Privatsphäre

Vorratsdatenspeicherung bei Skype

Wer sich bei der Nutzung des VoIP-Programms Skype sicher fühlt, weil Chats und Telefonate verschlüsselt übertragen werden, sollte wissen, dass Skype Kontaktdaten und Chat-Protokolle sowohl lokal als auch in der Cloud speichert. Die aufbewahrten Daten könnten auch an Behörden heraus gegeben werden.

Vorratsdatenspeicherung bei Skype

© Frank Ziemann

Vorratsdatenspeicherung bei Skype

Skype gilt vielen als kostenlose und sichere Anwendung für Internet-basiertes Telefonieren sowie für Chats und Dateitransfers. Wer jedoch Wert auf den Schutz seiner persönlichen Daten legt, sollte sich die Nutzungsbedingungen vor der Installation genau durchlesen. Righard Zwienenberg weist im Blog des Antivirusherstellers Eset auf mögliche Risiken hin.Problematisch ist vor allem die Skype-Nutzung auf einem fremden PC. Skype speichert Kontakte und Chat-Protokolle  sowohl in der Cloud als auch auf dem lokalen PC. Das hat den zunächst angenehmen Effekt, dass nach der Anmeldung mit einem bestehenden Skype-Konto die Daten auf dem Rechner synchronisiert werden und auch auf einem bislang nicht benutzten PC zur Verfügung stehen. Wer Desktop-PC und Notebook abwechselnd nutzt, wird das schätzen.Doch wer sich auf einem fremden Rechner, etwa bei Bekannten oder gar im Internet-Cafe bei Skype (Download) anmeldet, hinterlässt womöglich diese unverschlüsselt gespeicherten Daten auf dessen Festplatte. Sie liegen dort im Verzeichnis C:\Users\<Benutzername>\AppData\Roaming\Skype\<Skype-ID>. In den Skype-Optionen können Sie das Protokoll vor dem Abmelden löschen (siehe Bild). Besser noch: Sie schalten es gleich nach der Anmeldung aus.Auch das Speichern der Daten in der Cloud hat jedoch einen Haken. Skype behält sich vor, die Daten für einen gewissen Zeitraum aufzuheben und auf richterliche Anordnung an Behörden heraus zu geben. Der Zeitraum der Datenspeicherung kann etwa 30 Tage betragen - oder auch wesentlich länger, falls gesetzlich vorgeschrieben. Hier ist also die umstrittene Vorratsdatenspeicherung bereits umgesetzt. Eine Neuigkeit ist das an sich nicht, aber wer liest schon die Lizenzvereinbarungen und Nutzungsbedingungen bei der Installation jedes Programms sorgfältig durch?

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