Clean Install ohne Key

Windows 10 – Microsoft speichert Lizenzschlüssel und Hardware-ID online

Nie wieder einen Lizenzschlüssel eingeben: Microsoft speichert Ihren Windows 10 Key beim ersten Setup online zusammen mit einer Hardware-ID. Somit funktioniert ein Clean Install (saubere Neuinstallation) mit automatischer Aktivierung – auch ohne Microsoft-Konto.

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Microsoft speichert den Windows 10 Key und eine Hardware-ID: Warum?

Microsoft verändert mit Windows 10 das Management von Lizenzschlüsseln (Product Keys). Nutzer werden nach dem ersten Setup bei künftigen Neuinstallationen (auch per Clean Install) keinen Key mehr eingeben müssen. Im Zuge der Installation von Windows 10 wird die vorherige Lizenz in eine digitale Berechtigung verwandelt. Microsoft realisiert dies, indem eine individuelle Hardware-ID generiert, mit dem Key verknüpft und auf den Microsoft-Servern hinterlegt wird.

Das gilt auch schon für Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1, die jetzt im Rahmen des Gratis-Updates bis zum 28. Juli 2016 auf Windows 10 umsteigen. Der Key wird in Windows 10 nicht mehr mit konventionellen Tools auslesbar sein. Stattdessen geben entsprechende Programme nur Standard-Keys aus. Wer das nicht möchte, der kann innerhalb von 30 Tagen nach dem Gratis-Update ein Downgrade von Windows 10 vornehmen.

Lesetipp: Windows 10 oder Windows 7

Da Microsoft Hardware und Lizenz verknüpft, ist es – zumindest bei Hardware-gebundenen OEM-Lizenzen – nicht notwendig, sich gleichzeitig mit einem Microsoft-Konto einzuloggen, um die automatische Aktivierung erfolgreich hinter sich zu bringen. Logischerweise dürfte dies bei vollwertigen Retail-Versionen, die nicht an Hardware gebunden sind, entfallen.

Der Vorteil dieser Aktivierungsmethode liegt auf der Hand. Nutzer müssen bei der Windows-Installation nicht mehr ihren Lizenzschlüssel bereitlegen und ihn von Hand eingeben. Bei entsprechenden Fenstern während des Setups kann der Nutzer einfach auf „Überspringen“ klicken. Das macht saubere Neuinstallationen von Windows 10 künftig einfacher. Der Nachteil ist, dass man Windows 10 "nach Hause telefonieren" lassen muss – was vielerorts bereits für mehr oder weniger berechtigte Kritik sorgt.

Ein Hardware-Tausch bei OEM-Lizenzen wird mit der neuen Methode kein Hindernis. Wie viele Praxistests in der Vergangenheit gezeigt haben, können Sie ohne Schwierigkeiten einzelne Komponenten tauschen. Probleme gibt es nur, wenn das Mainboard gewechselt wird. Dann erkennt Windows einen neuen PC und es gäbe Probleme mit der Aktivierung. Diese hätten Sie bei der alten Methode jedoch ebenso – und dann hilft meist ein Anruf bei der Microsoft-Hotline, um Windows erneut aktivieren zu lassen.

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