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Wikipedia-Gründer Jimmy Wales startet neues soziales Netzwerk

Soziales Netzwerk, Mobilfunkanbieter und Spendenplattform in einem: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will mit TPO gleich drei Dienste unter einen Hut bringen. Vor allem Kunden könnten vom Konzept profitieren.

TPO Beta

© Screenshot: tpo.com

TPO Beta

Mit Wikipedia hat Jimmy Wales als Hauptgründer eine der meistgenutzten Webseiten im Internet geschaffen. Nun will er als Vorstandsvorsitzender von TPO ("The Peoples Operator") eine Dreifach-Revolution anstoßen. TPO erweitert seine Dienste als Mobilfunkanbieter und Spendenplattform um das soziale Netzwerk tpo.com. Dadurch will TPO mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Anstatt teure Werbung zu schalten, gewinnt TPO neue Mobilfunkkunden mithilfe von Mundpropaganda und der nun geschaffenen Online-Community. Die dadurch eingesparten Kosten werden an vom Kunden ausgewählte, gemeinnützige Organisationen gespendet - etwa den WWF oder Save the Children. Jeweils 10 Prozent des monatlichen Beitrags kommen auf diese Weise einem guten Zweck zugute.

Auch die Kunden profitieren von dem Konzept: Das soziale Netzwerk TPO soll komplett ohne Anzeigen auskommen, da es über den Mobilfunkanbieter quer finanziert wird. Die Nutzerdaten werden also im Gegenteil zu Twitter oder Facebook nicht an die Werbeindustrie weitergegeben. Vor allem für den Austausch über wohltätige Zwecke soll tpo.com eine zentrale Anlaufstelle werden.

In Großbritannien bietet TPO die Kombination aus Mobilfunkvertrag und Spenden bereits seit 2012 an. Nun startet TPO das neue soziale Netzwerk und bietet seine Verträge auch in den USA an. Nutzer in Deutschland können vorerst lediglich das soziale Netzwerk tpo.com nutzen. Dieses befindet sich noch im Beta-Stadium. Apps für Android und iOS gibt es derzeit noch nicht. Nutzer können aber bereits Profile anlegen, Beiträge und Bilder posten und sich in Gruppen organisieren.

Jimmy Wales, der seit 2014 bei TPO als Vorstandsvorsitzender involviert ist, hofft, dass durch die TPO-Community und ihre Spenden bald Millionen von Menschen geholfen werden kann. Ganz uneigennützig ist er dabei nicht: Auch das von ihm mitgegründete Wikipedia könnte von den Spenden-Erlösen profitieren.

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Noch verfügt tpo.com nur über die Grundfunktionen wie Beiträge, Gruppen und Fotoalben.

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