Facebook-Konkurrent gibt auf

wer-kennt-wen.de schließt die Pforten

Das soziale Netzwerk "Wer kennt wen" beugt sich der Übermacht von Facebook und verkündet seinen Abschied zum 2. Juni 2014.

Das soziale Netzwerk macht zu, Facebook ist zu stark.

© wer-kennt-wen.de

Das soziale Netzwerk macht zu, Facebook ist zu stark.

Mit wer-kennt-wen.de hat nun ein weiterer deutscher Facebook-Konkurrent die weiße Fahne gehisst und seinen Rücktritt aus der Welt der sozialen Netzwerke beschlossen. Laut einer Pressemeldung von RTL Interactive steht das Online-Angebot nur noch bis zum 1. Juni 2014 zur Verfügung und soll am darauffolgenden Tag endgültig eingestellt werden.

Wenig überraschend steht das Ende des sozialen Netzwerks eng in Verbindung mit der Dominanz von Facebook, das seinen Konkurrenten kaum noch Luft zum Atmen lässt. Erst letztes Jahr hatte SchülerVZ dicht gemacht und damit die Konsequenzen aus dem sinkenden Interesse seiner Kundschaft gezogen. Die Gründe für das Aus von wer-kennt-wen.de decken sich logischerweise weitestgehend mit denen von SchülerVZ.

Da "das Angebot nach anhaltenden Reichweitenverlusten für RTL interactive langfristig nicht wirtschaftlich betrieben werden kann", sei die Schließung des deutschen Social Media Urgesteins demnach die einzige Lösung gewesen. "Die in den vergangenen Wochen geführten Gespräche mit Investoren hatten keine wirtschaftlich und konzeptionell überzeugenden Alternativen erbracht", so die Pressemitteilung weiter.

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Der Geschäftsführer Matthias Büchs, der gleichzeitig als Bereichsleiter für Online/Mobile bei RTL interactive fungiert, drückte bereits im März in einer Mitteilung an seine Mitarbeiter sein Bedauern für die Entscheidung aus. Darin bedankte er sich zudem für die jahrelange Zusammenarbeit, bezeichnete den Schritt jedoch als "unumgänglich".

Die 9,6 Millionen Mitglieder des Online Netzwerks werde man bis zum 1. Juni über die Homepage und durch mehrere E-Mails über die Schließung in Kenntnis setzen. Die Nutzer von wer-kennt-wen.de erhalten jedoch die Möglichkeit, ihre Daten mit Hilfe einer eigens entwickelten Export-Funktion zu sichern, bevor diese endgültig gelöscht werden.

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