windows 7 oder Windows 8.1 ab dem 30. Juli aktualisieren will, wird zur Kasse gebeten, wie wir am Montag berichteten. Doch Microsoft macht das Update nicht für alle Nutzer kostenpflichtig. Ausgenommen seien Nutzer von Eingabehilfen – für diese sei eine Aktualisierung von Windows 10 weiterhin kostenlos.

Microsoft begründet dies damit, dass diverse Features für Nutzer mit Behinderungen noch nicht fertig seien. Innerhalb eines Jahres hätten entsprechende Anwender noch nicht die Möglichkeit, wie andere – nicht beeinträchtigte Nutzer – Windows 10 zu testen.

So löblich die Entscheidung von Microsoft auch ist: Derzeit fehlen noch einige Details, um sagen zu können, wer für Windows 10 nach dem 29. Juli 2016 zahlen muss und wer nicht. Die will Microsoft bald nachliefern. Beispielsweise ist nicht klar, welche Eingabehilfen Microsoft meint. In den Einstellungen von Windows 10 finden sich Features wie die Sprachausgabe von Inhalten sowie die Bildschirmlupe für stark und Regler für einen erhöhten Kontrast für schwächer Sehbehinderte. Dazu kommen Untertitel für Hörgeschädigte, die Bildschirmtastatur und eine Maussteuerung per Tastatur.

Reicht es, eine oder mehrere der genannten Funktionen regelmäßig zu nutzen? Oder brauchen Nutzer für weiter bestehende Gratis-Update-Möglichkeiten Erweiterungen wie beispielsweise Braille-Ausgabegeräte für Blinde? Nicht im Bereich des Unmöglichen wäre sogar, wenn Microsoft sich bestätigen lassen würde, ob ein Nutzer ein Handicap hat oder nicht. Sollte dies der Fall sein, dürften sich Datenschutzverfechter bereits die Hände reiben. Tritt der zuerst genannte Fall ein, dürften sich einige Nutzer nachträglich ärgern, wenn Sie nach dem 29. Juli für Windows 10 die vollen 119 US-Dollar (oder womöglich 135 Euro in Deutschland) zahlen. Es gibt auf jeden Fall noch Klärungsbedarf seitens Microsoft. Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden.

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