Washington Post verkauft

Amazon-Gründer Jeff Bezos kauft US-Tageszeitung

Die Washington Post war die meiste Zeit in Besitz der Familie Graham. Nun wurde die Zeitung an Jeff Bezos, den Gründer von Amazon, verkauft.

Jeff Bezos von Amazon kaufte die Zeitung Washington Post.

© Screenshot: WEKA; http://www.washingtonpost.com/lifestyle/style/katharine-graham-remembered/2010/09/29/gJQAnHSnXk_gallery.html#photo=13

Jeff Bezos von Amazon kaufte die Zeitung Washington Post.

Die Washington Post ist die größte Tageszeitung in der US-amerikanischen Hauptstadt. Sie wurde bereits 1887 gegründet und befand sich überwiegend im Besitz der Familie Graham. Keine Zeitung hat in der Hauptstadt länger überlebt. Die Zeitung war das Aushängeschild der Washington Post Company, hatte jedoch in den letzten Jahren Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Nun wurde bekannt gegeben, dass die Washington Post für 250 Millionen US-Dollar an Jeff Bezos, den Gründer von Amazon verkauft wurde.

Die Übernahme hätte allerdings nichts mit Amazon zutun, so Jeff Bezos. Auch an der Unternehmenspolitik und der Zielsetzung des Blattes soll sich nichts ändern. "Die Zeitung hat bereits eine exzellente Führung und das Team weiß mehr über das News-Geschäft als ich. Ich bin sehr dankbar, dass die Mitarbeiter eingewilligt haben, weiter zu machen", so Jeff Bezos in einer Rede zu den Angestellten der Zeitung. Es würden selbstverständlich Änderungen in den nächsten Jahren nötig sein, diese wären jedoch mit oder ohne neuen Eigentümer notwendig gewesen. Es wären einige innovative Ideen und Experimente nötig, um den Kurs der Zeitung zum Erfolg zu führen.

Die Verkündung eines Verkaufs kam überraschend. In einem Interview gab Donald Graham, der Chief Executive der Washington Post Co. einige Details zu dem Entscheidungsprozess bekannt. Die Washington Post hätte im siebten Jahre in Folge Umsatzrückgänge zu verbuchen. Dabei seien einige kreative Lösungsansätze umgesetzt worden, welche sich seitens der Leserschaft und Zeitungsqualität äußerst positiv ausgewirkt hätten, den Umsätzen allerdings nicht gerecht wurden. Donald Graham sei davon überzeugt, die Zeitschrift über die nächsten Jahre ebenso am Leben erhalten zu können. Er wünsche sich aber für die Zeitung, auch wirtschaftlich erfolgreicher zu werden.

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