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Windows 10 Creators Update: Download erzwingen und erste Einstellungen

Windows 10 bekommt das Creators Update: in Schüben. So können Sie den Download erzwingen - und diese Einstellungen sollten Sie nach der Installation prüfen.

Windows 10: Creators Update

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Windows 10: Der Edge-Browser meldet sich nach dem Creators Update und stellt neue Funktionen vor.

Der 11. April 2017 bringt Windows 10 mit dem Creators Update die nächste große Aktualisierung. Microsoft rückt den Produktiv- und Kreativeinsatz in den Vordergrund und bringt neue Features, doch auch in Sachen Sicherheit und Komfort mit Windows Updates tut sich einiges. Wer nicht warten will, bis Windows Update sich von alleine rührt, hat verschiedene Möglichkeiten, das Creators Update für Windows 10 zu erzwingen. Zudem zeigen wir, welche Einstellungen Sie zwecks Privatsphäre zuerst nach der Installation prüfen und ggf. ändern sollten.

Schon seit dem 5. April können Sie den Download für das Windows 10 Creators Update manuell anstoßen. Achten Sie vor dem Update auf ein vollumfängliches Backup Ihrer persönlichen Daten und auf aktuelle Treiber für Ihre Systemkomponenten und angeschlossenen Geräte. Es gibt insgesamt drei Möglichkeiten, die Microsoft jeweils auf dieser Webseite anbietet. Am bequemsten ist der Einsatz des Media Creation Tools, das Sie auf der verlinkten Webseite herunterladen können. Innerhalb des Tools haben Sie die Möglichkeit, den Update-Vorgang direkt über die Windows-Oberfläche zu starten. Ihre Einstellungen und Daten bleiben im Normalfall erhalten, ein Backup erstellen sollten Sie vorher trotzdem.

Als zweite Möglichkeit bietet das Tool die Möglichkeit, einen Installationsdatenträger anfertigen zu lassen. Das kann ein bootfähiger USB-Stick oder eine DVD mit den Setup-Dateien sein. Alternativ nehmen Sie die Erstellung von Installationsmedien selbst in die Hand, indem Sie sich die ISOs herunterladen, die Sie brauchen. Für diese beiden Möglichkeiten müssen Sie den PC neustarten und vom automatisch oder manuell erstellten Datenträger booten lassen. Entsprechende Einstellungen finden Sie im Bios oder auf der UEFI-Oberfläche Ihres Systems. Diese beiden Möglichkeiten richten sich an erfahrenere Nutzer, Windows 10 sichert dabei weder Einstellungen noch Daten. Sie können also mit einem frisch aufgesetzten System neustarten. Hilfestellung für eine saubere Neuinstallation (Clean Install) von Windows 10 bieten wir in diesem Artikel.

Lesetipp: Windows 10 Store deinstallieren

Die beiden letztgenannten Möglichkeiten klingen ähnlich. In der Regel reicht für ein Clean Install die zweite Option. Die dritte Möglichkeit kann sinnvoll sein, wenn Sie von der 32- auf die 64-Bit-Version oder etwa von der Home- auf die Pro-Version umsteigen möchten. Denn das Microsoft-Tool prüft die aktuelle Windows-Variante und lädt das Update in der Regel genau für diese Variante herunter. Bedenken Sie, dass bei einem Wechsel der Edition ein neuer Lizenzschlüssel fällig ist.

Nach der Installation: Wichtige Einstellungen

In diesem Abschnitt verraten wir, welche Einstellungen Sie nach dem Windows 10 Creators Update im Blick haben sollten. Eigentlich sollte das System nach einem Update (gemäß der ersten genannten Option) Ihre Einstellungen beibehalten. Doch einige können sich ändern und wieder auf einem unerwünschten Standardwert gestellt sein. Nach der Ersteinrichtung oder einem Update sollte Windows 10 Ihnen fünf Schalter anzeigen, bei denen Sie die Übermittlung von Positionsdaten, die Werbe-ID, Sprach- sowie Eingabeerkennung, Telemetrie- und Nutzungsdaten sowie Cortana-Eingaben deaktivieren können. Ist dies von Ihnen angepasst, geht es weiter mit zuvor getroffenen Einstellungen zu Tipps und Vorschlägen. Diese können auf Dauer nerven und dazu auch Performance kosten. Hier lohnt eine Deaktivierung.

Lesetipp: Windows 10 Creators Update - die wichtigsten Neuerungen

Sie müssen sich vorrangig in den PC-Einstellungen bewegen, um die notwendigen Schalter zu finden. Die Einstellungen rufen Sie mit einem Klick unten rechts auf der Taskleiste auf, indem Sie die Sprechblase und dann auf „Alle Einstellungen“ bzw. das Zahnradsymbol klicken. Alternativ drücken Sie die Windows- gleichzeitig mit der i-Taste ([Windows] + [i]). Gehen Sie nun unsere folgende Liste durch und passen Sie die Einstellungen passend zu Ihren Vorlieben an.

Personalisierung

  • Sperrbildschirm: „Unterhaltung, Tipps, Tricks und mehr auf dem Sperrbildschirm anzeigen“ - Das Update kann auch für einen Wechsel des Hintergrundtypen auf dem Sperrbildschirm gesorgt haben.
  • Start: „Gelegentliche Vorschläge im Startmenü anzeigen“

System

  • Benachrichtigungen und Aktionen: „Bei der Nutzung von Windows Tipps, Tricks und Vorschläge erhalten“ 

Wurden Ihnen die zuvor erwähnten fünf Schalter nach Ersteinrichtung oder Update nicht angezeigt, werden Sie unter Datenschutz fündig. Die wichtigsten Punkte, um die Datenübermittlung einzuschränken sind dann:

Datenschutz

  • Allgemein: Einstellungen zur Werbe-ID
  • Position
  • Spracherkennung, Freihand und Eingabe
  • Feedback und Diagnose
  • Und neu: „App-Diagnose“

Wer Cortana deaktivieren will, kann sich in dem verlinkten Artikel eine Registry-Datei herunterladen und anwenden, die Cortana für Websuchen deaktiviert. Dazu helfen auch die Tipps im folgenden Video.

Windows schneller machen

Quelle: PC Magazin
Windows-Einstellungen: Wenn das System zu langsam ist, helfen meist schon einfache Tipps.

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